Andere Länder andere Sitten – weihnachtliche Bräuche

Die Redewendung andere Länder, andere Sitten macht sich nicht nur im interkulturellen Umgang mit Kollegen und Geschäftspartnern bemerkbar, sondern auch und sogar ganz besonders, in der Weihnachtszeit. Während bei uns in Deutschland bereits im November alles glitzert, glänzt und leuchtet und die Vorweihnachtszeit geprägt ist durch Adventskalender, Adventskränze und Christkindlmärkte, sehen Traditionen in anderen Teilen der Welt ganz anders aus. Wir haben hier mal ein paar für Sie zusammengefasst.

In Finnland wird auch an Weihnachten sauniert

Am 24. Dezember um Punkt 12 Uhr mittags beginnen die Feierlichkeiten mit der Verkündung des Weihnachtsfriedens in der ehemaligen finnischen Hauptstadt Turku. Wer nicht vor Ort ist, kann über sämtliche Medien teilhaben. Dann geht die ganze Familie erst einmal gemeinsam auf den Friedhof und schließlich in die Sauna. Beides dient dazu, die Verstorbenen am Fest teilhaben zu lassen. Denn, so der Glaube, diese zeigen sich zu Weihnachten auch in der Sauna.

In Österreich geht der Krampus um

Krampus ist der böse Komplize des Nikolaus und jagt Kindern einen Schrecken ein. In der ersten Dezemberwoche (besonders am Nikolaustag) verkleiden sich junge Männer als Krampus und erschrecken Kinder mit rasselnden Ketten und Glocken. Laut österreichischer Tradition belohnt der Heilige Nikolaus artige Jungen und Mädchen, während Krampus die unartigsten Kinder einfängt und in seinen Sack steckt.

In Japan gibt‘s Fast Food von Kentucky Fried Chicken

Die japanische Weihnachts-KFC-Tradition begann 1974, als das Unternehmen eine clevere Weihnachtsmarketing-Kampagne startete. Es wird angenommen, dass es von der westlichen Weihnachtstradition eines Truthahn-Dinners inspiriert wurde. Damals wie heute ist Truthahn in Japan kaum zu bekommen. Also hat sich die ausländische, christliche Bevölkerung Japans stattdessen für die bekannte Brathuhn-Marke entschieden, was das Nächstbeste nach Truthahn war. Das japanische KFC-Marketingteam sah dies als ideale Gelegenheit, eine Weihnachtskampagne für Einheimische und Ausländer zu starten, und der Slogan „kurisumasu ni wa kentakkii“ oder „Kentucky for Christmas“ war geboren.Bis heute setzt KFC in Japan zur Weihnachtszeit jedes Jahr Rekordergebnisse um und Wartezeiten von bis zu zwei Stunden sind keine Seltenheit.

In Norwegen geht man in Bars und Restaurants

In Norwegen beginnt die Weihnachtszeit, genannt „julebord“, am 3. Dezember und füllt den ganzen Monat über lokale Bars und Restaurants. Am 23. Dezember feiern die Familien „Kleine Weihnachten“, dabei hat jede Familie hat ihr eigenes Ritual für den Tag, zum Beispiel das Dekorieren des Baumes, das Herstellen eines Lebkuchenhauses und das Essen von Risengrynsgrøt (heißer Milchreis).

In der Ukraine wird erst später gefeiert

Orthodoxe Christen machen fast 49 Prozent der Bevölkerung der Ukraine aus. Sie feiern den Weihnachtstag am 7. Januar, indem sie sich in Tracht kleiden, durch die Stadt ziehen und Weihnachtslieder singen. Ein Gericht namens Kutya, das aus gekochtem Weizen, gemischt mit Honig, gemahlenem Mohn und manchmal auch Nüssen hergestellt wird, ist eine beliebte Weihnachtsleckerei. Früher wurde oft ein Löffel Kutya an die Wand geworfen, um die Ernte vorauszusagen, blieb es kleben, sollte die Ernte für das kommende Jahr üppig ausfallen.

In Brasilien sind die Nächte lang

Brasilianische Familien treffe sich an Heiligabend, essen und trinken zusammen. Genau um Mitternacht werden die Geschenke getauscht und gute Wünsche ausgesprochen. Die Mitternachtsmesse, „Missa Do Galo“ ist die Gelegenheit Nachbarn und die Großfamilie zu treffen und ihnen für die Weihnachtszeit alles Gute zu wünschen. Nach dem Gottesdienst gibt es oft ein Feuerwerk auf dem Stadtplatz.

Egal wie Ihre ureigenen Weihnachtsbräuche aussehen, in jedem Fall wünschen wir Ihnen eine wunderbare Weihnachtszeit mit Zeit für etwas Ruhe und Besinnlichkeit!

Ihre

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weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten_weltweit

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten_weltwei

Sommerzeit ist Urlaubszeit – kulturelle Unterschiede im Reiseverhalten

Endlich Sommer! Für die meisten Länder, zumindest in Europa, heißt das Urlaubszeit und die Zeit des Jahres, in der wir die Sonne genießen, unserer Freizeit frönen, in fremde Länder reisen und es uns gut gehen lassen. Urlauben eigentlich die Bewohner aller Länder gleich? Nein, natürlich nicht! Beim öffnen der Schublade mit den Urlaubs-Vorurteilen wissen wir sofort, Holländer verreisen immer mit dem Wohnwagen, Asiaten erscheinen nur in großen Gruppen und immer mit Fotoapparat, wir Deutschen fliegen am liebsten nach Mallorca und die Italiener verbringen ihren Urlaub am liebsten zu Hause bei Mamma!

Die Reiseversicherung Europ Assistance hat eine Studie zum Reiseverhalten von Europäern und Amerikanern durchführt um herauszufinden wie sie wirklich Urlaub machen und was Franzosen, Italiener, Spanier, Niederländer, Deutsche und Amerikaner auf Reisen wirklich unterscheidet.

Die typischen Urlaubsklischees wurden in der Untersuchung zwar nicht bestätigt, trotzdem ließen sich unter den verschiedenen Ländern doch einige Unterschiede feststellen. Dabei kam heraus, im Durchschnitt werden 2 Wochen Sommerurlaub gemacht. Spitzenreiter hier sind die Franzosen mit 2,5 Wochen Urlaub.

Währen die meisten Europäer, Reisen ans Meer bevorzugen (65%), liegen bei den Amerikanern auch Städtereisen voll im Trend.

Die drei beliebtesten Sommeraktivitäten dagegen sind für alle Länder gleich. Im Urlaub wollen wir uns erholen, das Zusammensein mit der Familie genießen und neue Kulturen entdecken.

Eigentliche alle Nationalitäten wohnen am liebsten im Hotel, nur die Franzosen machen auch hier wieder die Ausnahme und mieten am liebsten eine Wohnung oder gleich an ganzes Haus.

Und wer hätte das gedacht, der Deutschen liebstes Urlaubsziel ist gar nicht Mallorca, es ist Italien, genau wie für die Österreicher. Aber Italiener bleiben tatsächlich mit 74% am liebsten in Italien während ihres Urlaubs und wen es doch weg zieht, der fliegt meist nach Spanien.

Wer nun Lust bekommen hat, neben den ganzen Urlaubsreisen eine Sprachreise zum Aufpolieren seiner Fremdsprachenkenntnisse zu machen, der soll sich doch gerne bei uns melden. Ob es dann wirklich das Lieblingsziel der Deutschen, Mallorca, ähhh…. Italien wird, das müssen wir dann aber wohl ihrer Wunschsprache überlassen.

Ihr arCanum Team

weiterführende Links:
https://www.europ-assistance.de/sites/default/files/studien/europ-assistance-reiseversicherung-urlaubsbarometer-2016-studie-zum-reiseverhalten-der-europaeer.pdf

https://www.arcanum.de/business-sprachreisen

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Kuriose Fakten über die deutsche Sprache

Mark Twain soll einmal gesagt haben: „In der deutschen Sprache hat ein Mädchen kein Geschlecht aber eine Rübe schon“. Was wir deutschen Muttersprachler einfach als gegeben hinnehmen, sorgt bei Deutsch Lernern, das ein oder andere Mal zur Verwirrung und einem ungläubigen, vielleicht sogar leicht verzweifeltem Kopfschütteln.

Und wenn Mark Twain das so gesagt hat, muss man ihm ja auch irgendwie recht geben, denn, als ob es nicht schon genug wäre, dass die Nomen der deutschen Sprache neben den Geschlechtern maskulin und feminin auch noch ein neutrales „das“ haben, darf man sich als Sprachkurs Teilnehmer durchaus über den Sinn oder Unsinn Gedanken machen…

Wir haben hier mal ein paar Fakten von deutschen Sprachkuriositäten, nützlichem und unnützem Wissen, rund um die deutsche Sprache, zusammen gestellt.

1. Kennen Sie das Gegenteil von durstig?

Nein? Na, können Sie auch nicht, es gibt keines! Aber warum ist das so? Vielleicht, weil es in Deutschland nicht ganz so heiß und trocken ist wie in manch anderen Ländern? Bei einer kleinen Umfrage im Sprachkurs mit Teilnehmern aus verschiedenen Ländern, konnte diese Theorie aber schnell widerlegt werden. Zwar gibt es in Saudi Arabien gleich zwei Gegenteile von durstig, aber auch in Norwegen gibt es zumindest ein Gegenteil davon und da ist es ja wohl kühler als in Deutschland.

2. Warum sind eigentlich die Buchstaben auf dem Tastatur nicht alphabetisch sortiert? Wäre doch viele einfacher!

Um dies zu erklären müssen wir zurück ins Jahr 1868, da hat nämlich der Buchdrucker und Erfinder Christopher Latham Sholes seine Schreibmaschine, zum Patent angemeldet. Da sich bei früheren Modellen, wo die Buchstaben noch in alphabetischer Reihenfolge angeordnet waren, die Buchstabenhämmerchen ständig verhakt haben und einen Buchstabensalat produziert haben, hat er die Tasten neu angeordnet. Tasten, häufig verwendeter Buchstabenkombinationen, liegen bei Sholes weit auseinander, damit sich die Hämmerchen nicht mehr so einfach berühren. So haben zum Beispiel die Buchstaben A und L oder S und P, die häufig in Kombination vorkommen, einen sehr großen Abstand. Das Tastaturlayout mit QWERTY als Abfolge der obersten Zeile entwickelte Sholes für die englische Sprache. In Deutschland lautet die Abfolge QWERTZ. Sie unterscheidet sich nur geringfügig von dem Original. Aber das erklärt auch weshalb noch heute die Position der Buchstaben auf der Tastatur von Land zu Land und somit auch von Sprache zu Sprache variiert. Das Layout Sholes besteht bei Computertastaturen bis heute fort. Der Grund ist denkbar einfach: Die Macht der Gewohnheit.

3. Die deutsche Sprache und ihre Bandwurmwörter

Der Schrecken eines jeden DAF- Schülers und Grundlage vieler Witze und „Veräppelungen“ der Sprache. Aber welche drei Wörter im Duden belegen denn nun die Siegertreppchen. Auf Platz drei, mit 34 Buchstaben, schafft es die allseits bekannte „Donau-Dampfschifffahrtsgesellschaft“. Platz zwei belegt die „Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung“ mit stattlichen 36 Buchstaben. Und gekrönter Sieger ist die „Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung“ mit stolzen 44 Buchstaben.

4. Mark Twain hat ja bereits mit Schrecken festgestellt, dass wir drei Artikel haben, aber welchen benutzen wir denn eigentlich am häufigsten?

Ungefähr 46 Prozent aller Substantive sind weiblich. Damit liegt der Artikel „die“ klar vor „der“ mit 34% Prozent und „das“ mit nur 20 Prozent. Kann man das nun als klaren Erfolg für den Feminismus werten? Eine seltene Besonderheit, die es tatsächlich auch gibt. Ein Nomen kann drei Artikel haben, dann ändert sich jedoch die Bedeutung des Nomens. Ein Beispiel dafür: das Single, der Single, die Single.

Ob Sie mit den Informationen nun bei der nächsten Gelegenheit prahlen, Sie einfach darüber schmunzeln oder sich über weitere sprachliche Eigenheiten Gedanken machen, überlassen wir Ihnen. Denn dies waren erst mal ein paar wenige Besonderheiten, unserer schönen aber komplexen Sprache, die wir sicher bei zukünftigen Beiträgen weiter beleuchten werden.

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Nützliche Redewendungen auf Englisch

Zuletzt haben wir uns ja deutsche Redewendungen genauer angesehen und festgestellt, dass diese unsere Sprache bildhafter und lebendiger machen. Funktioniert das nun auch in anderen Sprachen? Aber natürlich! Es gibt keine einzige Sprache auf der Erde, die ohne Idiome oder Redewendungen auskommt. Für Muttersprachler also ein natürliche Ausdrucksform, für Fremdsprachen-Lerner aber, immer wieder und in jeder Sprache eine neue Herausforderung. Denn wie Sprichwörter lassen sich auch Redewendungen in anderen Sprachen oft nicht wörtlich übersetzen. Ihre Bedeutung ist oft gleich oder ähnlich, doch die Wortwahl unterscheidet sich enorm. Eines der wohl bekanntesten Beispiele dafür ist, „die Daumen drücken“, heißt im Englischen „cross one‘s fingers“, also die „Finger kreuzen“ und sagt man, wenn man jemandem Glück wünscht und auf das Beste hofft.

Auch wenn Ihr Englisch vielleicht schon ganz gut ist, die ein oder andere Redewendung ist vielleicht doch neu und eine Hilfe bei der nächsten Konversation mit einem Geschäftspartner oder Kollegen. Werfen Sie doch mal einen Blick auf unsere kleine Sammlung, in der wir gängige deutsche und englische Redewendungen in verschiedenen Situationen gegenüberstellen.

1. Ideen

Denken wir mal scharf nach. Let‘s put our thinking caps on.
Mir ist eine Idee gekommen. I‘ve just had a brainwave.
Man sollte auf jeden Fall darüber
nachdenken
That‘s certainly food for
thought.

2. Besprechungen

Peter hat das Wort. Peter has the floor.
Reden wir nicht um den heißen Brei herum. Let‘s not beat about/around the bush.
Machen wir Schluss für heute. Let‘s call it a day.

3. Verhandlungen

Spielen wir mit offenen Karten. Let‘s put our cards on the table.
Wir müssen konsequent bleiben. We have to stick to our guns.
Jetzt sind Sie am Zug. The ball‘s in your court now.

4. Geld

Das kostet ein Vermögen. It cost an arm and a leg.
Wir haben einen Haufen Geld bezahlt. We paid through the nose.
Wir müssen den Gürtel enger schnallen. We have to tighten our belts.

5. Projekte

Es läuft alles wie geplant. Everything is on track.
Wir sind auf Schwierigkeiten gestoßen. We have hit a snag.
Wir müssen wieder bei Null anfangen. It‘s back to square one.

Wenn Sie nun Lust auf eine weitere Vertiefung Ihrer Englischkenntnisse bekommen haben, melden Sie sich gerne bei uns. Unsere muttersprachlichen Sprachtrainer können Ihnen beispielsweise in einem Business Englischkurs viele weitere dieser Ausdrücke lernen.

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weiterführende Links:

https://www.arcanum.de/business-englisch

http://linguatools.com/deutsch-englisch/redewendungen.html

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Redewendungen machen Sprachen bunt aber auch schwierig zu lernen

Redewendungen machen unsere Sprache bildhafter, bunter und lebendiger und häufig zeichnen sie Bilder, die, wenn man sie wortwörtlich nehmen würde, doch etwas schräg daherkommen. Fast täglich nutzen wir Formulierungen, wie „Tomaten auf den Augen haben“, „jemandem auf der Nase herumtanzen“ oder „auf der Leitung stehen“. Woher kommen denn diese Phrasen? Was wollen sie uns sagen? Gibt es einen Unterschied zu Sprichwörtern und gibt es ein und dieselben Redewendungen auch in anderen Sprachen? Das alles wollen wir in unserer neuen Blog-Reihe mal genauer unter die Lupe nehmen.

Zunächst einmal ein Blick auf die Wissenschaft:

Der wissenschaftliche Begriff für Redewendungen ist Phraseologismus oder Idiom. Redewendungen stehen aufgrund ihrer Gesamtbedeutung in einer festen Wortverbindung zueinander, sind aber dennoch nicht an eine feste Satzform gebunden. Diese Wortverbindung ist ein besonderer Fall der Kollokation. Kollokation ist ein linguistisches Phänomen und ein Überbegriff dafür, wenn Worte häufig zusammen mit bestimmten anderen Worten auftreten (z.B. ein Ziel erreichen/setzen/verfolgen). Im Fall von Redewendungen sind diese Worte festgelegt (z.B. den Gürtel enger schnallen).

Der Unterschied zwischen Redewendung und Sprichwort

Die Begriffe „Sprichwort“ und „Redewendung“ werden oft gleichbedeutend verwendet. Dabei unterscheiden sie sich maßgeblich im Sprachgebrauch. Sprichwörter enthalten meist Weisheiten, sei es in Form von Lebensregeln, Erfahrungen oder Warnungen. Im täglichen Sprachgebrauch passen sie oft nur in einen ganz bestimmten Zusammenhang, manchmal reimen sie sich auch. Bei Sprichwörtern handelt es sich immer um feste Satzgefüge, die nicht in Teilen oder in einer anderen Wortreihenfolge funktionieren.

Redewendungen hingegen sind Sinnbilder, bildhafte Wendungen, die man noch heute benutzt, manchmal ohne den tieferen Sinn dahinter zu kennen oder zu hinterfragen. Die Bestandteile von Redensarten sind im Gegensatz zu Sprichwörtern viel flexibler, sie ergeben keinen vollständigen Satz und können (und müssen) dem entsprechenden Satzzusammenhang angepasst werden. Der Sinn einer Redensart ist bildhaft, daher nicht immer eindeutig, besonders Nicht-Muttersprachler haben häufig Schwierigkeiten, die Bedeutung eines solchen Sprachbildes zu verstehen.

Dass die beiden Begriffe oft synonym verwendet werden, liegt daran, dass die Grenzen manchmal verschwimmen und sich einige Redewendungen im Laufe der Zeit durch den Gebrauch in einer bestimmten Satzform zu Sprichwörtern entwickelt haben (z.B. „Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.“)

Und woher kommen sie nun diese Redewendungen?

Heute möchten wir mal 5 deutsche Redewendungen genauer betrachten.

1. „ein Brett vor dem Kopf haben“ – alle deutschsprachigen Leser wissen, das heißt soviel wie nichts verstehen, begriffsstutzig sein oder auch etwas eigentlich Offensichtliches nicht erkennen/sehen. Die Herkunft dieser Redensart ist auf die Landwirtschaft zurück zu führen. Denn im Mittelalter wurden den Ochsen ein Brett oder ein Stück Holz vor die Augen gebunden, dass sie weniger scheuten, weniger störrisch waren und man sie leichter führen konnte. So haben sie buchstäblich nichts gesehen. Weil der Ochse ohnehin das Sinnbild des Dummen ist, könnte sich die Vorstellung entwickelt haben das Brett behindert das Denken.

2. „das kommt mir spanisch vor“ – auch hier wissen Muttersprachler sofort, dass es nichts mit Paella, Flamenco oder Tapas zu tun hat, sondern etwas merkwürdig, fremd und nicht stimmig ist. Diese Redensart kommt wohl aus dem 16. Jahrhundert. Als im Jahr 1519 der spanische Kaiser Karl V. gekrönt wurde, führte dieser zu Hofe spanische Sitten ein. Ganz nach dem Motto „was der Bauer nicht kennt….“, war alles neu und fremd und kam den Deutschen spanisch vor. Den Spaniern kommt so etwas übrigens chinesisch vor: „Esto me suena a chino“.

3. „mit jemandem Pferde stehlen können“ – wenn nun der ein oder andere Deutschlerner denkt oh, oh, hier geht‘s aber kriminell zu, weit gefehlt! Diese Phrase steht für gute Freunde, auf die man sich 100% verlassen kann und mit denen man vielleicht auch mal etwas Verrücktes machen kann. Der Ausdrück rührt aus dem 17 Jahrhundert, damals wurden Pferde als kostbarer Besitz und wertvolle (Arbeits-)Tiere streng bewacht und Pferdediebe sehr hart bestraft. Wollte man also damals Pferde stehlen, brauchte man eine treuen und mutigen Freund, auf den man sich absolut verlassen konnte.

4. „kein Blatt vor den Mund nehmen“ – heißt soviel wie, man spricht unbeschönigt aus, was man denkt, ist offen und direkt. Dieser Ausdruck geht auf eine frühere Theatersitte zurück, bei der sich die Schauspieler ein Blatt wie eine Maske vor die untere Gesichtshälfte hielten und konnten somit Dinge sagen ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden.

5. „Daumen drücken“ – wir Deutschen wissen, das heißt viel Glück. In England allerdings drückt man nicht die Daumen für‘s Glück sondern kreuzt die Finger, also schon wieder eine Fehlerquelle für Nicht-Muttersprachler. Aber warum drücken wir denn nun die Daumen? Ein alter germanischer Volksglaube besagt, dass der Daumen der Glücksfinger ist. Er soll eine übernatürliche Kraft haben und damit auch vor bösen Träumen schützen können. Der Daumen ist in diesem Fall auch ein Symbol für einen Kobold: Wird er von den übrigen Fingern fest gehalten, kann er demjenigen, dem die Daumen gedrückt werden, nichts mehr anhaben.

Auch mit dem Blogartikel der nächste Woche folgen wird bleiben wir am Ball und werden dann mal genauer betrachten, ob und wie man Redewendungen in Fremdsprachen anwendet.

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Weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Redewendung

https://www.redensarten-index.de/suche.php

https://de.wikipedia.org/wiki/Kollokation

Andere Länder andere Sitten – Osterbräuche so kunterbunt wie die Eier selbst

Die Redewendung andere Länder andere Sitten macht sich nicht nur im interkulturellen Umgang mit Kollegen und Geschäftspartnern bemerkbar, sondern auch, oder sogar ganz besonders bei Sitten und Bräuchen zu Festtagen. Während wir in Deutschland zu Ostern an bunte Eier, Osterhasen, Osterlämmchen, duftende Hefezöpfe und kleine Osternester, gefüllt mit allerlei Leckereien aus Schokolade denken, sehen die Traditionen in anderen Teilen der Welt ganz anders aus. Osterbräuche so bunt wie die Eier selbstdie schönsten und außergewöhnlichsten haben wir hier mal für Sie zusammengefasst:

In Polen geht es feucht fröhlich zu

Am Ostermontag ist hier niemand vor einer kalten Wasserdusche sicher. Bei einer wilden Wasserschlacht wird mit Eimern, Wasserpistolen und Wasserbomben auf der Straße um sich gespritzt und jeder von oben bis unten nass gemacht. Dieser Jahrhunderte alte Osterbrauch basiert darauf, dass schon im Mittelalter Männer frühmorgens in die Häuser der schönsten Frauen eindrangen und die Auserwählte mit Wasser begossen. Wurde eine Frau verschont hieß das, keiner Interessierte sich für sie. Da wurde man als Frau lieber klatschnass, denn ein solches Lob tröstet schon mal über die durchnässte Kleidung hinweg.

In Bulgarien gibt‘s eine wilde Eierschlacht

Auch in Bulgarien spielen Ostereier eine große Rolle. Am Gründonnerstag werden die Eier gefärbt. Die Tradition besagt, dass das erste Ei rot bemalt werden muss, danach streicht die älteste Frau im Haushalt mit einem der roten Eier den Kindern über das Gesicht, was Gesundheit und Stärke bringen soll. Ansonsten sind die Bulgaren nicht zimperlich mit ihren Ostereiern: Nach der Messe am Ostersonntag beginnt eine wilde Schlacht, bei der nichts und niemand sicher ist, es werden Familienmitglieder, Freunde und Bekannte als auch Kirchenwände mit Ostereiern beworfen. Glücklich schätzen darf sich nicht nur derjenige den kein Ei trifft, sondern dessen Ei dabei unbeschädigt bleibt. Denn der soll im folgenden Jahr das erfolgreichste Familienmitglied sein.

In Italien wird geschlemmt

Klar, dass in „Bella Italia“ zu Ostern besonders Leckeres auf den Tisch kommt: Unersetzlich ist der Colomba Pasquale, ein süßer Mandelkuchen in Form einer Taube. Außerdem ist bei einigen Familien die Torta Rustica sehr beliebt, ein gefüllter herzhafter Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat den die ganze Familie beim gemeinsamen Ostertreffen genießt.

In Australien kommt das Beuteltier

Jedes Kind freut sich über den Osterhasen möchte man meinen, aber nicht so in Australien. Dort hat sich Meister Lampe nach seiner Einwanderung aus Europa zu einer solchen Plage entwickelt, dass einheimische Tierarten bedroht sind. Kurzerhand haben die Australier den Osterhasen durch ein anderes Tier ersetzt, nämlich dem Bilby. Dieser Bilby, ein Beuteltier, ist aus Plüsch und aus Schokolade zu haben – also ein Tier, dessen Existenz hierzulande den meisten nicht einmal bekannt ist. Er sieht unserem Osterhasen erstaunlich ähnlich und profitiert sogar von dem Hype, denn ein Teil des eingenommenen Geldes fließt in Tierschutzprojekte für die Rettung heimischer Tierarten.

In Schweden heißt es Süßes oder Saures – zumindest so ähnlich

Die Häuser werden mit bunten Federn und Birkenzweigen geschmückt. Am Gründonnerstag verkleiden sich die Kinder als Osterweiber und ziehen mit buntem Kopftuch und Besenstiel durch die Straßen. Sie gehen mit einer leeren Kaffeekanne von Tür zu Tür, bitten um Süßigkeiten und verteilen als Belohnung selbstgemalte Osterbriefe. Denn der Legende nach fliegt die Osterhexe Påskkärring am Gründonnerstag auf ihren Hexenberg Blåkulla.

In Mexiko wir eine bunte Fiesta gefeiert

Wie ein buntes Volksfest kommt Ostern in Mexiko daher. Girlanden aus Krepp- und Toilettenpapier schmücken zwei Wochen lang die Straßen und die Menschen tanzen zu Flötenmusik und Getrommel, singen dabei fröhlich. Am Ostersamstag werden bunte Figuren aus Pappmaschee öffentlich verbrannt, womit der Sieg des Guten symbolisiert werden soll.

Egal wie wie Ihre ureigenen Osterbräuche aussehen, es ist doch immer wieder spannend, was andere Kulturen und Länder für Gewohnheiten pflegen. Vielleicht ist ja auch für Sie etwas zum Ausprobieren dabei?

Ihre

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weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Osterhase#Osterhase_international

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Körpersprache international

Viele Informationen vermitteln wir ohne sie auszusprechen. Schätzungen zufolge sind 65 bis hin zu 90 Prozent unserer zwischenmenschlichen Kommunikation nonverbaler Art und bergen jede Menge Möglichkeit für Missverständnisse und das bereits in der eigenen Kultur und im eigenen Land. Wenn dann noch hinzu kommt die Körpersprache Länder übergreifend und interkulturell richtig zu verstehen und zu deuten sind Fehlinterpretationen, falsche Signale und Missverständnisse vorprogrammiert

Die Kommunikation der Körpersprache basiert auf verschiedenen Elementen, dazu gehören die Körperhaltung, der Gesichtsausdruck, die Mimik und Gestik, aber auch der Klang der Stimme und die Nähe und Distanz, die wir zu unserem Gegenüber zulassen, aufbauen und einhalten. Häufig ist uns die große Aussagekraft, die hinter einem, auch und gerade kulturell geprägtem Verhalten und Ausdruck gar nicht bewusst. Dabei geht es um die verschiedensten Bereiche.

Nähe und Distanz:

Hier gibt es große kulturelle Unterschiede im Verhältnis von Körpernähe und Distanz. Wir Deutschen fühlen uns schnell unwohl, wenn jemand Fremdes zu nah an uns rückt. Im Aufzug oder in der Bahn schauen die meisten auf den Boden, aus den Fenstern oder auf das Smartphone, weil Augenkontakt zu befremdend und unbehaglich wäre. In lateinamerikanischen Ländern und im Orient ist die persönliche Komfortzone viel geringer. Lateinamerikaner haben viel mehr Körperkontakt. In islamischen Ländern wiederum gilt öffentlicher Körperkontakt, sogar das Händchenhalten von einem verheirateten Paar, als unangebracht.

Mit Handzeichen kann man für viel Ärger sorgen und ungewollt sogar Beleidigungen aussprechen:

Ein nach oben gestreckter Daumen in Deutschland signalisiert ganz klar, dass „alles super“ ist oder wir zeigen so die Zahl „eins“ an, in China wird so die „fünf“ gezählt und in Indonesien sind es sogar „sechs“ Zähler. In vielen anderen Ländern, wie zum Beispiel in Lateinamerika, Russland und Griechenland gilt der Daumen nach oben als rüde Beschimpfung.

Ein ebenfalls heikles Zeichen ist das sogenannte V(ictory)-Zeichen. Mit dem zum „V“ gestreckten Zeige- und Mittelfinger kann man in Deutschland auch gut zwei Bier bestellen. Unter anderem steht das V für Franzosen als Sieg. Dabei ist die Deutung als Zahl „zwei“ wie in den USA noch die Harmloseste. In England oder britisch geprägten Ländern, wie Australien, Malta oder Neuseeland entspricht die Geste nämlich einer obszönen Beleidigung. Ostasiaten dagegen verwenden die Geste oft auf Fotos oder Filmaufnahmen, um ein Lächeln zu unterstreichen und ihr Glück in diesem Moment zu signalisieren.

In arabischen Ländern und zum Teil auch in Asien gilt die linke Hand als unrein. Schüttelt man die Hände oder übergibt Gegenstände macht man das ausschließlich mit der rechten Hand. Nimmt man aber die Linke gilt dies als große Beleidigung.

Kopfbewegungen für „Ja“ und „Nein“

In vielen Ländern der Welt wird ein Kopfnicken als ein zustimmendes „ja“ verstanden. Nicht so in Indien, Pakistan und Bulgarien. Dort wiegt man den Kopf hin und her, um „ja“ zu sagen. In Äthiopien wirft man den Kopf sogar zurück, um eine Frage zu bejahen.

Die gleiche Geste, das Zurückwerfen des Kopf, bedeutet andernorts aber genau das Gegenteil: In arabischen Ländern, in der Türkei, in Griechenland und in Süditalien sagt man auf diese Weise „nein“. Und in Japan verneint man ein Angebot nicht durch ein Kopfschütteln, sondern indem man wie ein Scheibenwischer mit der Hand vor dem Gesicht wedelt.

Begrüßungen und Verabschiedungen

Das Händeschütteln ist in vielen Ländern ein gängiges nonverbales Begrüßungs- und Abschiedsritual. In einigen Kulturen ist es hingegen traditionell unüblich oder auf gleichgeschlechtliche Kontakte – insbesondere unter Männern – beschränkt.

Auch wenn sich, z.B. in China, das europäische Ritual des Händeschüttelns längst zum Standard entwickelt hat, gilt es direkten Augenkontakt zu vermeiden. Besser ist es, den Blick leicht nach unten zu senken oder am Gegenüber vorbei. Dies wird als Zeichen von Respekt und Ehrerbietung gewertet.

Einem Japaner sollte man zur Begrüßung allerdings nicht die Hand reichen. Denn das wird nicht als freundliche Geste gewertet, sondern als übergriffig.

In manch orientalischen Ländern sind Verbeugungen üblich. Und in Südostasien oder Indien werden die Handflächen gleichzeitig noch wie beim Beten zusammengelegt.

Sicher gibt es noch weit mehr Beispiele, dennoch zeigt die Auswahl oben sehr schön, dass auch unsere Körpersprache kulturabhängig ist und mit der Sprache gelernt wird. Bedeutungen werden sozial hervorgebracht und durch Situation, Zeit und Ort bestimmt. Sich mit Händen und Füssen zu verständigen ist zwar eine charmante Art der Kommunikation birgt aber auch das ein oder andere Fettnäpfchen. Nun aber mit Unsicherheit und Zweifel an die Kommunikation zu gehen hilft niemandem weiter, viel eher sind wohl Einfühlungsvermögen, Toleranz und eine gute Portion Neugier die besseren Berater.

In diesem Sinne – ein fester Händedruck, eine Verbeugung mit oder ohne Blickkontakt, Küsschen, Küsschen, und die Überreichung einer Visitenkarte!

Ihre

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Weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nonverbale_Kommunikation#Definitionen

https://de.wikipedia.org/wiki/Nonverbale_Kommunikation#Kulturelle_Unterschiede

Photo by Kristina Flour on Unsplash

Andere Länder andere Sitten – ein Vergleich vorweihnachtlicher Bräuche

Die Redewendung andere Länder andere Sitten macht sich nicht nur im interkulturellen Umgang mit Kollegen und Geschäftspartnern bemerkbar sonder auch und ganz besonders in der Weihnachtszeit. Während die Vorweihnachtszeit bei uns in Deutschland durch Adventskalender, Adventskränze und Christkindlmärkte geprägt ist, sehen die Traditionen in anderen Teilen der Welt ganz anders aus. Die schönsten und außergewöhnlichsten haben wir hier mal für Sie zusammengefasst:

In Norwegen und Estland werden Besen versteckt

Der Brauch des „Besenversteckens“ wurde schon vor Jahrhunderten geboren, als die Menschen noch glaubten, dass Hexen und böse Geister nach Besen suchten, um auf diesen von dannen reiten. Bis heute verstecken einige Menschen in Norwegen an Weihnachten ihre Besen, um zu verhindern, dass böse Hexen sie aufsuchen und ihr Unwesen treiben.

Auf Sizilien wird gepokert

Da im südlichsten Italien Geschenke immens wichtig sind, wird in der Adventszeit alles mögliche ausprobiert um das entsprechende Geld für deren Kauf zu verdienen. Das Mittel der Wahl heißt Glücksspiel. Die Adventszeit ist also auf Sizilien eine Zeit der Kartenspiele. Einmal in der Woche trifft sich die Familie um eine Runde „Weihnachtspoker“ zu spielen.

In Island kommen die Weihnachtskerle zu Besuch

Die Geschichte der Weihnachtskerle lässt sich auf alte nordische Mythen zurückführen. Ab dem 12. Dezember kommen die Weihnachtskerle einzeln aus den Bergen herunter und verteilen Geschenke. Brave Kinder, die ihr Schuhe am Abend vorher in die Fenster gestellt haben, bekommen Süßigkeiten und Leckeres, böse Kinder finden Kartoffeln und Möhren in den Schuhen. 13 Tage lang werden in Island also kleine Weihnachtsgeschenke verteilt, bis die Jólasveinar ab dem 26. Dezember bis zum 06. Januar wiederum einzeln zurück in ihre Höhle in den Bergen gehen.

In Polen wird gefastet

Während in Deutschland in der Adventszeit auf Weihnachtsmärkten geschlemmt wird, keine Feier ohne Plätzchen und Stollen auskommt, wird in Polen in den Wochen vor Weihnachten gefastet und dafür am Weihnachtsabend umso mehr geschlemmt und genascht.

In Mexiko wird sich als Maria und Josef verkleidet

Vom 16. Dezember bis zum Heiligabend werden in Mexiko die Posadas gefeiert. Bei einer Posada (zu deutsch Herberge) wird die Suche einer Unterkunft von Maria und Josef nachempfunden. Dabei verkleiden sich zwei Personen als Maria und Josef und klopfen an die Haustüren, um Einlass zu erbeten. Nach zweimaligem Abweisen, da die Herberge angeblich voll sei, werden sie und die anderen Gäste herein gelassen und die „fiesta mexicana“ kann beginnen. Der religiöse Aspekt wird dann schnell vergessen. Die Gastgeber der Posada tischen Speis und Trank auf, die Musik wird aufgedreht, es wird gesungen und getanzt. Am nächsten Tag wird die Posada von einer anderen Familie veranstaltet.

Egal wie wie Ihre ureigenen Weihnachtsbräuche aussehen, es ist doch immer wieder spannend, was andere Kulturen und Länder für Gewohnheiten pflegen. Vielleicht ist ja auch für Sie etwas zum Ausprobieren dabei?

Ihr arCanum Team

Weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten_weltweit

 

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