Dolmetschen – Multitasking auf höchstem Niveau

Als Experten für Kommunikation zwischen unterschiedlichen Sprachen und Kulturen arbeiten Dolmetscher überall, wo eine professionelle Sprachvermittlung gebraucht wird: auf Fachkongressen, Konferenzen, Symposien und Preisverleihungen sind sie als Helfer im Hintergrund dabei. Damit stehen sie oft im Mittelpunkt der Veranstaltung, ohne dass sie das wollen, weil sie den Dreh- und Angelpunkt der gemeinsamen Kommunikation darstellen.

Dabei ist Dolmetscher ein sehr anspruchsvoller Job. Die Vorbereitung für die Veranstaltungen ist umfangreich und erfordert viel Allgemeinwissen, hohen Intellekt sich schnell mit neuen Themen zurecht zu finden und auseinander zu setzen. Während der Veranstaltung findet das Simultandolmetschen statt: über den Kopfhörer hören, was der Redner spricht, das Gesprochene gleichzeitig übersetzen und über das Mikrofon an die Zuhörer in einer anderen Sprache wiedergeben. Das erfordert höchste Konzentration, Flexibilität und Sicherheit in den Sprachen. Kein Wunder also, dass Dolmetscher laut WHO der drittstressigste Job ist, den man haben kann und nach 30 Minuten eine Pause notwendig ist, um dem Gehirn und Körper die nötige Rehabilitation zu geben, konzentriert zu bleiben. Doch Dolmetschen ist auch ein sehr abwechslungsreicher und spannender Job. Man lernt viele Themen und Menschen kennen und fördert den interkulturellen Austausch.

Nicht zu verwechseln sei Dolmetschen mit Übersetzungen. Während bei einer Übersetzung ein rein schriftlicher Text von einer Sprache in eine andere Sprache übersetzt wird, wird beim Dolmetschen die gesprochene Äußerung mündlich in die andere Sprache übertragen.

Sollten Sie einen Dolmetscher für eine Veranstaltung suchen oder eine Übersetzung eines Textes in eine andere Sprache benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter. Kontaktieren Sie uns einfach!

Ihr arCanum Team

 

Bild: Mikael Kristenson via Unsplash

Begrüßungen in verschiedenen Kulturen

Wussten Sie, dass der Händedruck in Europa und Nordamerika fest ist, in den arabischen Ländern jedoch ganz sanft? Oder dass die Höhe der gefalteten Hände bei der Begrüßung eine Aussage über den gesellschaftlichen Stand hat?

Die Wissenssendung “Wissen macht Ah!” hat einen sehr netten Beitrag über verschiedene Begrüßungsrituale auf der Welt. 4 Minuten, die sich lohnen und in denen es nicht nur einmal Ah! macht.

Viel Spaß!

Ihr arCanum Team

Der Kulturschock – ein Drama?

Man ist im Ausland, hat sich dafür entschieden das Zuhause zurück zu lassen, ist voller Vorfreude auf das Abenteuer des Lebens und dann überrumpelt er einen: der Kulturschock. Aber was genau ist ein Kulturschock? Und was kann man tun, dass man nicht überrumpelt wird?

Der Begriff Kulturschock stammt aus der interkulturellen Kommunikation und bezeichnet den schockartigen Gefühlszustand beim Zusammentreffen mit einer fremden Kultur. Es entsteht oft eine kulturelle Anpassungskrise: man hat das Gefühl es bricht einem die Sicherheit weg, es entsteht Angst vor kulturellen Unterschieden, Stress durch die Anforderung der Anpassung. Plötzlich ist man sich seiner eigenen Rolle nicht mehr sicher und fällt sogar in ein Ohnmachtsgefühl aus Überforderung.

Der Kulturschock kann meist in mehrere Phasen aufgeteilt werden, die durchlebt werden und eine Achterbahnfahrt der Gefühle hervorrufen. Zu Beginn in der Honeymoon-Phase ist alles noch ganz neu. Es herrscht Faszination für das Neue, man beobachtet, entdeckt und genießt. Dann entsteht jedoch die Krise. Sprachliche Barrieren und mangelnde Kenntnisse über die Kultur lassen einen in Fettnäpfchen treten und der Gedanken “Zuhause ist es besser” setzte sich schnell im Inneren fest. Hat man diese Krise aber überwunden kommt die Erholung, man entwickelt Verständnis für die andere Kultur, lernt sie zu verstehen, passt sich an und übernimmt sogar Verhaltensmerkmale.

Ein Kulturschock lässt sich nicht unbedingt vermeiden. Aber es gibt Möglichkeiten sich darauf vorzubereiten und das nötige Wissen und Handwerkszeug zu lernen, um in der Situation besser damit umgehen zu können. Eine sogenannte Entsendungsvorbereitung, die es zum Beispiel in der arCanum Akademie gibt, kann hier helfen. Hier werden interkulturelle Kompetenzen gestärkt, länderspezifisch vorbereitet und aber auch kulturübergreifendes Training für den richtigen Umgang durchgeführt. Egal ob in Workshops, Trainingstagen, mit dem Partner, der ganzen Familie oder in Kleingruppen: die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielseitig und der Auslandseinsatz kann so konkret vorbereitet werden.

Neben der professionellen Hilfe gibt es auch Möglichkeiten sich selbst etwas zu helfen. Am wichtigsten ist wohl Ruhe in die Situation zu bringen. Druck rausnehmen, den man sich gerne selber noch macht, Stress reduzieren und sich die Zeit nehmen etwas zu tun, was einem einfach nur gut tut. Ist man sich jedoch bewusst darüber, dass man gerade einen Kulturschock hat und je besser man das auch akzeptieren kann, desto leichter kann man auch auf die Erfolge zurückblicken und sich selbst dafür loben, wie weit man es schon geschafft hat. Geteiltes Leid ist halbes Leid, deswegen hilft es mit einer vertrauten Person zu sprechen. Gedanken auszusprechen, hilft oft Dinge mit etwas Abstand zu betrachten und das innere Gedankenkarussell etwas anzuhalten. Außerdem schafft es Vertrautheit, wie vielleicht auch ein paar Fotos oder die Lieblingskaffeetasse. Alles was Vertrautheit und ein bisschen Heimat schafft, ist erlaubt. Dennoch: unbedingt raus gehen, die Neugier nicht verlieren, Menschen und Kultur kennen lernen. Man kann es langsam angehen lassen, muss sich selbst nicht gleich überfordern, aber es ist wichtig, um in die Erholungs- und Anpassungsphase zu gelangen.

Ein Kulturschock ist also kein Drama. Mit etwas Wissen, der richtigen Vorbereitung und ein paar kleinen Kniffen für den Notfall, schafft man es aus dem vermeintlichen Drama eine Abenteuerreise zu machen.

Ihr arCanum Team