Selbstreflexion und Stärkenfindung

Bereits vor zwei Wochen haben wir die Thematik Bewerbungsgespräche auf Englisch aufgegriffen. Zwei Klassiker unter den häufig gestellten Fragen in Bewerbungsgesprächen haben wir aufgeführt und mögliche Antworten vorgeschlagen. Daran möchten wir gerne anknüpfen. Dieses Mal unter dem Schwerpunkt Selbstreflexion und Stärkenfindung.
Warum ist das wichtig?

Voraussetzung für Authentizität ist ein offener Umgang mit eigenen Stärken und Schwächen. Wie ist das möglich, wenn man seine Stärken und Schwächen (noch) nicht gut kennt? Auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Gehen Sie folgende Fragen für sich durch und üben Sie sie auch im Rollenspiel. Vielleicht sind sie auch Teil einer Tandempartnerschaft, was das Sprachentraining vervielfältigen und auch erleichtern kann.

In what way do you feel you could make the greatest contribution to our firm?

Hier geht es darum Ihre Stärken in das richtige Licht zu rücken. Bedenken Sie, ein Bewerbungsgespräch ist eine gegenseitige Abhängigkeit – die Firma präsentiert sich Ihnen, ebenso wie Sie sich der Firma vorstellen. Möglich wäre, mit einer Anerkennung zu beginnen und diese mit den eigenen Stärken zu verknüpfen:

“What I find truly impressing about your organisational culture is…

“I find myself in there, because….

“I could enrich the … department/team,  since I … “

Give an example of your leadership skills?

Leadership ist ein transformales Konzept. Auch, wenn Sie offiziell keine Führungsposition innehaben, gibt es mit Sicherheit Fallbeispiele, in welchen sie eine führende Rolle übernommen haben. Denken Sie einmal genau nach – wann haben Sie Menschen um sich motiviert? Wann haben Sie die Kommunikation organisiert und gezielt gesteuert?

Vermeiden Sie es, die Frage in Ihrer Antwort aufzugreifen, etwa “An example of my leadership skills…”.  Möglich wäre beispielsweise: “On the day of my old company’s biggest networking event, …. “ Erzählen Sie eine Geschichte! Das ist in jedem Falle spannender – und auch überzeugender.

Ihr arCanum Team

Sprachen lernen im Alltag – Lerntypen

Sich wirklich eine Sprache anzueignen endet nicht, sobald man den Unterrichtsraum verlässt.

Auch außerhalb des Sprachentrainings gibt es viele Möglichkeiten, sich mit einer Sprache auseinander zu setzen und sie sich anzueignen.

Wichtig ist ein guter Mix – Sprachen lernt man auf verschiedene Arten und das Konversationstraining ist ebenso wichtig, wie das Lesen eines fremdsprachigen Magazins.

Hier sind einige Tipps, wie sich, basierend auf verschiedene Lerntypen, eine Sprache in den Alltag integrieren lässt.

Lernen durch Hören

Großartig sind hier die zahlreichen Radiosender, auf die sich leicht über das Internet zugreifen lässt. Ein Beispiel ist die Broadcasting Plattform des BBCs, auf denen ebenso viele Podcasts zu verschiedensten Themenbereichen, wie Kultur, Geschichte, Literatur oder Politik zu finden gibt.

Lernen durch Sehen

Hier ganz vorne im Rennen sind natürlich Filme, die sich leicht in einer anderen Sprache und oft auch mit Untertiteln anschauen lassen. Vielerorts gibt es auch Kinos, in denen man zu Vorstellungen in der Originalvertonung anschauen kann.

Eine tolle Möglichkeit um vor allem Englisch zu trainieren ist die Plattform TED (www.ted.com) – eine non-profit Organisation, die sich das Verteilen von Ideen aus Wissenschaft, Kultur und Literatur zur Vision gemacht hat.

Viele Magazine sind speziell auf das Sprachenlernen zugeschnitten, wie Business Spotlight für den Englischgebrauch im Arbeitsalltag.

Hilfreich für das visuelle Sprachenlernen können auch Post-Its oder Listen mit neuen Worten und Phrasen sein. Ob diese nun im Kalender oder an der Bürotüre angebracht werden – wichtig ist, dass sie einem oft vor Augen geführt werden. Unbewusst bleibt so neues Wissen schnell abgespeichert.

Lernen durch Gespräche

Konversationstraining ist zwar fester Bestandteil der meisten Sprachtrainings, lässt sich allerdings ebenso vertiefen außerhalb der Unterrichtsräume.

Tandempartner oder international Events, auf denen hauptsächlich in einer anderen Sprache gesprochen wird, bieten hier eine tolle Gelegenheit, die neue Sprache in Gesprächen anzuwenden.

Lernen durch Bewegung

Bewegung ist ein großer Baustein der arCarnum Sprachentrainings. Ebenso aber lässt sich diese Idee in den Alltag übertragen.

Podcasts lassen sich auch gut beim Joggen anhören. Oder vielleicht gibt es eine internationale Sportgruppe in der Stadt? Bewegung macht die Aufgabe, eine neue Sprache zu lernen, zu einer Aktivität, an der man Spaß findet. Auf diese Weise wird das eigentliche Sprachenlernen zur Nebensache. So kommen einem, im wahrsten Sinne des Wortes, neue Worte gleich viel leichter über die Lippen.

Sprachen sind vielfältig – und das sollte man sich beim Erlernen zu Nutzen machen. Es gibt viele Möglichkeiten, eine neue Sprache lerntypengerecht in den Alltag einzubauen. Hier können die kleinen Dinge den großen Unterschied machen – und in vielen kleinen Schritten der große Schritt, sich eine neue Sprache anzueignen, erreicht werden.

Ihr arCanum Team

Fragetechniken – Wer fragt, der führt! Teil 2

Im letzten Artikel zu diesem Thema haben wir uns mit Fragetechniken beschäftigt, die in einem Interview eingesetzt werden können, um Informationen zu erhalten, aber auch Nähe und Sympathie zwischen den Beteiligten zu erzeugen. Kommunikation ist immer als Prozess zu sehen, der sich im Laufe der Zeit entwickelt. Daher sollte man sich selbst zu Beginn die Frage stellen, was man erreichen möchte. Das Ziel entscheidet über den Einsatz der Fragetechnik. Doch auch hier gilt, die Mischung machts! Im Endeffekt liegt es immer beim Hörer die Antwort zu verarbeiten und die Informationen für sich zu werten. Dieser Prozess kann jedoch durch den Einsatz der richtigen Fragetechnik beeinflusst werden. Kommen wir zu Fragetechniken, die eingrenzen oder sogar manipulieren können.

Suggestivfragen: lassen die Antwort bereits in der Frage mitschwingen. Der Befragte übernimmt die Werte und Einstellungen des Interviewenden, ihm fällt WIderspruch deutlich schwerer, wenn quasi schon im Raum steht, wie die Antwort auszusehen hat, ohne dass sie jemand ausgesprochen hat. Je besser die Gesprächsatmophäre, desto besser funktioniert diese Fragetechnik. Suggestivfragen klingen beispielsweise wie “Sie stimmen mir doch zu, dass…? Sie wollen doch schnell an Ihr Ziel kommen, oder? Haben Sie nicht Lust dieses Projekt zu übernehmen?” Die bekannteste Suggestivfrage ist wohl “Gehts dir gut?”.

Alternativfragen: geben dem Befragten die Antwortmöglichkeiten vor. Berühmtes Vorbild sind hier die Fragen von “Wer wird Millionär?”: Eine Frage, vier Antwortmöglichkeiten. Das setzt dem Befragten Grenzen und Möglichkeiten, macht aber eine schnelle Entscheidung möglich. “Möchten Sie im Team oder lieber alleine an dem Projekt arbeiten? Haben Sie ein Einzel- oder ein Gruppentraining vereinbart? Welche Sprache würden Sie gerne lernen: Englisch, Französisch oder Italienisch?”

Balkonfragen: geht eine kurze Information voraus, die es dem Befragten erleichtern soll eine adäquate Antwort zu geben. Je nach dem welche Information gegeben bzw. verschwiegen wird, beeinflusst das die Antwort. Je komplexer diese Information zu verstehen ist, desto weniger präzise wird der Befragte darauf antworten können. “Bildungscontrolling hat einen großen Stellenwert in Lernprozessen bekommen, da man durch verschiedene Methoden genau überprüfen kann, ob das Erlernte nachhaltig war und zielführend ist. Haben Sie Erfahrungen mit Bildungscontrolling gemacht?” oder “In einer globalen Welt, in der interkulturelles Arbeiten immer präsenter und wichtiger wird, werden auch die Englischkenntnisse der zusammenarbeitenden Personen immer wichtiger. Wie sehen Sie die Entwicklungen im Weiterbildungs- und Sprachensektor?” sind Beispiele für Balkonfragen, die prägnante Informationen enthalten.

Wir hoffen, dieser kleine Überblick hilft Ihnen im Alltag weiter. Vielleicht versuchen Sie nochmal die Reflexionsübung aus dem ersten Teil, machen sich einen Tag lang bewusst, wie oft und welche Fragetechniken Sie anwenden. Denn wie heißt es so treffend: “Wer, Wie, Was, Warum, wer nicht fragt, bleibt dumm.”. Spielen Sie ein bisschen mit den verschiedenen Fragetechniken, überlegen Sie sich, ob Ihre Fragetechnik zu Ihrem Ziel passt, oder ob Sie mit einer anderen Fragestellung vielleicht noch bessere Antworten bekommen.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Ihr arCanum Team

Was Verhaltensänderung, Ziele und Motivation gemeinsam haben

Um Lernen effektiv und auch langfristig und nachhaltig erfolgreich zu gestalten, muss die Motivation stimmen. Doch wie hält man die Motivation aufrecht, wenn man Sprachen lernen möchte? Schließlich lernt sich so eine Sprache nicht von heute auf morgen und Grammatik, Wortschatz und Co können einen ganz schön Nerven kosten, dass man nicht zuletzt auch mal hinwerfen möchte. Das ist jedoch alles andere als nachhaltig. Wie lässt sich dieses Dilemma also vermeiden?

Eine Sprache zu lernen, heißt in gewisser Weise eine Verhaltensänderung zu erreichen: In Zukunft in einer anderen Sprache zu kommunizieren, als man es bisher in vergleichbaren Situationen getan hat. Egal welcher Lerntyp man ist, welche Trainingsmethoden man anwendet oder welche Lerntechniken einem liegen, ohne die vier Schritte der Verhaltensänderung wird das Ergebnis nicht lange anhalten.

Es braucht also die Absicht etwas verändern zu wollen (Sprachkenntnisse erweitern), die konkrete Vorbereitung (man bucht einen Sprachkurs), die Umsetzung (Lerninhalte aufnehmen) und schließlich die Aufrechterhaltung (Anwendung der Sprache im Alltag). Das alles braucht Zeit und die Motivation diesen Lernprozess zu gestalten und durchzuhalten.

Um die Motivation hoch zu halten, ist es sinnvoll für sich Ziele zu formulieren. Je bedeutsamer die Ziele für einen persönlich sind und je realistischer sie zu erreichen sind, desto höher ist die intrinsische Motivation (also die Motivation, die man in sich selbst generieren kann, ganz ohne Hilfe von außen) und damit auch das Lernpotential. Wenn Sie sich also Ziele formulieren, achten Sie auf die drei Ps:

Persönlich, Positiv, Präsens.

Zum Beispiel: Ich kann mit meiner spanischen Freundin ein Telefonat in ihrer Muttersprache führen.

Es gibt viele Gestaltungsmöglichkeiten für Zielformulierungen. Die Profis nutzen auch gerne die sogenannten SMART-Ziele:

Spezifisch, Messbar, Ansprechend, Realistisch, Terminiert

Dann würde das Beispiel so lauten: Ich kann in drei Monaten mit meiner spanischen Freundin ein Telefonat von einer halben Stunde in ihrer Muttersprache Spanisch führen, um ihr sprachlich entgegen zu kommen, wodurch sie sich wohler fühlen wird.

Wie auch immer Sie ihre Ziele formulieren, achten Sie darauf, dass es eher kleinere, realistische Ziele sind, die Sie auch wirklich erreichen können. Kontrollieren Sie regelmäßig, wie nah oder fern Sie Ihrem Ziel sind und ob es eventuell angepasst werden muss. Und ganz wichtig: Feiern Sie erreichte Ziele und belohnen Sie sich dafür, das steigert die Motivation gleich die nächste Etappe aufzunehmen.

Wir helfen Ihnen gerne Ihre Ziele für unsere Intensivseminare zu formulieren oder ihre persönliche Seminargestaltung zu planen, sprechen Sie uns gerne darauf an.

Ihr arCanum Team

Interkulturelle Trainings

In einem sich globalisierendem Arbeitsumfeld treffen unterschiedliche Kulturen und Arbeitshaltungen aufeinander, die aufeinander abgestimmt und in Einklang gebracht werden müssen, um effiziente und effektive Ergebnisse zu ermöglichen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt hier in der Kommunikation.

Kommunikation ist vielseitig und umfasst sowohl den E-Mail Kontakt, als auch das interkulturelle Netzwerken oder die internationale Kundenakquise.

Workshops, die gezielt auf interkulturelle Unterschiede aufmerksam machen und die Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen trainieren, sind hier eine große Hilfe für Teams multinationale Unternehmen.

Besondere Themen dieser Workshops könnten sein:

E-Mails

Wie schreibt man E-Mails in einer anderen Sprache? Was sind die sozialen Normen, an die man sich in einem anderen, kulturellen Umfeld halten sollte? Interessant ist auch, sich den eigenen Gewohnheiten bewusst zu werden und diese mit denen Anderer abzugleichen. Gibt es unterschiedliche Anredeformen in verschiedenen Sprachen? Was ist eine passende Grußformel?

Meetings

Wie steht es um die Pünktlichkeit? Ja, was gilt als Pünktlichkeit? Während es in Deutschland als höflich gilt, sogar schon vor besprochener Uhrzeit zu erscheinen, ist es in anderen Ländern Gang und Gebe erst ein paar Minuten später anzukommen – alles andere wäre unangenehm. Informieren Sie sich, bevor Sie zu Meetings in anderen Ländern besuchen. So können Sie merkwürdige Situationen und kulturelle No-Goes vermeiden.

After-Work Socialising

Wie ist die Trennung zwischen Arbeit und Beruf? Sind die Kollegen eben nur Kollegen oder wird ebenfalls Wert gelegt auf einen freundschaftlichen Umgang am Arbeitsplatz? Auch hier unterscheiden sich Ansichten und Ansichten. Offenheit und Neugier sind hier definitiv ein guter Ratgeber.

Ihr arCanum Team

Einladung zum Neuroforum

MTS (Microtraining Session) ist eine Trainingsmethode für eine nachhaltige Verhaltensänderung bei Menschen.

Jerobeam Rückert, der Leiter der Siemens Betriebskrankenkasse testet diese Methode derzeit im Unternehmen und erklärt Anwendung, Erfolge, Vor- und Nachteile.

Dr. Sebastian Spörer ordnet die Methode im Bereich Neuro-Didaktik ein und ergänzt die gewonnen Erkenntnisse mit dem Blickwinkel der Neuro-Wissenschaften.

Sie erfahren an eine Impulsvortrag und einem Praxistest (freiwillig) die Wirkung von MTS.

Ich freue mich, Sie zu diesem Thema zum nächsten Termin unseres Neuroforums einzuladen!

Unser Neuro-Learningforum „Praxisanwedung: MTS (Microtraining Session)“ findet am Donnerstag, den 12.10.2017 um 18.00 Uhr in der arCanum AKADEMIE GmbH, Emil-Riedel-Straße 5, 80538 München statt.

Seien auch Sie dabei und nehmen Sie wertvolle Impulse für Ihre Personalarbeit mit!

Da die Teilnehmerzahl auf maximal 16 Personen begrenzt ist, bitten wir um vorherige Anmeldung unter: sebastian.fink@arcanum.de.

Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend mit interessanten Gesprächen!

Beste Grüße

Sebastian Fink

Kulturdimensionen – wissenschaftlich untersucht

Erfolgreiche geschäftliche Kommunikation beinhaltet oft interkulturell wirken zu können. Doch wie kann Interkulturelles Arbeiten erfolgreich sein? Welche Dimensionen müssen beachtet werden, welche kulturellen Unterschiede treten auf?

Seit den 1970ern werden Kulturdimensionen wissenschaftlich von Gert Hofstede untersucht. Er betrachtete den Zusammenhang zwischen nationalen Kulturen und Unternehmenskulturen. Dabei ist Kultur beschrieben, als etwas, das wir im Laufe unserer Entwicklung erlernen, je nach dem wie wir erzogen werden und das wir mit anderen teilen müssen, um zu kommunizieren. Kultur ist also etwas, das wir untereinander teilen.

Die Studie entwickelte sogenannte Kulturdimensionen, die ein Wertesystem darstellen, das es ermöglicht Kulturen verschiedener Länder zu vergleichen:

  • Machtdistanz: Umgang mit Macht und Distanz in einem Land, Abhängigkeit von Beziehungen
  • Kollektivismus vs. Individualismus: stark geschlossene Gesellschaften oder lockere Bindungen
  • Maskulinität vs. Femininität: Geschlechterrollen und daraus resultierende Motivation und Leistungsorientierung
  • Unsicherheitsvermeidung: Bedürfnis nach Regeln, ab wann Bedrohung gefühlt
  • Langzeit- vs. Kurzzeitorientierung: Ausrichtung der Gesellschaft auf langfristigen Erfolg oder eher auf Traditionen und die Erfüllung sozialer Pflichten
  • Genuss vs. Einschränkung: Lebensumstände in Gesellschaften, Optimismus vs. Pessimismus

Dieses Wertesystem spiegelt keine reale Gesellschaft wider, da es – im Gegensatz zu realen Gesellschaften – ein starres Gebilde ist. Aber es macht einen Vergleich zwischen verschiedenen Ländern und Gesellschaften möglich und ist daher eine Grundlage  interkulturelle Sensibilität und damit interkulturelle Kommunikation aufzubauen.

Um erfolgreich interkulturell zu arbeiten und Geschäftsbeziehungen über verschiedene Gesellschaften hinweg zu unterhalten, muss ein Verständnis für andere Kulturen erarbeitet werden. Dabei reicht es lange nicht die Sprache des Gegenüber zu sprechen, es geht darüber hinaus, es geht darum sensibel für andere Kulturen zu sein. Das scheint auf den ersten Blick ein kompliziertes Unterfangen und ohne Experten nahezu unmöglich, doch dafür gibt es beispielsweise Cultural Awareness Trainings, in denen Experten genau dort helfen: Den Blick über den Horizont weiten und andere Kulturen kennen lernen. Dann gelingt auch das interkulturelle Arbeiten mit internationalen Partnern.

Diese Trainings können ganz individuell auf die jeweilige Situation im Unternehmen gestaltet werden. Je nach dem wie die Bedürfnisse, die Ausgangslage und das bestehende Wissen ist. Trainer helfen Ihnen Ihr optimales Training zusammenzustellen und Ihnen so bestmögliche Bildung auf interkulturellem Parkett anzubieten.

Hier finden Sie weiterführende Links, wenn Sie sich noch weiter mit diesem Thema befassen möchten:

Ihr arCanum Team

Bewerbungsgespräche auf Englisch

Es kann eine ganz besonders große Herausforderung sein, ein Bewerbungsgespräch in einer anderen Sprache zu führen. Auch hierfür bereiten wir unsere Kursteilnehmer gezielt vor.

Generell gilt: Natürlichkeit und Aufrichtigkeit kommt immer gut an. Ganz gleich in welcher Sprache. Verstellen Sie sich also nicht, und lassen Sie sich nicht davon abhalten, authentisch zu sein, nur, weil Ihre Antworten in einer anderen Sprache erfolgen müssen.

Rollenspiele sind eine gute Möglichkeit um Bewerbungssituationen zu simulieren.

Beliebte Fragen sind und bleiben:

  • What is your greatest strength? Weakness?

Hier gilt, wie im Deutschen, eine Stärke zu finden, die Ihre Persönlichkeit innerhalb kurzer Sätze passend beschreibt. Vermeiden Sie sogenannte „leere“ Adjektive wie „hard-working“. Beschreiben Sie lieber eine Situation, anhand welcher deutlich wird, dass sie bereit sind, Arbeit und Zeit zu investieren.

Formulieren Sie eine „versteckte Stärke“ als Schwäche und bieten Sie eine Lösung an. Ein Beispiel hierfür könnte sein:

„I tend to show great commitment to all tasks and that often puts a lot of pressure on me meeting all the deadlines on time. A way to avoid stress and time-pressure is prioritising: some tasks require more in-depths research, others don’t. Its all a process, but I have applied this strategy recently and it helps me to cope with a multitude of different jobs.“

  • What motivates you?

Machen Sie Ihre Hausaufgaben und informieren Sie sich. Das ist in einer anderen Sprache besonders wichtig – was steckt hinter „Humbleness“ oder „Uprighntess“?

Lesen Sie sich auch genau in die Werte der Organisation ein – Was bedeuten diese für den Arbeitsalltag? Wie stehen diese in Verbindung mit Ihnen?

Gleichen Sie die Organisationskultur mit Ihrer eigenen Motivation ab. Wenn Sie sich mit einem Unternehmen identifizieren, verläuft der Einstieg in die Organisation und ihre Kultur reibungslos.

Spielen Sie diese Fragen wiederholt durch, sodass ein Bewerbungsgespräch nicht an Unsicherheiten in der Sprache scheitert.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

das arCanum Team

Fragetechniken – Wer fragt, der führt! Teil 1

Die Rollen in einem Interview sind meist von vornherein festgelegt. Die Inhalte dagegen nicht und diese können sehr durch die eingesetzte Fragetechnik des Interviewenden abhängig sein. Daher lohnt es sich einen Blick auf die verschiedenen Möglichkeiten zu werfen eine Frage zu stellen und darauf eine Antwort zu bekommen.

Kinder stellen intuitiv hunderte Fragen an einem Tag. Sie wollen Informationen generieren, Zusammenhänger verstehen und so ihr Wissen ausbauen. Und das ist das grundlegende Ziel von Fragen: Informationsgewinn. Doch Erwachsene verlernen das Fragen nach und nach während sich die Technik der Frage jedoch wandelt und vielfältiger wird. Je älter man wird, desto gezielter und auch manipulativer setzt man Fragen ein. Beobachten Sie sich doch mal selbst einen Tag lang, wie viele Fragen sie stellen und werden Sie sich bewusst, welche Technik sie dabei anwenden. Und dann können Sie das vergleichen mit Ihrem Kind. Wie viele Fragen und auf welche Art und Weise stellt ihr Kind Fragen? Eine spannende Möglichkeit die eigene Fragetechnik zu reflektieren.

Doch welche Arten eine Frage zu stellen gibt es überhaupt und wie werden sie im Alltag angewendet?

Offene Fragen: ein Werkzeug, um viele Informationen zu generieren, da der Befragte seine Antwort frei wählen kann. Vorsicht, es besteht die Gefahr vom Thema abzugleiten, wie gleichzeitig die Chance besteht neue Themen und Standpunkte aufzubringen. Offene Fragen werden oft mit einem Fragewort begonnen (Wie? Wo? Was? Welche? Weshalb? Wieso?) und können beispielsweise lauten “Wie stellen Sie sich Ihren Arbeitsalltag vor? Was ist Ihnen an Teamarbeit wichtig? Welche Aspekte spielen eine wichtige Rolle?”.

Geschlossene Fragen: bieten dem Befragten nur zwei Möglichkeiten der Antwort: Ja und Nein, oder ein bestimmter Fakt. Das schränkt ein Thema sehr ein und ermöglicht es so klare Aussagen als Antwort zu bekommen. Ein sehr komplexes Thema kann dadurch eine bessere Struktur bekommen. Das Maß der geschlossenen Fragen ist ausschlaggebend: Gesprächsfluss kommt dadurch ins Stocken und der Befragten kann sich leicht unter Druck gesetzt fühlen – weniger ist also mehr. Geschlossene Fragen sind zum Beispiel “Sind Sie damit einverstanden? Haben Sie dort studiert? Ist das Ihr persönliches Ziel?”

Offene und geschlossene Fragen sind die am häufigsten verwendeten Fragen und grundlegend neutral. Sie dienen dazu Informationen zu erhalten, Sachverhalte zu verstehen und können Nähe und Sympathie zwischen den Kommunikationspartnern erzeugen. In einem Bewerbungsgespräch beispielsweise sind diese beiden Techniken essentiell. Sie möchten den Bewerber kennen lernen, Informationen zu seiner Person von ihm erhalten und gleichzeitig Sympathie erzeugen – zwischen Ihnen als Personen, zwischen dem Bewerber und dem Unternehmen und zwischen den Interessen beider Seiten.

Im zweiten Teil dieses Artikels stellen wir Ihnen noch spezifischere Fragetechniken vor, die im Arbeitsalltag Anwendung finden können.

Ihr arCanum Team

Business Alltag – Konferenzen und Gespräche über das Telefon

In der heutigen Zeit ist ein Arbeitsumfeld mit großer Wahrscheinlichkeit international ausgelegt. Daher sind, im Umkehrschluss, Video- oder Telefonkonferenzen ein fester Bestandteil des Arbeitsalltages. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation – sei es die interne Absprache oder der Kontakt mit Kunden.1

Telefongespräche können eine Herausforderung sein. Unsere Körpersprache ist wichtiger Bestandteil von Informationsvermittlung, die bei einer Unterhaltung über das Telefon wegfällt. Der Fokus liegt nun auf der Stimme.

Eine zusätzliche Herausforderung kann es sein, ein Gespräch in einer anderen Sprache zu führen. Einige Tipps helfen Ihnen, das Telefongespräch zu meistern, ganz gleich in welcher Sprache.

Reden Sie langsam und deutlich

Ihr Gesprächspartner sollte Sie verstehen und sich auf den Inhalt konzentrieren können, nicht darauf, gebrochene Phrasen zu einem fertigen Puzzle zusammenzufügen. Achten Sie auf die Wortendungen, Sprachmelodie und setzen Sie Betonungen bewusst ein. Stellen Sie sich vor, sie stünden vor einer Gruppe und hielten einer Präsentation – auch hier sind wir darauf trainiert, deutlich zu sprechen. Wenden Sie diese Kenntnisse und Erfahrungen ebenfalls für Telefongespräche an.

Überprüfen Sie die Verbindung

Sollten Sie über das Internet telefonieren, gehen Sie auf Nummer sicher und testen sie den Internetanschluss, bevor Sie zum Hörer greifen. Besonders bei WLAN sollten sie darauf achten, dass das Datenvolumen ein gutes Bild bei Videokonferenzen erlaubt. Nichts ist ärgerlicher, als technische Probleme bei der Telefonverbindung.

Halten Sie ein Wörterbuch parat

Hilfreich sind online Wörterbücher, so können Sie schnell Wörter und ganze Sätze nachschauen. Mit Oxford Dictionaries oder “dict.cc” sind Sie an einer guten Adresse.

Brauchen Sie Unterstützung oder gezieltes Training für Business-Situationen? Wir helfen Ihnen sehr gerne weiter.

 

Ihr arCanum Team