Bildungscontrolling implementieren

Wie sich Bildungscontrolling nutzen lässt und welche Instrumente dafür geeignet sind, haben wir bereits in früheren Artikeln vorgestellt.

Nun soll es um die Frage gehen, wie sich Bildungscontrolling für eigene Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen implementieren lässt, um auch hier den Erfolg feststellen zu können.

Grundsätzlich soll Bildungscontrolling den Lernerfolg sichern, die Qualität des Lehrangebotes verbessern und bei den Teilnehmern eine höhere Erfolgsquote und Zufriedenheit erreichen. Je relevanter der Inhalt für den Alltag des Lernenden, desto erfolgreicher und positiver wird der Unterricht gewertet.

Ein wichtiger Punkt hierfür ist die Auftragsklärung. Eine Maximierung des Lernerfolgs ist dann möglich, wenn zielgruppenspezifisch und transferfördernd unterrichtet wird. Unterschiedliche Lerntypen erschweren die Homogenität einer Gruppe, während verschiedene Lerntechniken wiederum ein breites Angebot bilden können. Die Auftragsklärung soll Fragen, wie “Welchen Anlass gibt es für die Bildungsmaßnahme?”, “Welche Lerntechniken stehen zur Verfügung?”, “Welche Ziele sollen erreicht werden?” und “Welches Instrument soll den Erfolg messen?”.

Mögliche Methoden des Bildungscontrollings könnte hier beispielsweise vorbereitende Literatur sein. Sie ermöglicht den Teilnehmern sich bereits thematisch auf die Schulung einzustellen und bringt alle auf den gleichen Wissensstand. Das kann zum Beispiel einen Einstufungstest überflüssig machen. Eine weitere Möglichkeit ist das Transfertagebuch, das aufzeichnen soll, in welchen Bereichen der Übertrag des Erlernten in den Alltag möglich ist, welche Ziele sich erfüllen. Gleichzeitig kann es eine gute Grundlage für ein Gespräch mit dem Vorgesetzten sein, um das Erlernte effektiv am Arbeitsplatz einbringen zu können. Eine Transferübung trainiert den Übertrag vom Lernen zum Anwenden. Mittlerweile ist auch bekannt, dass der Erfolg sich verbessert, wenn Kollegen und Vorgesetzte im Lernprozess beteiligt sind und so ganzheitliches Lernen am Arbeitsplatz ermöglichen.

Sollten Sie Unterstützung bei der Implementierung eines Bildungscontrolling benötigen, scheuen Sie nicht uns zu kontaktieren!

Ihr arCanum Team

Bild: Joshua Newton via Unsplash

Schonmal über einen Auslandsaufenthalt nachgedacht?

Nicht nur Schüler können während ihrer Schulzeit ein Jahr im Ausland verbringen. Auch viele Arbeitgeber in internationalen Firmen unterstützen ihre Mitarbeiter dabei, eine Sprachreise zu machen.

Eine tolle Gelegenheit die neu erworbenen Kenntnisse direkt im Alltag anzuwenden und den eigenen Horizont zu erweitern. Nicht nur, um endlich mit Vorurteilen über andere Kulturen aufräumen zu können…

Wir helfen gerne mit Informationen und der Vorbereitung!

Fragetechniken – Wer fragt, der führt! Teil 2

Im letzten Artikel zu diesem Thema haben wir uns mit Fragetechniken beschäftigt, die in einem Interview eingesetzt werden können, um Informationen zu erhalten, aber auch Nähe und Sympathie zwischen den Beteiligten zu erzeugen. Kommunikation ist immer als Prozess zu sehen, der sich im Laufe der Zeit entwickelt. Daher sollte man sich selbst zu Beginn die Frage stellen, was man erreichen möchte. Das Ziel entscheidet über den Einsatz der Fragetechnik. Doch auch hier gilt, die Mischung machts! Im Endeffekt liegt es immer beim Hörer die Antwort zu verarbeiten und die Informationen für sich zu werten. Dieser Prozess kann jedoch durch den Einsatz der richtigen Fragetechnik beeinflusst werden. Kommen wir zu Fragetechniken, die eingrenzen oder sogar manipulieren können.

Suggestivfragen: lassen die Antwort bereits in der Frage mitschwingen. Der Befragte übernimmt die Werte und Einstellungen des Interviewenden, ihm fällt WIderspruch deutlich schwerer, wenn quasi schon im Raum steht, wie die Antwort auszusehen hat, ohne dass sie jemand ausgesprochen hat. Je besser die Gesprächsatmophäre, desto besser funktioniert diese Fragetechnik. Suggestivfragen klingen beispielsweise wie “Sie stimmen mir doch zu, dass…? Sie wollen doch schnell an Ihr Ziel kommen, oder? Haben Sie nicht Lust dieses Projekt zu übernehmen?” Die bekannteste Suggestivfrage ist wohl “Gehts dir gut?”.

Alternativfragen: geben dem Befragten die Antwortmöglichkeiten vor. Berühmtes Vorbild sind hier die Fragen von “Wer wird Millionär?”: Eine Frage, vier Antwortmöglichkeiten. Das setzt dem Befragten Grenzen und Möglichkeiten, macht aber eine schnelle Entscheidung möglich. “Möchten Sie im Team oder lieber alleine an dem Projekt arbeiten? Haben Sie ein Einzel- oder ein Gruppentraining vereinbart? Welche Sprache würden Sie gerne lernen: Englisch, Französisch oder Italienisch?”

Balkonfragen: geht eine kurze Information voraus, die es dem Befragten erleichtern soll eine adäquate Antwort zu geben. Je nach dem welche Information gegeben bzw. verschwiegen wird, beeinflusst das die Antwort. Je komplexer diese Information zu verstehen ist, desto weniger präzise wird der Befragte darauf antworten können. “Bildungscontrolling hat einen großen Stellenwert in Lernprozessen bekommen, da man durch verschiedene Methoden genau überprüfen kann, ob das Erlernte nachhaltig war und zielführend ist. Haben Sie Erfahrungen mit Bildungscontrolling gemacht?” oder “In einer globalen Welt, in der interkulturelles Arbeiten immer präsenter und wichtiger wird, werden auch die Englischkenntnisse der zusammenarbeitenden Personen immer wichtiger. Wie sehen Sie die Entwicklungen im Weiterbildungs- und Sprachensektor?” sind Beispiele für Balkonfragen, die prägnante Informationen enthalten.

Wir hoffen, dieser kleine Überblick hilft Ihnen im Alltag weiter. Vielleicht versuchen Sie nochmal die Reflexionsübung aus dem ersten Teil, machen sich einen Tag lang bewusst, wie oft und welche Fragetechniken Sie anwenden. Denn wie heißt es so treffend: “Wer, Wie, Was, Warum, wer nicht fragt, bleibt dumm.”. Spielen Sie ein bisschen mit den verschiedenen Fragetechniken, überlegen Sie sich, ob Ihre Fragetechnik zu Ihrem Ziel passt, oder ob Sie mit einer anderen Fragestellung vielleicht noch bessere Antworten bekommen.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Ihr arCanum Team

Interkulturelle Trainings

In einem sich globalisierendem Arbeitsumfeld treffen unterschiedliche Kulturen und Arbeitshaltungen aufeinander, die aufeinander abgestimmt und in Einklang gebracht werden müssen, um effiziente und effektive Ergebnisse zu ermöglichen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt hier in der Kommunikation.

Kommunikation ist vielseitig und umfasst sowohl den E-Mail Kontakt, als auch das interkulturelle Netzwerken oder die internationale Kundenakquise.

Workshops, die gezielt auf interkulturelle Unterschiede aufmerksam machen und die Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen trainieren, sind hier eine große Hilfe für Teams multinationale Unternehmen.

Besondere Themen dieser Workshops könnten sein:

E-Mails

Wie schreibt man E-Mails in einer anderen Sprache? Was sind die sozialen Normen, an die man sich in einem anderen, kulturellen Umfeld halten sollte? Interessant ist auch, sich den eigenen Gewohnheiten bewusst zu werden und diese mit denen Anderer abzugleichen. Gibt es unterschiedliche Anredeformen in verschiedenen Sprachen? Was ist eine passende Grußformel?

Meetings

Wie steht es um die Pünktlichkeit? Ja, was gilt als Pünktlichkeit? Während es in Deutschland als höflich gilt, sogar schon vor besprochener Uhrzeit zu erscheinen, ist es in anderen Ländern Gang und Gebe erst ein paar Minuten später anzukommen – alles andere wäre unangenehm. Informieren Sie sich, bevor Sie zu Meetings in anderen Ländern besuchen. So können Sie merkwürdige Situationen und kulturelle No-Goes vermeiden.

After-Work Socialising

Wie ist die Trennung zwischen Arbeit und Beruf? Sind die Kollegen eben nur Kollegen oder wird ebenfalls Wert gelegt auf einen freundschaftlichen Umgang am Arbeitsplatz? Auch hier unterscheiden sich Ansichten und Ansichten. Offenheit und Neugier sind hier definitiv ein guter Ratgeber.

Ihr arCanum Team

Bewerbungsgespräche auf Englisch

Es kann eine ganz besonders große Herausforderung sein, ein Bewerbungsgespräch in einer anderen Sprache zu führen. Auch hierfür bereiten wir unsere Kursteilnehmer gezielt vor.

Generell gilt: Natürlichkeit und Aufrichtigkeit kommt immer gut an. Ganz gleich in welcher Sprache. Verstellen Sie sich also nicht, und lassen Sie sich nicht davon abhalten, authentisch zu sein, nur, weil Ihre Antworten in einer anderen Sprache erfolgen müssen.

Rollenspiele sind eine gute Möglichkeit um Bewerbungssituationen zu simulieren.

Beliebte Fragen sind und bleiben:

  • What is your greatest strength? Weakness?

Hier gilt, wie im Deutschen, eine Stärke zu finden, die Ihre Persönlichkeit innerhalb kurzer Sätze passend beschreibt. Vermeiden Sie sogenannte „leere“ Adjektive wie „hard-working“. Beschreiben Sie lieber eine Situation, anhand welcher deutlich wird, dass sie bereit sind, Arbeit und Zeit zu investieren.

Formulieren Sie eine „versteckte Stärke“ als Schwäche und bieten Sie eine Lösung an. Ein Beispiel hierfür könnte sein:

„I tend to show great commitment to all tasks and that often puts a lot of pressure on me meeting all the deadlines on time. A way to avoid stress and time-pressure is prioritising: some tasks require more in-depths research, others don’t. Its all a process, but I have applied this strategy recently and it helps me to cope with a multitude of different jobs.“

  • What motivates you?

Machen Sie Ihre Hausaufgaben und informieren Sie sich. Das ist in einer anderen Sprache besonders wichtig – was steckt hinter „Humbleness“ oder „Uprighntess“?

Lesen Sie sich auch genau in die Werte der Organisation ein – Was bedeuten diese für den Arbeitsalltag? Wie stehen diese in Verbindung mit Ihnen?

Gleichen Sie die Organisationskultur mit Ihrer eigenen Motivation ab. Wenn Sie sich mit einem Unternehmen identifizieren, verläuft der Einstieg in die Organisation und ihre Kultur reibungslos.

Spielen Sie diese Fragen wiederholt durch, sodass ein Bewerbungsgespräch nicht an Unsicherheiten in der Sprache scheitert.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

das arCanum Team