Mythen und Wahrheiten über Online-Trainings

Online liegt im Trend! Heutzutage gibt es fast nichts mehr was nicht als Online-Training, -Kurs oder -Tutorial angeboten würde. Ganz klassisch werden Fremdsprachen- oder Computerkurse online angeboten, es gibt fast keine Weiterbildung die nicht auch online stattfinden könnte, ja sogar Tanzen soll man neuerdings online lernen können. Ganz klar, online lernen ist modern, praktisch und finden viele toll! Allein das Wort Online-Training löst Assoziationen aus, wie:
„Lernen wann man will“. „Lernen wo man will“. „Lernen ohne großen Aufwand“, ob das der Realität entspricht oder einfach schöne Mythen sind möchten wir heute mal näher beleuchten.

Mythos 1:
Einen Onlinekurs kann man zwischen Hausarbeit und Fernsehen besuchen

Das funktioniert natürlich nicht! Auch wenn, durch die Ortsunabhängigkeit dieser Lernvariante die Verlockung groß ist, sollte man auch beim Online-Seminar genau die Zeit einkalkulieren, die in der Ausschreibung angegeben und vereinbart worden ist. Auch wenn man sich diese Stunden meist frei einteilen kann, so macht ein Online-Seminar nur dann Sinn, wenn man sich diese Zeit auch wirklich einplant und feste Termine in den Kalender dafür einträgt. Wenn man diese Disziplin aufbringt und sich nicht anderweitig ablenken lässt, dann kann man die Vorzüge von Online-Seminaren in vollen Zügen auskosten.

Mythos 2
Im Online-Training lernt man alleine und es kommt kein Gemeinschaftsgefühl auf

Sicher gibt es solche und solche Kurse, ist aber je nach Trainingsphilosophie auch regulierbar.
Gemeinschaftliches, soziales Lernen ist förderlich für die Entwicklung und den Lernerfolg und dies ist auch in Online-Seminaren sehr gut möglich. Wenn die Gruppen eine feste Einteilung haben mit gemeinsamen Start- und Endtermin ist ein permanenter Austausch sowie Teamaufgaben ebenso gut umsetzbar wie in Face-to-Face Kursen.

Mythos 3
Online-Trainings sind gleichzusetzen mit Selbstlernkursen

Auch das gehört ganz klar in die Kategorie Mythos, denn hier kommt es auf die Aufbereitung und Umsetzung an. Natürlich gibt es die Kategorie Selbstlernkurs. Man bekommt Videos, Texte und Podcasts und dann müssen diese eigenständig und alleine vom Teilnehmer durchgearbeitet werden. Um hier bis zum Ende eines Kurses zu kommen und sein Lernziel zu erreichen braucht man viel Disziplin und Durchhaltevermögen, das hat nicht jeder und Ziele rücken wieder in weiter Ferne…. Daher ist eine individuelle und ständige Betreuung durch die Trainer und eine didaktisch sinnvolle Taktung der Inhalte sehr wichtig. Austausch, Begleitung, Feedback-Geben… all das sind Kennzeichen von guten Online-Seminaren. Und dann hat ein Online-Seminar rein gar nichts mit einem Selbstlernkurs zu tun!
Ihre
arCanum Akademie

 

Links:

https://www.arcanum.de/online-praesenztraining

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Aufschieberitis adé!

Eigentlich wollen wir es nicht, aber viele tun es mal mehr und mal weniger – Dinge aufschieben! Da werden Pflichten und Aufgaben nicht erfüllt, Entscheidungen nicht getroffen und Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt. Sport wird immer wieder auf morgen verschoben, die Fremdsprache die man lernen möchte wird gar nicht erst begonnen und lästige Pflichten gar komplett in die letzte Ecke verbannt. Dabei rät schon der Volksmund „was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“.

Die Volkskrankheit Aufschieberitis kann viele auch individuelle Gründe haben. Mancher glaubt vielleicht, er ist nicht in der Lage die Aufgabe zu bewältigen, ein anderer zögert, weil er Angst hat zu Scheitern und beim Nächsten ist es gar nicht das eigene Ziel, sondern nur eine Erwartungshaltung anderer. Manchmal ist aber auch einfach das Wetter viel zu schön…

Gut, wenn man da die Cliffhanger Methode kennt und sich diese zu nutze macht. Cliffhanger ist englisch und bedeutet wörtlich übersetzt „Klippenhänger“. Cliffhanger ist ein Begriff aus dem Fernsehen. Es ist eine kurze spannende Szene aus der nächsten Fortsetzungsfolge einer Serie, um so die Zuschauer zu veranlassen, sich auch die kommende Folge anzusehen.

Der erste Schritt ist wie so oft der schwerste, denn der Beginn einer jeden Tätigkeit stellt eine gewisse Hürde dar und da bleibt nur eins: just do it – einfach anfangen!

Und genau dabei hilft Ihnen die Cliffhanger-Methode. Denn anstatt nur anzufangen, wenn Sie genug Zeit, Muse und Motivation gesammelt haben starten Sie einfach in kleinen Schritten und homöopathischen Dosen, kurze Szenen, wie dieser Ciffhanger eben.

Das hat nicht nur den Vorteil, dass Sie auch kleinere Zeitfenster nutzen, Stück für Stück voran kommen und kleine Erfolge schneller spüren, so machen Sie sich auch die Arbeitsweise unseres Gehirns zu nutze. Dieses wiederum folgt nämlich dem Zeigarnik-Effekt, der besagt, dass man sich an unterbrochene, unerledigte Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene und bereits erledigte Aufgaben.

Ist das nicht ein tolle Erkenntnis? Das heißt, um die Aufschieberitis zu kurieren ist es nur der erste Schritt der gemacht werden muss. Zwar ist der erste Schritt der Schwerste, wenn der aber getan ist, unterstützt uns unser Gehirn weiterzumachen solange die Aufgabe nicht abgeschlossen ist. Bildlich gesprochen: etwas unvollendet im Kopf zu haben ist wie in einer Felswand zu hängen, wir können einfach nicht loslassen!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen beherzten ersten Schritt bei all Ihren kleinen und großen Vorhaben.

Ihr

arCanum Team

Links:

https://de.wiktionary.org/wiki/Cliffhanger

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeigarnik-Effekt

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Sprichst du noch Denglisch oder schon Englisch?

Englisch ist und bleibt, die wohl wichtigste Fremdsprache in Europa. Es gibt kaum einen Beruf in dem man kein Englisch braucht. Dennoch bleibt das Telefonieren in Englisch oder die englische Präsentation für viele eine Herausforderung. Seit einigen Jahren führt die die EF EPI (English Proficiency Index) Studien, über die aktuellen Englischkenntnisse der einzelnen Länder durch. Derzeit liegt Deutschland in einer Rangliste von 80 Nationen auf Platz neun, was eine Verbesserung zu den letzten Jahren darstellt, aber mit den skandinavischen Ländern und der Niederlande kann Deutschland einfach nicht mithalten.

Egal ob beim Small Talk mit Kollegen, im Bewerbungsschreiben oder bei der E-Mail an Geschäftspartner, überall lauern sprachliche Fallen, die bestenfalls als „Denglisch“ zu bezeichnen sind und nichts mit guten englischen Sprachkenntnissen zu tun haben.

Beispiele gefällig?

Während großer Fußballturniere gehen Deutsche sehr gern zum „Public Viewing“ und laden vielleicht sogar englischsprachige Kollegen dazu ein. Korrekt übersetzt heißt das aber Leichenaufbahrung und ist sicherlich kein Anlass, um ausgelassen zu feiern. Das richtige englische Wort lautet „public screening“.

Wenn Sie für die nächste Präsentation einen Beamer brauchen, fragen Sie Ihre englischen Kollegen besser nach einem „projector“ als nach einem Beamer, denn das ist im Amerikanischen die Bezeichnung für Autos der Marke BMW.

Einige deutsche Männer träumen vielleicht von einem schicken Oldtimer wohingegen der gesetzte, ältere Brite sich eher ein „vintage car“ wünscht, denn ein „oldtimer“ ist er selber.

Das Handy geht so leicht und englisch von der Zunge, leider heißt das korrekt übersetzt praktisch oder auch niedlich und ist weit von einem „mobile phone“ (britisch) und einem cell phone (amerikanisch) entfernt.

Wenn Sie mit Ihrem Chef sprechen möchten, dann nutzen Sie besser das Wort „boss“. Denn „chief“ bedeutet „Häuptling“ und auch „chef“ ist nicht wirklich besser, da dieses Wort im Englischen einen Koch bezeichnet.

Dieser kleine Auszug zeigt sehr schön: nicht alles was englisch klingt ist es auch, manchmal ist es einfach nur denglisch!

Ihr arCanum Team

 

Links:

https://www.ef.de/epi/

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Hitze oder auch die Langsamkeit des Denkens

Auch wenn die Temperaturen sich nun langsam wieder an die eines normalen deutschen Sommers anpassen und uns eine Verschnaufpause gönnen, waren die letzten Wochen unter dem Motto „36 Grad und es wird noch heißer“ für viele eine Herausforderung.
Die Hitze macht nicht nur Älteren und Kranken zu schaffen, einer US-Studie zufolge wird auch das Gehirn von jungen und gesunden Menschen weniger leistungsfähig – lernen, arbeiten und sich konzentrieren wird bei Hitze immer schwerer.
Joseph Allen, Co-Direktor der Gesundheitsforschung an der Harvard University, hat die Leistungsfähigkeit amerikanischer Studenten untersucht. Die eine Hälfte der Studenten wohnte in Wohnungen mit Klimaanlage, die andere Hälfte lebte ohne Kühlung und die Zimmer heizten sich auf eine Durchschnittstemperatur von über 26 Grad auf.
Während der Studie mussten die Probanden morgens direkt nach dem Aufwachen zwei kurze Tests machen, einen mit Wörtern und einen mit Zahlen. Eindeutig zu erkennen war, dass die Studenten in den aufgeheizten Wohnungen eine wesentlich längere Reaktionszeit hatten als jene, die bei kühleren Temperaturen geschlafen hatten. Die „Hitzköpfe“ brauchten ganze 13 Prozent länger für einfache Sprach- und Rechenaufgaben und machten dazu noch auffällig viele Fehler.

Warum verlangsamt sich aber das Denken und das Lernen bei großer Hitze?
Wissenschaftler denken es liegt am Salzverlust des Körpers. Wenn wir schwitzen verliert der Körper jede Menge Salze und Mineralstoffe, die für die Gehirnfunktion unentbehrlich sind. Unsere Reaktionen werden langsamer und wir sind müder und unsere Hirntätigkeit wird träger.

Und was kann man dagegen tun?
Um während Hitzewellen leistungsfähig zu bleiben, empfehlen die Experten: Ausreichend trinken, auf schwere Mahlzeiten verzichten und die Arbeits- und Lernphasen, in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen. Wenn irgendmöglich gönnen sie sich doch einfach mal eine Arbeits- und Lernpause – denn 35 Grad am Schreibtisch und 35 Grad am Strand sind zwei völlig unterschiedliche Temperaturen…

Ihr arCanum Team

 

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Grammatik versus Aussprache

Was ist denn eigentlich beim Lernen einer Fremdsprache wichtiger – die Grammatik oder die Aussprache?
Der erste Impuls mag vielleicht auch bei Ihnen lauten: die Grammatik natürlich! Bei genauerer Betrachtung führt aber eine ungenaue und fehlerhafte Aussprache sicher häufiger zu Missverständnissen, als der ein oder andere grammatikalische Fehler.

Ein paar Beispiele, wie wichtig die korrekte Aussprache in der deutschen Sprache ist, finden Sie hier: Ich esse lieber eine KirSCHEe als eine KirCHe, außerdem finde ich se sehr lecker aber von welchem KäSE spricht dieser Deutschkurs Teilnehmer da nur…?!? Ist der See denn auch warm genug zum Baden?
Überlebenswichtig wird das Thema Phonetik und Aussprache beim Wort umFAHRENoder UMfahren, mir ist es definitiv lieber, wenn mich das Auto umFÄHRT als UMfährt…!
Ein anderes humoriges Beispiel, das zwar keinem Sprachlerner passiert ist, sondern einer Dame mit starkem sächsischem Dialekt, aber ebenso schön aufzeigt, wie wichtig eben die richtige Aussprache ist. Denn als die Dame im Reisebüro eine Reise bucht, reserviert das Reisebüro ihr einen Flug nach Bordeaux statt nach Porto.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/reiserecht-kundin-bucht-bordeaux-statt-porto-a-855762.html
Was für Muttersprachler nun also recht amüsant klingt (das gilt übrigens nicht nur für Deutsch als Fremdsprache, solche Beispiele gibt es wohl in jeder Sprache) wird in der Fachwelt mit dem Begriff Phonetik benannt und ist die Wissenschaft, die Sprachlaute unter verschiedenen Aspekten untersucht, nämlich den folgenden drei Teilgebieten:

– die Spracherzeugung – die physiologischen Voraussetzungen (Nerven, Muskeln, Atmung) für die Artikulation von Sprachlauten und die Bewegungsabläufe der Sprechorgane

– die Sprachakustik – die Umsetzung der Artikulation in Schwingungen und ihre Übertragung zum Ohr des Hörers

– die Sprachwahrnehmung – die Verarbeitung von Sprachsignalen durch Gehör und Gehirn des des Hörers.

Ohne nun in die Wissenschaft der Phonetik im Detail einsteigen zu wollen, zeigen diese Beispiele doch sehr schön, dass in Sprachkursen nicht nur Wortschatz und Grammatik einen Platz finden sollten, sondern auch Zeit für Ausspracheübungen eingeplant werden sollte.

Ihr arCanum Team

Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Phonetik
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/reiserecht-kundin-bucht-bordeaux-statt-porto-a-855762.html

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Erreichbarkeit im Urlaub – Sendepause oder nicht?

Endlich! Urlaubszeit! Auch in Bayern! Für viele Mitarbeiter ist der Sommerurlaub eine wichtige Pause zum Auftanken. Aber Vorsicht: was früher für die Mitarbeiter Sonne, Strand und Meer hieß, heißt heute häufig Sonne, Strand und Smartphone…
Und für viele Arbeitgeber bedeutete es: Achtung, dünne Personaldecke! Da fühlt sich der ein oder andere Chef wohler, wenn seine Mitarbeiter zumindest für Rückfragen zu Verfügung stehen, gelegentlich erreichbar sind und wenn Not am Mann ist vielleicht noch schnell eine Folie für die Präsentation fertig machen oder gar ein Angebot an einen wichtigen Kunden verschicken. Dank Smartphone und Co sind Mitarbeiter überall und rund um die Uhr erreichbar und es lässt sich ja unter Palmen auch sehr entspannt arbeiten.
Tatsächlich haben die meisten Angestellten auch im Urlaub ein Ohr für den Chef und die Kollegen. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitcom sind sieben von zehn Berufstätigen im Urlaub erreichbar. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Erreichbarkeit sogar etwas gestiegen, damals waren es nur 67 Prozent, die E-Mails, Kurznachrichten und sogar Anrufe beantwortet haben.
Interessant an der Umfrage ist, dass v.a. die jüngeren Arbeitnehmer sich das Recht herausnehmen, Laptops und Smartphones auszuschalten und auch selbst im Urlaub abzuschalten. 37% der Berufstätigen zwischen 14 und 29 Jahren wollen nicht erreichbar sein, bei den über 30-jährigen hingegen sind es nur 25% die konsequent vom Job abschalten.
In diesem Sinne, egal ob mit oder ohne Erreichbarkeit, allen eine schöne Sommerzeit!
Ihr arCanum Team

Sicher durch die E-Mail-Flut

Die elektronische Post ist aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken und so hilfreich die E-Post auch ist, so häufig ist sie auch ein Zeiträuber.
Laut dem US-Marktforschungsunternehmen „The Radicati Group“ sind im Jahr 2017 rund 269 Milliarden E-Mails verschickt worden, das sind ca. 737 Millionen Mails pro Tag. Kein Wunder, dass der ein oder andere Arbeitnehmer da täglich in hundert und mehr Mails versinkt und oft nicht mehr weiß, wie sie zu bewältigen sind. Da hilft nur eins, durchatmen, Ärmel hochkrempeln, sämtliche unnötigen Newsletter abbestellen und einen guten Spamfilter einrichten – zumindest sind das die ersten nützlichen Schritte, aber es geht noch mehr!

Gerade jetzt in der Urlaubssaison, wird die Freude über einen schönen erholsamen Urlaub häufig, beim Gedanken an das überquellende Postfach nach der Rückkehr, getrübt.
Daher hier 4 Tipps, wie Sie Herr über die E-Mail Flut werden, Ihren wohlverdienten Urlaub genießen können, um danach wieder entspannt in den Arbeitsalltag zu starten.

Abwesenheit rechtzeitig und konsequent ankündigen
Informieren Sie 4 Wochen vor Ihrem Urlaub oder Ihrer längeren Geschäftsreise über Ihre Abwesenheit in Ihrer E-Mail Signatur. Kollegen, Kunden, Lieferanten etc. haben somit die Möglichkeit Absprachen, Fragen und Bitten rechtzeitig zu kommunizieren und das Postfach bleibt während des Fortseins möglichst leer.

Cc -Mails selbst weitestgehend vermeiden
Wer selbst häufig E-Mails mit mehreren Empfängern in cc versendet, landet auch oft in größeren Verteilern. Bevor man also zu viele Leute mit einkopiert, lieber zweimal überlegen, ob das auch wirklich für alle relevant und wichtig ist. Unter Umständen tut man sich selbst etwas Gutes, um irrelevante Nachrichten zu vermeiden und sein eigenes Postfach vor unnötigen Informationen zu schützen.

Eine Vertretung benennen
Natürlich erfordert es Vertrauen zu dem Kollegen oder dem Stellvertreter, wird aber durch ein teils abgearbeitetes Postfach nach Ihrer Rückkehr sicherlich belohnt. Ein weiterer positiver Effekt könnte sein, dass durch das Wissen, andere lesen vielleicht mit, berufliches und privates strikter getrennt wird – Privates bleibt in der Freizeit und der Kopf ist frei während der Arbeitszeit.

Sprechen Sie miteinander
Heutzutage ist zu beobachten: das Telefon klingelt viel seltener als noch vor einigen Jahren, dafür gibt es viel mehr E-Mails. Verständlich und sicherlich auch teilweise entlastend, da eine schriftliche Nachricht nicht sofortige Reaktion verlangt, während das klingelnde Telefon unmittelbare Aufmerksamkeit einfordert. Hier ist ein kritisches Hinterfragen notwendig, wie oft werden mehrere E-Mails zu einem Thema hin-und hergeschickt, hätte das mit einem kurzen Gespräch schneller geklärt werden können?

Ihr arCanum Team

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Erwachsenenbildung mit Methode

Wenn man sich mit der Frage befasst welche Unterrichtsmethoden es eigentlich in der Erwachsenenbildung gibt, ist das Feld der Antworten breit und recht undefiniert.
Auch der Begriff „Methodik“ kann unterschiedlich interpretiert werden. Die einen beziehen sich auf den reinen Lern- und Lehrprozess, andere verstehen darunter die Gesamtheit, also auch die Lernumgebung, den Lernort, die Sitzordnung, die Zeiten zu denen gelernt wird und die benutzten Medien.
Im Großen und Ganzen kann man beim Unterrichten zwei Methoden unterscheiden. Den Frontalunterricht inklusive der Präsentation und den offenen Unterricht.
Frontale Unterrichtsformen wie das Vormachen, Vorzeigen, Vortragen haben eine lange Tradition. Wenn man Jahrhunderte zurückdenkt, um die Entstehung des Frontalunterrichts zu verstehen, dann ist klar, im Abendland ist hier insbesondere die Predigt maßgebend gewesen, die eine kommunikative Einbahnstraße mit strikter Hierarchie darstellte. „Wahrheiten“ wurden hier nicht diskutiert, sondern verkündet. Klar also, dass in unserer heutigen offenen, modernen und demokratischen Zeit, dem Frontalunterricht ein eher negatives Image anlastet. Hinzu kommt, dass auch neueste Untersuchungen zeigen, wenn der Frontalunterricht als eine vorherrschende Unterrichtsmethode eingesetzt wurde, dann sind die Lernergebnisse für die meisten Lerner überwiegend als unzureichend einzuschätzen.
In unserer modernen Zeit stehen wir dem offenen Unterricht wesentlich freundlicher gegenüber. Auch wenn es keine genaue Definition für offenen Unterricht gibt, wird die Abgrenzung zum Frontalunterricht vor allem durch die hohe Schüleraktivität und die zurückgenommene Lehreraktivität sichtbar. Das methodische Grundprinzip des offenen Unterrichts ist das entdeckende, problemlösende, handlungsorientierte und selbstverantwortete Lernen. Eine Lehrkraft oder ein Trainer hat heute also die Aufgabe ein konstruktives Lernumfeld zu schaffen, das die Lernenden befähigt das erworbene Wissen auch im wahren Leben anzuwenden. Am effektivsten gelingt dies mit abwechslungsreichen Aufgaben, in denen die unterschiedlichen Lerntypen berücksichtigt werden, Spaß machen und alle Sinne ansprechen. Das kann eine Diskussion, eine Projektarbeit oder eine Freiarbeit sein. Und wenn auch im offenen Unterricht die Konzentration mal nachlässt, sollte man offen für ein bisschen Bewegung sein. Den neuesten Ergebnissen der Hirnforschung zufolge fördern schon kurze Sequenzen Bewegung die Konzentration.

Ihr arCanum Team

Erwachsenenbildung – welcher Lehrstil ist am effektivsten?

Ein altes deutsches Sprichwort sagt: „zum Lernen ist niemand zu alt“.
Schöne Worte und irgendwie auch beruhigend, aber was heißt das konkret für den Unterricht in der Erwachsenenbildung? Erwachsene, die etwas Neues lernen wollen oder müssen gibt es genug. Denn spätestens wenn es darum geht, eine neue Fremdsprache zu lernen oder zu verbessern, einen Computerkurs zu besuchen, eine Umschulung zu machen oder auch nur eine Bildungsreise zu unternehmen, immer geht es ums Lernen.

Lange Zeit war man der Meinung, dass anders als bei Kindern und Jugendlichen, es in der Pädagogik für Erwachsene ausreichend ist, wenn der Lehrende einfach nur Experte auf seinem Gebiet ist, sein Wissen weitergeben kann und Fragen korrekt beantwortet.

Dennoch, die Frage, was guten Unterricht ausmacht, beschäftigt Lehrpersonen und Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Durch die verschiedensten empirischen Studien wird versucht, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie der Lernerfolg beeinflusst werden kann. Kaum einer Studie wurde in den letzten Jahren eine solche Aufmerksamkeit zuteil wie der sogenannten »Hattie-Studie«. Im Jahr 2009 veröffentlichte der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie die Monografie »Visible Learning« (Lernen sichtbar machen). Dabei geht es um die übergeordnete Frage, welche Merkmale für das aktive Lernen besonders relevant sind. Eine zentrale Erkenntnis der Hattie-Studie ist: „The teacher makes the difference“.
Versucht man das kurz zusammenzufassen könnte man das Lehrverständnis als menschliches Lehren bezeichnen bei dem die folgenden 3 Punkte die wichtigste Rolle spielen:

– eine strukturierte, klare und kompetente Unterrichtsführung „
– ein unterstützendes, fürsorgliches und engagiertes Verhalten des Trainers
– eine kognitive Aktivierung, d.h. der Trainer fördert nachhaltige Lernprozesse durch geschickt
gewählte Aufgaben und einen freundlichen und offenen Umgang mit Fehlern

Laut Hattie ist die absolute Perfektion, „wenn Lehrer das Lernen durch die Augen ihrer Schüler sehen und wenn Lernende sich selbst als ihre eigenen Lehrpersonen sehen.“

Welche Methoden nun genau für einen solch effektiven Unterrichtsstil benutzt werden sollten sagt Hattie nicht. Dazu werden wir in folgenden Artikeln die Möglichkeit haben Unterrichtsmethoden zu beleuchten. Dennoch ist sicherlich für alle Lernenden gut nachvollziehbar, dass eine gute Stimmung, helfen und geholfen werden und manchmal auch ein Quäntchen Humor, ganzheitliches Lernen ausmacht und der Spaß dabei nicht zu kurz kommen sollte – und das egal in welchem Alter!

Ihr arCanum Team

weiterführender Link: http://www.visiblelearning.de/

Bild:Rod Long via Unsplash

Wie viele Wörter muss man lernen um eine Sprache zu sprechen?

Aus wie vielen Worten besteht eigentlich eine Sprache? So genau kann man das natürlich nicht definieren, aber es gibt erstaunliche Richtwerte und Schätzungen

Laut Schätzung des Dudens besteht die deutsche Sprache aus 300.000 – 500.000 Worten, die einem ständigen Wandel unterliegen, denn regelmäßig kommen neue Worte hinzu, weshalb die alten natürlich nicht gelöscht werden, aber deren Benutzung immer weniger wird. Im August 2017 ist der neue Duden erschienen und mit ihm 5.000 neue Vokabeln, wie beispielsweise, „verpeilen, Flüchtlingskrise oder Drohnenangriff“.

Im Vergleich zu Deutsch hat die englische Sprache überraschenderweise einen wesentlich größeren Wortschatz, der auf 600.000 – 800.000 Vokabeln geschätzt wird. Wenn man also nur die Anzahl der vorhandenen Vokabeln nimmt, könnte man meinen, Fremdsprachentrainings in Englisch wären wesentlich umfangreicher und schwerer zu bewerkstelligen als Deutsch als Fremdsprache zu lernen.

Aber natürlich werden in keiner Sprache alle vorhandenen Wörter benötigt, weder beim Muttersprachler noch beim Fremdsprache lernen. So hat Alan Pfeffer ermittelt, dass für das gegenwärtige Deutsch ca. 1.285 Wörter notwendig sind, um – je nach Textsorte – etwa 85% der Texte zu verstehen. Im Vergleich dazu müsste man im Englischen 1.994 Vokabeln lernen um einen allgemeinen englischen Text zu etwa 80% zu verstehen.

Was heißt das nun konkret für das Fremdsprachentraining?

Wenn etwa 2.500 Vokabeln gelernt worden sind hat der Lerner eine gute Basis sich auszudrücken, seine Wünsche zu formulieren oder zumindest zu umschreiben. Mit 5.000 Vokabeln intus hat sich die Sprachkompetenz schon ansehnlich gesteigert und das Sprachniveau ist dem eines Muttersprachlers mit geringer Bildung gleichzusetzen.

Wer nun noch weiterlernt und seinen Wortschatz in der Fremdsprache auf 10.000 Wörter ausbaut hat einiges erreicht und ist auf dem Level eines Muttersprachlers mit einem höheren Bildungsabschluss.

Natürlich besteht eine Sprache aus soviel mehr als aus nackten Vokabeln – Sprache ist eine komplexes System, Sprache ist Kommunikation, Sprache ist Emotion…

Dennoch bringen die oben genannten Zahlen einen Überblick, greifbare und vorstellbare Zahlen und motivieren vielleicht den ein oder anderen dazu, sein Ziel zu formulieren und mit einem Sprachkurs, den Sie gerne vorab kostenfrei testen können, durchzustarten. Los geht’s!

 

Ihr arCanum Team

Foto: Danielle MacInnes on Unsplash