Hemmungen beim Sprechen einer Fremdsprache überwinden

Gehören Sie zu den Leuten, die sich sich ohne Zögern und trotz beschränktem Wortschatz, aber mit viel Selbstvertrauen und enthusiastischen Handbewegungen an einem Gespräch in einer fremden Sprache beteiligen? Dann ist dieser Artikel nicht für Sie geschrieben! Sollten Sie aber, zu der wohl weitaus größeren Gruppe zählen, bei der eine Unterhaltung in einer Fremdsprache, die man (noch) nicht sehr gut beherrscht, Unbehagen auslöst, dann haben wir heute ein paar Tipps für Sie, wie Sie der Sprechblockade an den Kragen gehen. Denn es gibt immer Dinge, die man tun kann, um die Hemmungen beim Gespräch in einer Fremdsprache in den Griff zu bekommen.

1 Ängste und Hemmungen analysieren

Fragen Sie sich doch einfach mal, was Sie eigentlich befürchten? Meist steckt bei Hemmungen in einer fremden Sprache zu sprechen, die Angst dahinter zu versagen, Fehler zu machen und sich zu blamieren. Möglicherweise waren Sie schon mal in einer Situation, in der Sie ins Stottern kamen, weil das Vokabular fehlte und Sie nicht weiter wussten. Sobald Angst im Spiel ist, z.B bei einem Bewerbungsgespräch oder einem Vortrag, setzt das Gehirn aus und nichts geht mehr und das hat sich nun verankert. Aber mal ehrlich, wenn Ausländer Ihre Sprache angestrengt zu sprechen versuchen, würden Sie sich darüber lustig machen? Nein, wahrscheinlich würden Sie sich freuen, dass sich hier jemand bemüht.

2 Hören Sie gut zu

Wenn Sie mit dem Lernen einer Fremdsprache beginnen verstehen Sie nicht jedes Wort. Das müssen Sie auch nicht. Für das bessere Verständnis hilft es immer, fremdsprachigen Medien anzuhören. Sie vergrößern Ihren Wortschatz und verbessern die Aussprache, das ist zwar keine Ersatz für Gespräche es gibt aber Sicherheit und hemmt die Angst vor der Kommunikation, weil Sie ja zumindest schon mal verstehen.

3 Beherrschen Sie die Geschwindigkeit des Gesprächs             

Versuchen Sie langsam und deutlich zu sprechen, damit ermutigen Sie Ihren Gesprächspartner ebenso langsam und deutlich zu antworten.

4 Perfektionismus ist hinderlich

Zu hohe Erwartungen an sich selbst können blockieren. Eine Sprache flüssig sprechen zu können, ohne sie zunächst brockenweise und fehlerhaft angewandt zu haben, ist wohl kaum möglich. Je früher Sie mit dem Sprechen beginnen, desto eher erreichen Sie das Niveau, das ein Gespräch einfach macht. Wäre es nicht schade aus einem falsch verstandenen Perfektionismus heraus und aus Angst vor dem Scheitern gar nicht erst anzufangen zu sprechen?

5 Vermehrt das Positive beachten

Grundsätzlich ist es ratsam vermehrt auf das Positive zu achten, um Hemmungen zu überwinden. Das heißt, wenn etwas gut geklappt hat, Sie etwas Neues gelernt haben, sind Sie stolz darauf und versuchen Sie es anzuwenden. Im umgekehrten Fall, sollten Sie doch mal wieder einen Fehler in der Fremdsprache machen, hadern Sie nicht zu sehr damit, ein Schulterzucken und beim nächsten Mal machen Sie es dann richtig!

Wir hoffen, wir konnten hiermit ein wenig motivieren, die erlernten Sprachkenntnisse auch wirklich anzuwenden. Egal, ob mit dem Kollegen, im Meeting oder sogar im Ausland, sobald eine Fremdsprache aktiv angewendet wird, werden Sie in jedem Fall einen Fortschritt erleben.

Ihr arCanum Team

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https://www.arcanum.de/praesenztraining

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Deutsch als Fremdsprache und ihre Tücken

Deutschland ist auf der ganzen Welt als das Land der Dichter und Denker bekannt. Große Schriftsteller und Philosophen, wie Goethe, Schiller, Nietzsche und Fontane haben das Bild geschaffen und die Tatsache, dass aus der deutschen Sprache, Wörter wie „Fernweh“, „Sternstunde“ oder „Wintermärchen“ entstanden sind macht die Poesie in der Sprache ja sogar eher noch schöner.

Das heißt aber noch lange nicht, dass wir Deutschen (und das wissen wir ja insgeheim alle selbst), wie in einem Gedicht oder einer altdeutschen Novelle sprechen. Es gibt, wie natürlich in jeder anderen Sprache auch, sehr viele Wörter und Ausdrücke, die wir im Alltagsdeutsch halt einfach mal kurz benutzen, die im Deutschkurs oder im Deutschbuch aber kaum richtig erklärt und gelehrt werden können. Für Deutschlerner, ab dem Niveau B1 aufwärts, entpuppen sich diese sogenannten Modalpartikel als absolutes Schreckgespenst der deutschen Sprache. Für den „otto-normal“ Leser hier, der zwar fließend Deutsch spricht, weil Deutscher, aber möglicherweise gar nicht so genau weiß, was denn diese Modalpartikel eigentlich sind, hier eine kurze Erklärung. Es handelt sich um so kleine Wörter wie:

„Was ich eigentlich damit sagen wollte, aber dann halt doch nicht wirklich richtig gesagt habe, kannst du ruhig weitererzählen, denn du weißt ja eh schon alles. Alles klar? Naja, aber eigentlich halt ja doch nicht, oder? Eben!

“Und wozu benutzen wir diese Modalpartikel eigentlich? Diese kleinen Wörter, die man in jedem Satz einzeln übersetzen müsste und die häufig gar nicht richtig zu übersetzen sind, drücken Emotionen aus. Gelegentlich verstärken sie die Wirkung der gesprochenen Sätze oder sie schwächen sie ab. Es sind zusätzliche Wörter, die eine Absicht ausdrücken und oft ein bestimmtes Gefühl unterstreichen sollen.

Schauen wir uns hier mal ein paar Beispiele von Modalpartikeln und ihre unterschiedliche Bedeutung an:

1. Diese Hausaufgaben verstehe ich einfach nicht! Einfach scheint hier gar nichts zu sein, denn der Lerner hat die Aufgabe ja nicht verstanden, der DaF-Schüler hat möglicherweise das Wort „einfach“ bereits als Synonym von „leicht“ und „unkompliziert“ gelernt und soll nun das gleiche Wort in einem völlig anderen Zusammenhang verstehen und benutzen. (Klicken Sie spaßeshalber mal auf diesen Link: https://synonyme.woxikon.de/synonyme/einfach.php ) Hier gibt es sage und schreibe 80 unterschiedliche Bedeutungen für das Wort „einfach“… Das ist wirklich alles andere als einfach!

2. Sie hat vielleicht viel geredet! Natürlich hat der Fremdsprachen Lerner bereits das Wort vielleicht gelernt und weiß, das bedeutet soviel wie „eventuell“ oder „möglicherweise“. Aber nun weiß er gar nichts mehr, hat die Dame jetzt viel oder wenig geredet, hat sie überhaupt etwas gesagt??? Wieder so eine kleine Aussage die Fragezeichen aufwirft!

3. Dann muss du halt mehr lernen! Das Wort „halt“, hat der fleißige Deutsch Lerner natürlich bereits gelernt. Er weiß, dass das soviel wie „stopp“ heißt, oder unter Umständen eine Form von „halten“ ist. Zum Beispiel: „Halt mal meine Tasche.“ Aber was im Himmels Willen soll dabei raus kommen, wenn er nun mit dem Lernen aufhört, oder nur noch Deutschbücher hält und nicht mehr liest…

Sie merken schon die Vergleiche sind alle nicht ganz ernst gemeint und sollen neben einem Schmunzeln vielleicht auch zum Nachdenken anregen. Sprechen Sie doch beim nächsten Mal mit Ihrem ausländischen Kommunikationspartner klar und deutlich, versuchen Sie Dialekt zu vermeiden und haben Sie ein bisschen Geduld, auch wenn‘s mal ein bisschen länger dauert, denn Übung macht den Meister!

Ihre

arCanum Akademie

Weiterführende Links

https://edoc.ub.uni-muenchen.de/4877/1/Kwon_Min-Jae.pdf

https://synonyme.woxikon.de/synonyme/einfach.php

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Ganz s.m.a.r.t Fremdsprachen lernen

Wer eine Fremdsprache lernt hat oft einfach das Ziel zu kommunizieren oder fließend sprechen zu können. O.k., für den Anfang ist das vielleicht Motivation genug. Dennoch wird früher oder später der Punkt kommen, an dem Sie sich fragen: was habe ich denn bisher erreicht? Muss ich heute wirklich schon wieder lernen und Vokabeln wiederholen? Die Motivation sinkt, denn es läuft vielleicht nicht mehr alles wie am Schnürchen und die Gefahr aufzugeben ist groß. Wohl dem, der sich ein s.m.a.r.t.(es) Ziel gesetzt hat und kleine „Motivations-Tiefs“ ganz locker überwindet. Ein smartes Ziel ist ein wohlgeformtes Ziel bei dem die Wahrscheinlichkeit, es auch tatsächlich zu erreichen, hoch ist.

Hierbei steht das „S“ für spezifisch: „Ich möchte fließend französisch sprechen können“ ist keine spezifisches Ziel. „Ich möchte mit meinem französischen Kollegen 30 Minuten fließend kommunizieren können“ dagegen schon. Fließend bedeutet für jeden einzelnen auch etwas anderes. Für den einen heißt es, im Urlaub das Abendessen und die passende Flasche Wein dazu bestellen zu können, für den anderen heißt es, einen wirtschaftlichen Vortrag in der Firma halten zu können. Hier heißt fließend 30 Minuten mit einem bestimmten Kollegen zu sprechen und das beinhaltet sicherlich mehr als ein Menü zu bestellen.

Das „M“ steht für messbar

„Ich möchte mehr Vokabeln lernen“ ist so gar nicht greifbar, wenn wir aber sagen „ich möchte täglich 15 Vokabeln lernen und wiederholen“, dann ist das ein messbares und absolut greifbares Ziel und ich weiß, ich habe noch 10 Vokabeln zu lernen oder ich hab es für heute geschafft. Es könnte auch heißen „ich möchte 10 englische Zeitungsartikel pro Monat lesen“ oder „eine Grammatik Lektion aus meinem Spanisch Buch pro Woche abschließen, verstehen und anwenden können.“ Wie Sie das genau formulieren, es muss zu Ihnen und Ihrem Leben passen, aber eben nachvollziehbar und messbar sein.

Das „A“ steht für aktionsorientiert oder auch attraktiv

Ihr Ziel sollte hier positiv und aktionsorientiert formuliert werden. Im besten Fall sollte es Ihnen Vorfreude bereiten, wenn sie daran denken, in der gelernten Fremdsprache zu kommunizieren. Hier ist es natürlich davon abhängig, ob Sie englisch nur besser lernen wollen, weil es von Ihnen erwartet und verlangt wird, oder ob sie selbst ein wirklich positives Ziel damit verbinden, weil Sie vielleicht die italienische Sprache so schön finden und mit Landsleuten sprechen möchten. Versuchen Sie in jedem Fall eigene positive Motivationsgründe zu finden, dann klappt es auch auch mit dem Lernen.

Das „R“ steht für realistisch

Natürlich kann ihr Ziel hochgesteckt sein, aber es sollte machbar sein. Als absoluter Anfänger werden Sie in einer Woche nicht mit dem spanischen Kollegen 30 Minuten fließend spanisch kommunizieren können, in einem Jahr allerdings schon.

Das „T“ steht für terminiert

Zu jedem Ziel gehört ein klarer Termin, bis wann es erreicht sein soll. Das heißt, „ ich möchte fließend französisch sprechen“ ist natürlich kein smartes Ziel, aber „ich möchte in 6 Monaten einen Vortrag auf Französisch halten“ ist ein klares Ziel, auf das es sich lohnt hinzuarbeiten. Legen Sie also fest, bis wann Sie etwas erreichen wollen und das gerne auch in Teilzielen um die Motivation immer schön hochzuhalten.

Lassen Sie uns also gemeinsam ein Beispiel eines s.m.a.r.t.(en) Ziels zum Erlernen Ihrer Fremdsprache formulieren:

„Ich möchte bis Ende des Jahres in der Lage sein, mit meinem französischen Kollegen, eine 30-minütige Unterhaltung zu führen.“ Oder auch: „Ich möchte bei der nächsten Geschäftsreise im Februar 2019 den Vortrag auf englisch halten und für Fragen und Antworten zu Verfügung stehen.“

Eine Fremdsprache lässt sich also viel einfacher mit wohlgeformten Zielen erlernen und auch die Motivation bleibt leichter erhalten. Wir bei arCanum wissen, wie wichtig klar definierte Ziele sind und zu Beginn eines jeden Sprachkurses wird der Bedarf und das Ziel der Teilnehmer formuliert und festgehalten und vierteljährlich kontrolliert. In diesem Sinne, lernen Sie doch einfach s.m.a.r.t.

Ihr

arCanum Team

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Fast live dabei im ALPHA-Intensivtraining

Heute möchten wir Sie einladen, mal an dem Tagesablauf unseres ALPHA-Intenstivtrainings, zumindest virtuell, teilzunehmen.

Das Training eignet sich sowohl für Einzelteilnehmer als auch für Gruppen bis zu 4 Personen und unterscheidet sich zu anderen Intensivtrainings darin, dass es wirklich alle Sinne anspricht und somit der Formel Lernen durch Sehen + Hören + Sprechen + Tun = 90% Merkfähigkeit komplett entspricht.

Der Kurstag beginnt gegen 8:30 wenn die Teilnehmer bei uns in der Akademie eintreffen und in unserer Kaffeeküche verschiedene Kaffee- und Teesorten darauf warten getrunken zu werden. Das Fremdsprachentraining beginnt um halb neun durch die Begrüßung mit dem muttersprachlichen Sprachtrainer der speziell für dieses spezifische Sprachtraining ausgebildet wurde. Im freundlichen Small Talk lernt man sich erst mal ein bisschen kennen und hat hier ebenfalls Gelegenheit zu klären, wann und wo die Fremdsprache gesprochen wird, welche Erwartungen es gibt und konkrete Ziele zu definieren.

Nach dieser ersten Phase ist es gegen 9 Uhr Zeit für eine Entspannung. Die Teilnehmer machen es sich gemütlich auf unseren bequemen Liegesesseln und haben die Möglichkeit in ruhiger, meditativer Stimmung abzuschalten und den Alltagsstress loszulassen. Danach wird gelesen, es werden mindestens 60 Vokabeln beim Gruppentraining und sogar 120 Vokabeln im Einzeltraining gelesen und mögliche Fragen dazu geklärt. Der nächste Schritt ist ein Video mit eben diesen neuen Wörtern anzusehen und mit einer speziellen Atemtechnik sich das Neue einzuprägen. Im dritten Schritt werden in einem Ping-Pong-Spiel zwischen Schülern und Lehrern die Wortpaare, sowohl in der Fremdsprache als auch in der jeweiligen Muttersprache wiederholt, wobei die Teilnehmer jede Vokabel mindestens acht mal in der Fremdsprache sagen. Das hilft dabei, das neu Gelernte besser ins Langzeitgedächtnis zu bringen.

Nach alle diesen Schritten ist der Vormittag vorübergegangen, das Gehirn war zunächst entspannt, dann angespannt und hat dabei „Sinn“-voll gelernt, hat sich aber nun auch eine Mittagspause verdient. Viele Teilnehmer genießen die Pause bei einem erholsamen Spaziergang im, an die Akademie angrenzenden, Englischen Garten oder einem der zahlreichen Restaurants in der Umgebung.

Nach einer einstündigen Erholungspause wird der Sprachkurs fortgesetzt und baut auf den am Vormittag gelernten Vokabeln auf. Im jetzt folgenden Konversationstraining werden gezielt grammatikalische Strukturen geübt. Viele verschiedene Materialien stehen hierfür zur Verfügung, denn mit Spielkarten, Würfelspielen und interaktiven Themen wird abwechslungsreich, mit allen Sinnen und viel Spaß gelernt, wiederholt und geübt.

Wer zwischendurch einen kleinen Energieschub benötigt ist herzlich eingeladen sich an der Kaffeemaschine zu bedienen und nach einem kommunikativen Nachmittag wird der Kurstag um 16:45 Uhr beendet. Und beendet heißt in diesem Fall wirklich beendet, denn ein Vokabel lernen zu Hause ist bei dieser Form des Sprachen Lernens nicht erforderlich.

Für alle, die nun Lust bekommen haben vielleicht auch mal an einem ALPHA-Intensivkurs teilzunehmen, wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und sind bei Fragen gerne für Sie da.

Ihr arCanum Team

 

weiterführende Links:

https://www.arcanum.de/alpha-intensivtraining

 

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Lernen im Schlaf – Traum oder Wirklichkeit?

Wissenschaftler aus der Gehirnforschung untersuchen wie der Schlaf unser Gedächtnis und unser Lernverhalten beeinflusst. Schlafend Vokabeln pauken, festigen und nicht mehr vergessen, wäre das nicht toll?
Klar ist, das Wort Nachtruhe gilt nicht für unser Gehirn. Denn während wir schlafen arbeitet unser Gehirn auf Hochtouren. Alles was wir tagsüber erlebt und gelernt haben wird verarbeitet, einiges gerät in Vergessenheit anderes wird intensiviert und kann ins Langzeitgedächtnis wandern. Neue Erfahrungen und neu Gelerntes bleibt zunächst aber recht instabil.
Der Schlafforscher Jan Born von der Universität Tübingen hat folgenden Versuch mit Studenten durchgeführt mit einem eigentlich recht erfreulichen Ergebnis:
Studenten, die eine Fremdsprache lernten, wurden auf zwei Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen lernten die gleichen Wortpaare mit der Ankündigung, dass diese am nächsten Tag abgefragt würden. Die eine Gruppe durfte danach schlafen, die andere nicht. Das Ergebnis, die ausgeruhte Gruppe hatte die gelernten Vokabeln deutlich besser intus als die unausgeschlafenen Studenten. Noch interessanter wird es, wenn wir den gleichen Test nochmals machen, ohne die Ankündigung, dass die Vokabeln abgefragt werden, dann nämlich konnten sich beide Gruppen gleich schlecht an das Gelernte erinnern. Das führt zu der Erkenntnis, dass unser Gehirn recht genau auswählt, welche Informationen im Schlaf vergessen werden und welche verstärkt werden.
Die Frage aller Fragen ist nun, können wir Menschen in den Prozess unseres Gehirns eingreifen um zu steuern, was wir in Erinnerung behalten wollen und was nicht? Kann ich mein Gehirn gezielt dazu anregen am Tag Gelerntes im Schlaf zu vertiefen zu festigen und nicht mehr zu vergessen?
In einem weiteren Experiment testete Jan Born genau das. Die Teilnehmer lernten anhand eines Memoryspiels die Position verdeckter Bilder. Sie rochen dabei öfter Rosenduft. Wenn genau dieser Rosenduft im Schlaf in die Nasen der Teilnehmer stieg konnten sich diese Probanden am nächsten Morgen besser an die gelernten Bilder und Positionen erinnern. Die Erkenntnis dieses Versuchs lautet: ja, es ist möglich das Gehirn gezielt dazu zu bringen, ausgewählte Inhalte zu aktivieren.
Nachts tatsächlich neue Vokabeln lernen zu können scheint eher unwahrscheinlich, denn es muss immer eine Gedächtnisspur da sein, die wir verstärken können. Und noch nicht Gelerntes zu verstärken funktioniert natürlich nicht. Aber bereits gehörte und gelernte Inhalte zu reaktivieren ist eine gute Methode das Vergessen zu verlangsamen und das ganz bewusst. Das heißt, Lernen im Schlaf wird wahrscheinlich ein Traum bleiben – das Festigen des Gedächtnisses könnte aber durchaus gelingen!

Ihr arCanum Team

Weiterführende Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Born

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Andere Länder andere Sitten – warum interkulturelle Kompetenz immer wichtiger wird

Die Welt wird immer „größer“ und internationaler! Neben der rasanten digitalen und technischen Entwicklung ist es vor allem die Internationalisierung der Märkte, die neue Anforderungen und Herausforderungen an Führungskräfte und Mitarbeiter der Wirtschaft stellt. Denn wer internationale Teams führen oder im Ausland erfolgreich Geschäfte machen will, muss kulturelle Feinheiten des jeweiligen Landes verstehen. Und das ist manchmal  gar nicht so einfach. Denn oft tauchen Fettnäpfe genau dort auf, wo man sie am wenigsten erwartet.

Bis heute werden als entscheidende Voraussetzung für den Arbeitserfolg im Ausland bzw. in der Zusammenarbeit mit Ausländern als erstes die fachliche Qualifikation, dann Fremdsprachenkenntnisse und als letztes erst  Landes-und Kulturkenntnisse als wichtig angesehen. Wobei die Qualifikation meist als gegeben vorausgesetzt wird und Sprachkenntnisse eher subjektiv wahrgenommen werden oder nach dem Besuch eines Sprachkurses als gegeben und vorhanden gelten. Bleibt also noch die Sache mit dem Kulturbegriff.

Grundsätzlich stellt sich die Frage: Was ist Kultur überhaupt? Meist denken wir bei dem Begriff an die sogenannten „schönen Künste“. Doch Kultur umfasst so viel mehr als nur Musik, Theater, Kunst und Literatur – nämlich eigentlich alles, was im Gegensatz zur Natur vom Menschen geschaffen wurde. Beispielsweise Essen, Sprache, Gebäude, aber auch geistige Errungenschaften wie Recht, Wirtschaft, Religion und Wissenschaft. Kultur ist zumeist lokal oder regional verankert. Das bringt die Redewendung „Andere Länder, andere Sitten“ ziemlich exakt auf den Punkt. So definiert der Soziologe Geert Hofstede, Kultur als „die Software unseres Gehirns“. Und er meint, „wir brauchen die kollektive Programmierung des Geistes, um die Mitglieder einer Gruppe von einer anderen zu unterscheiden“.

Dementsprechend sind kulturelle Unterschiede und das Verhalten auch im Geschäftsleben häufig Grund für Konflikte. „Bestenfalls sind sie ein kleiner Störfaktor, häufig jedoch der Grund für ein Desaster“, warnt Experte Geert Hofstede. Umso wichtiger ist es gerade für internationale Unternehmen, sich mit unterschiedlichen Mentalitäten und Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter und Geschäftspartner zu beschäftigen.

Und das Lösungswort heißt hier „interkulturelle Kompetenz“! Laut Definition ist interkulturelle Kompetenz die Fähigkeit, mit Individuen und Gruppen anderer Kulturen erfolgreich und angemessen zu interagieren.

Interkulturelles Management beschäftigt sich aber nicht nur  mit den klassischen „dos“ und „don’ts“ im internationalen Geschäftsleben. Vielmehr geht es darum, kulturbedingte Unterschiede im Arbeitsverhalten und der Arbeitsorganisation von Menschen verstehen zu lernen und im geschäftlichen Miteinander einzubringen.

Ziel ist es die Kommunikation und das Verständnis für Geschäftspartner und Kollegen auch  mit unterschiedlichen Werten und anderen kulturellen Prägungen zu verbessern und zu fördern.

In unserer globalisierten Welt ist interkulturelles Management nicht nur für internationale Unternehmen wichtig sondern dieses geht jeden einzelnen etwas an.  Denn wer über interkulturelle Kompetenz verfügt, hat nicht nur am Arbeitsmarkt mit seiner Bewerbung bessere Chancen auch die tägliche Kommunikation in den meisten Jobs wird einfacher.

Ihr arCanum Team

 

Weiterführenden Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Interkulturelle_Kompetenz

https://www.arcanum.de/interkulturelle-trainings

https://www.arcanum.de/kulturuebergreifendes-training

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Mythen und Wahrheiten über Online-Trainings

Online liegt im Trend! Heutzutage gibt es fast nichts mehr was nicht als Online-Training, -Kurs oder -Tutorial angeboten würde. Ganz klassisch werden Fremdsprachen- oder Computerkurse online angeboten, es gibt fast keine Weiterbildung die nicht auch online stattfinden könnte, ja sogar Tanzen soll man neuerdings online lernen können. Ganz klar, online lernen ist modern, praktisch und finden viele toll! Allein das Wort Online-Training löst Assoziationen aus, wie:
„Lernen wann man will“. „Lernen wo man will“. „Lernen ohne großen Aufwand“, ob das der Realität entspricht oder einfach schöne Mythen sind möchten wir heute mal näher beleuchten.

Mythos 1:
Einen Onlinekurs kann man zwischen Hausarbeit und Fernsehen besuchen

Das funktioniert natürlich nicht! Auch wenn, durch die Ortsunabhängigkeit dieser Lernvariante die Verlockung groß ist, sollte man auch beim Online-Seminar genau die Zeit einkalkulieren, die in der Ausschreibung angegeben und vereinbart worden ist. Auch wenn man sich diese Stunden meist frei einteilen kann, so macht ein Online-Seminar nur dann Sinn, wenn man sich diese Zeit auch wirklich einplant und feste Termine in den Kalender dafür einträgt. Wenn man diese Disziplin aufbringt und sich nicht anderweitig ablenken lässt, dann kann man die Vorzüge von Online-Seminaren in vollen Zügen auskosten.

Mythos 2
Im Online-Training lernt man alleine und es kommt kein Gemeinschaftsgefühl auf

Sicher gibt es solche und solche Kurse, ist aber je nach Trainingsphilosophie auch regulierbar.
Gemeinschaftliches, soziales Lernen ist förderlich für die Entwicklung und den Lernerfolg und dies ist auch in Online-Seminaren sehr gut möglich. Wenn die Gruppen eine feste Einteilung haben mit gemeinsamen Start- und Endtermin ist ein permanenter Austausch sowie Teamaufgaben ebenso gut umsetzbar wie in Face-to-Face Kursen.

Mythos 3
Online-Trainings sind gleichzusetzen mit Selbstlernkursen

Auch das gehört ganz klar in die Kategorie Mythos, denn hier kommt es auf die Aufbereitung und Umsetzung an. Natürlich gibt es die Kategorie Selbstlernkurs. Man bekommt Videos, Texte und Podcasts und dann müssen diese eigenständig und alleine vom Teilnehmer durchgearbeitet werden. Um hier bis zum Ende eines Kurses zu kommen und sein Lernziel zu erreichen braucht man viel Disziplin und Durchhaltevermögen, das hat nicht jeder und Ziele rücken wieder in weiter Ferne…. Daher ist eine individuelle und ständige Betreuung durch die Trainer und eine didaktisch sinnvolle Taktung der Inhalte sehr wichtig. Austausch, Begleitung, Feedback-Geben… all das sind Kennzeichen von guten Online-Seminaren. Und dann hat ein Online-Seminar rein gar nichts mit einem Selbstlernkurs zu tun!
Ihre
arCanum Akademie

 

Links:

https://www.arcanum.de/online-praesenztraining

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Aufschieberitis adé!

Eigentlich wollen wir es nicht, aber viele tun es mal mehr und mal weniger – Dinge aufschieben! Da werden Pflichten und Aufgaben nicht erfüllt, Entscheidungen nicht getroffen und Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt. Sport wird immer wieder auf morgen verschoben, die Fremdsprache die man lernen möchte wird gar nicht erst begonnen und lästige Pflichten gar komplett in die letzte Ecke verbannt. Dabei rät schon der Volksmund „was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“.

Die Volkskrankheit Aufschieberitis kann viele auch individuelle Gründe haben. Mancher glaubt vielleicht, er ist nicht in der Lage die Aufgabe zu bewältigen, ein anderer zögert, weil er Angst hat zu Scheitern und beim Nächsten ist es gar nicht das eigene Ziel, sondern nur eine Erwartungshaltung anderer. Manchmal ist aber auch einfach das Wetter viel zu schön…

Gut, wenn man da die Cliffhanger Methode kennt und sich diese zu nutze macht. Cliffhanger ist englisch und bedeutet wörtlich übersetzt „Klippenhänger“. Cliffhanger ist ein Begriff aus dem Fernsehen. Es ist eine kurze spannende Szene aus der nächsten Fortsetzungsfolge einer Serie, um so die Zuschauer zu veranlassen, sich auch die kommende Folge anzusehen.

Der erste Schritt ist wie so oft der schwerste, denn der Beginn einer jeden Tätigkeit stellt eine gewisse Hürde dar und da bleibt nur eins: just do it – einfach anfangen!

Und genau dabei hilft Ihnen die Cliffhanger-Methode. Denn anstatt nur anzufangen, wenn Sie genug Zeit, Muse und Motivation gesammelt haben starten Sie einfach in kleinen Schritten und homöopathischen Dosen, kurze Szenen, wie dieser Ciffhanger eben.

Das hat nicht nur den Vorteil, dass Sie auch kleinere Zeitfenster nutzen, Stück für Stück voran kommen und kleine Erfolge schneller spüren, so machen Sie sich auch die Arbeitsweise unseres Gehirns zu nutze. Dieses wiederum folgt nämlich dem Zeigarnik-Effekt, der besagt, dass man sich an unterbrochene, unerledigte Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene und bereits erledigte Aufgaben.

Ist das nicht ein tolle Erkenntnis? Das heißt, um die Aufschieberitis zu kurieren ist es nur der erste Schritt der gemacht werden muss. Zwar ist der erste Schritt der Schwerste, wenn der aber getan ist, unterstützt uns unser Gehirn weiterzumachen solange die Aufgabe nicht abgeschlossen ist. Bildlich gesprochen: etwas unvollendet im Kopf zu haben ist wie in einer Felswand zu hängen, wir können einfach nicht loslassen!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen beherzten ersten Schritt bei all Ihren kleinen und großen Vorhaben.

Ihr

arCanum Team

Links:

https://de.wiktionary.org/wiki/Cliffhanger

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeigarnik-Effekt

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Sprichst du noch Denglisch oder schon Englisch?

Englisch ist und bleibt, die wohl wichtigste Fremdsprache in Europa. Es gibt kaum einen Beruf in dem man kein Englisch braucht. Dennoch bleibt das Telefonieren in Englisch oder die englische Präsentation für viele eine Herausforderung. Seit einigen Jahren führt die die EF EPI (English Proficiency Index) Studien, über die aktuellen Englischkenntnisse der einzelnen Länder durch. Derzeit liegt Deutschland in einer Rangliste von 80 Nationen auf Platz neun, was eine Verbesserung zu den letzten Jahren darstellt, aber mit den skandinavischen Ländern und der Niederlande kann Deutschland einfach nicht mithalten.

Egal ob beim Small Talk mit Kollegen, im Bewerbungsschreiben oder bei der E-Mail an Geschäftspartner, überall lauern sprachliche Fallen, die bestenfalls als „Denglisch“ zu bezeichnen sind und nichts mit guten englischen Sprachkenntnissen zu tun haben.

Beispiele gefällig?

Während großer Fußballturniere gehen Deutsche sehr gern zum „Public Viewing“ und laden vielleicht sogar englischsprachige Kollegen dazu ein. Korrekt übersetzt heißt das aber Leichenaufbahrung und ist sicherlich kein Anlass, um ausgelassen zu feiern. Das richtige englische Wort lautet „public screening“.

Wenn Sie für die nächste Präsentation einen Beamer brauchen, fragen Sie Ihre englischen Kollegen besser nach einem „projector“ als nach einem Beamer, denn das ist im Amerikanischen die Bezeichnung für Autos der Marke BMW.

Einige deutsche Männer träumen vielleicht von einem schicken Oldtimer wohingegen der gesetzte, ältere Brite sich eher ein „vintage car“ wünscht, denn ein „oldtimer“ ist er selber.

Das Handy geht so leicht und englisch von der Zunge, leider heißt das korrekt übersetzt praktisch oder auch niedlich und ist weit von einem „mobile phone“ (britisch) und einem cell phone (amerikanisch) entfernt.

Wenn Sie mit Ihrem Chef sprechen möchten, dann nutzen Sie besser das Wort „boss“. Denn „chief“ bedeutet „Häuptling“ und auch „chef“ ist nicht wirklich besser, da dieses Wort im Englischen einen Koch bezeichnet.

Dieser kleine Auszug zeigt sehr schön: nicht alles was englisch klingt ist es auch, manchmal ist es einfach nur denglisch!

Ihr arCanum Team

 

Links:

https://www.ef.de/epi/

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Hitze oder auch die Langsamkeit des Denkens

Auch wenn die Temperaturen sich nun langsam wieder an die eines normalen deutschen Sommers anpassen und uns eine Verschnaufpause gönnen, waren die letzten Wochen unter dem Motto „36 Grad und es wird noch heißer“ für viele eine Herausforderung.
Die Hitze macht nicht nur Älteren und Kranken zu schaffen, einer US-Studie zufolge wird auch das Gehirn von jungen und gesunden Menschen weniger leistungsfähig – lernen, arbeiten und sich konzentrieren wird bei Hitze immer schwerer.
Joseph Allen, Co-Direktor der Gesundheitsforschung an der Harvard University, hat die Leistungsfähigkeit amerikanischer Studenten untersucht. Die eine Hälfte der Studenten wohnte in Wohnungen mit Klimaanlage, die andere Hälfte lebte ohne Kühlung und die Zimmer heizten sich auf eine Durchschnittstemperatur von über 26 Grad auf.
Während der Studie mussten die Probanden morgens direkt nach dem Aufwachen zwei kurze Tests machen, einen mit Wörtern und einen mit Zahlen. Eindeutig zu erkennen war, dass die Studenten in den aufgeheizten Wohnungen eine wesentlich längere Reaktionszeit hatten als jene, die bei kühleren Temperaturen geschlafen hatten. Die „Hitzköpfe“ brauchten ganze 13 Prozent länger für einfache Sprach- und Rechenaufgaben und machten dazu noch auffällig viele Fehler.

Warum verlangsamt sich aber das Denken und das Lernen bei großer Hitze?
Wissenschaftler denken es liegt am Salzverlust des Körpers. Wenn wir schwitzen verliert der Körper jede Menge Salze und Mineralstoffe, die für die Gehirnfunktion unentbehrlich sind. Unsere Reaktionen werden langsamer und wir sind müder und unsere Hirntätigkeit wird träger.

Und was kann man dagegen tun?
Um während Hitzewellen leistungsfähig zu bleiben, empfehlen die Experten: Ausreichend trinken, auf schwere Mahlzeiten verzichten und die Arbeits- und Lernphasen, in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen. Wenn irgendmöglich gönnen sie sich doch einfach mal eine Arbeits- und Lernpause – denn 35 Grad am Schreibtisch und 35 Grad am Strand sind zwei völlig unterschiedliche Temperaturen…

Ihr arCanum Team

 

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