Andere Länder andere Sitten – Osterbräuche so kunterbunt wie die Eier selbst

Die Redewendung andere Länder andere Sitten macht sich nicht nur im interkulturellen Umgang mit Kollegen und Geschäftspartnern bemerkbar, sondern auch, oder sogar ganz besonders bei Sitten und Bräuchen zu Festtagen. Während wir in Deutschland zu Ostern an bunte Eier, Osterhasen, Osterlämmchen, duftende Hefezöpfe und kleine Osternester, gefüllt mit allerlei Leckereien aus Schokolade denken, sehen die Traditionen in anderen Teilen der Welt ganz anders aus. Osterbräuche so bunt wie die Eier selbstdie schönsten und außergewöhnlichsten haben wir hier mal für Sie zusammengefasst:

In Polen geht es feucht fröhlich zu

Am Ostermontag ist hier niemand vor einer kalten Wasserdusche sicher. Bei einer wilden Wasserschlacht wird mit Eimern, Wasserpistolen und Wasserbomben auf der Straße um sich gespritzt und jeder von oben bis unten nass gemacht. Dieser Jahrhunderte alte Osterbrauch basiert darauf, dass schon im Mittelalter Männer frühmorgens in die Häuser der schönsten Frauen eindrangen und die Auserwählte mit Wasser begossen. Wurde eine Frau verschont hieß das, keiner Interessierte sich für sie. Da wurde man als Frau lieber klatschnass, denn ein solches Lob tröstet schon mal über die durchnässte Kleidung hinweg.

In Bulgarien gibt‘s eine wilde Eierschlacht

Auch in Bulgarien spielen Ostereier eine große Rolle. Am Gründonnerstag werden die Eier gefärbt. Die Tradition besagt, dass das erste Ei rot bemalt werden muss, danach streicht die älteste Frau im Haushalt mit einem der roten Eier den Kindern über das Gesicht, was Gesundheit und Stärke bringen soll. Ansonsten sind die Bulgaren nicht zimperlich mit ihren Ostereiern: Nach der Messe am Ostersonntag beginnt eine wilde Schlacht, bei der nichts und niemand sicher ist, es werden Familienmitglieder, Freunde und Bekannte als auch Kirchenwände mit Ostereiern beworfen. Glücklich schätzen darf sich nicht nur derjenige den kein Ei trifft, sondern dessen Ei dabei unbeschädigt bleibt. Denn der soll im folgenden Jahr das erfolgreichste Familienmitglied sein.

In Italien wird geschlemmt

Klar, dass in „Bella Italia“ zu Ostern besonders Leckeres auf den Tisch kommt: Unersetzlich ist der Colomba Pasquale, ein süßer Mandelkuchen in Form einer Taube. Außerdem ist bei einigen Familien die Torta Rustica sehr beliebt, ein gefüllter herzhafter Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat den die ganze Familie beim gemeinsamen Ostertreffen genießt.

In Australien kommt das Beuteltier

Jedes Kind freut sich über den Osterhasen möchte man meinen, aber nicht so in Australien. Dort hat sich Meister Lampe nach seiner Einwanderung aus Europa zu einer solchen Plage entwickelt, dass einheimische Tierarten bedroht sind. Kurzerhand haben die Australier den Osterhasen durch ein anderes Tier ersetzt, nämlich dem Bilby. Dieser Bilby, ein Beuteltier, ist aus Plüsch und aus Schokolade zu haben – also ein Tier, dessen Existenz hierzulande den meisten nicht einmal bekannt ist. Er sieht unserem Osterhasen erstaunlich ähnlich und profitiert sogar von dem Hype, denn ein Teil des eingenommenen Geldes fließt in Tierschutzprojekte für die Rettung heimischer Tierarten.

In Schweden heißt es Süßes oder Saures – zumindest so ähnlich

Die Häuser werden mit bunten Federn und Birkenzweigen geschmückt. Am Gründonnerstag verkleiden sich die Kinder als Osterweiber und ziehen mit buntem Kopftuch und Besenstiel durch die Straßen. Sie gehen mit einer leeren Kaffeekanne von Tür zu Tür, bitten um Süßigkeiten und verteilen als Belohnung selbstgemalte Osterbriefe. Denn der Legende nach fliegt die Osterhexe Påskkärring am Gründonnerstag auf ihren Hexenberg Blåkulla.

In Mexiko wir eine bunte Fiesta gefeiert

Wie ein buntes Volksfest kommt Ostern in Mexiko daher. Girlanden aus Krepp- und Toilettenpapier schmücken zwei Wochen lang die Straßen und die Menschen tanzen zu Flötenmusik und Getrommel, singen dabei fröhlich. Am Ostersamstag werden bunte Figuren aus Pappmaschee öffentlich verbrannt, womit der Sieg des Guten symbolisiert werden soll.

Egal wie wie Ihre ureigenen Osterbräuche aussehen, es ist doch immer wieder spannend, was andere Kulturen und Länder für Gewohnheiten pflegen. Vielleicht ist ja auch für Sie etwas zum Ausprobieren dabei?

Ihre

arCanum Akademie

weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Osterhase#Osterhase_international

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Körpersprache international

Viele Informationen vermitteln wir ohne sie auszusprechen. Schätzungen zufolge sind 65 bis hin zu 90 Prozent unserer zwischenmenschlichen Kommunikation nonverbaler Art und bergen jede Menge Möglichkeit für Missverständnisse und das bereits in der eigenen Kultur und im eigenen Land. Wenn dann noch hinzu kommt die Körpersprache Länder übergreifend und interkulturell richtig zu verstehen und zu deuten sind Fehlinterpretationen, falsche Signale und Missverständnisse vorprogrammiert

Die Kommunikation der Körpersprache basiert auf verschiedenen Elementen, dazu gehören die Körperhaltung, der Gesichtsausdruck, die Mimik und Gestik, aber auch der Klang der Stimme und die Nähe und Distanz, die wir zu unserem Gegenüber zulassen, aufbauen und einhalten. Häufig ist uns die große Aussagekraft, die hinter einem, auch und gerade kulturell geprägtem Verhalten und Ausdruck gar nicht bewusst. Dabei geht es um die verschiedensten Bereiche.

Nähe und Distanz:

Hier gibt es große kulturelle Unterschiede im Verhältnis von Körpernähe und Distanz. Wir Deutschen fühlen uns schnell unwohl, wenn jemand Fremdes zu nah an uns rückt. Im Aufzug oder in der Bahn schauen die meisten auf den Boden, aus den Fenstern oder auf das Smartphone, weil Augenkontakt zu befremdend und unbehaglich wäre. In lateinamerikanischen Ländern und im Orient ist die persönliche Komfortzone viel geringer. Lateinamerikaner haben viel mehr Körperkontakt. In islamischen Ländern wiederum gilt öffentlicher Körperkontakt, sogar das Händchenhalten von einem verheirateten Paar, als unangebracht.

Mit Handzeichen kann man für viel Ärger sorgen und ungewollt sogar Beleidigungen aussprechen:

Ein nach oben gestreckter Daumen in Deutschland signalisiert ganz klar, dass „alles super“ ist oder wir zeigen so die Zahl „eins“ an, in China wird so die „fünf“ gezählt und in Indonesien sind es sogar „sechs“ Zähler. In vielen anderen Ländern, wie zum Beispiel in Lateinamerika, Russland und Griechenland gilt der Daumen nach oben als rüde Beschimpfung.

Ein ebenfalls heikles Zeichen ist das sogenannte V(ictory)-Zeichen. Mit dem zum „V“ gestreckten Zeige- und Mittelfinger kann man in Deutschland auch gut zwei Bier bestellen. Unter anderem steht das V für Franzosen als Sieg. Dabei ist die Deutung als Zahl „zwei“ wie in den USA noch die Harmloseste. In England oder britisch geprägten Ländern, wie Australien, Malta oder Neuseeland entspricht die Geste nämlich einer obszönen Beleidigung. Ostasiaten dagegen verwenden die Geste oft auf Fotos oder Filmaufnahmen, um ein Lächeln zu unterstreichen und ihr Glück in diesem Moment zu signalisieren.

In arabischen Ländern und zum Teil auch in Asien gilt die linke Hand als unrein. Schüttelt man die Hände oder übergibt Gegenstände macht man das ausschließlich mit der rechten Hand. Nimmt man aber die Linke gilt dies als große Beleidigung.

Kopfbewegungen für „Ja“ und „Nein“

In vielen Ländern der Welt wird ein Kopfnicken als ein zustimmendes „ja“ verstanden. Nicht so in Indien, Pakistan und Bulgarien. Dort wiegt man den Kopf hin und her, um „ja“ zu sagen. In Äthiopien wirft man den Kopf sogar zurück, um eine Frage zu bejahen.

Die gleiche Geste, das Zurückwerfen des Kopf, bedeutet andernorts aber genau das Gegenteil: In arabischen Ländern, in der Türkei, in Griechenland und in Süditalien sagt man auf diese Weise „nein“. Und in Japan verneint man ein Angebot nicht durch ein Kopfschütteln, sondern indem man wie ein Scheibenwischer mit der Hand vor dem Gesicht wedelt.

Begrüßungen und Verabschiedungen

Das Händeschütteln ist in vielen Ländern ein gängiges nonverbales Begrüßungs- und Abschiedsritual. In einigen Kulturen ist es hingegen traditionell unüblich oder auf gleichgeschlechtliche Kontakte – insbesondere unter Männern – beschränkt.

Auch wenn sich, z.B. in China, das europäische Ritual des Händeschüttelns längst zum Standard entwickelt hat, gilt es direkten Augenkontakt zu vermeiden. Besser ist es, den Blick leicht nach unten zu senken oder am Gegenüber vorbei. Dies wird als Zeichen von Respekt und Ehrerbietung gewertet.

Einem Japaner sollte man zur Begrüßung allerdings nicht die Hand reichen. Denn das wird nicht als freundliche Geste gewertet, sondern als übergriffig.

In manch orientalischen Ländern sind Verbeugungen üblich. Und in Südostasien oder Indien werden die Handflächen gleichzeitig noch wie beim Beten zusammengelegt.

Sicher gibt es noch weit mehr Beispiele, dennoch zeigt die Auswahl oben sehr schön, dass auch unsere Körpersprache kulturabhängig ist und mit der Sprache gelernt wird. Bedeutungen werden sozial hervorgebracht und durch Situation, Zeit und Ort bestimmt. Sich mit Händen und Füssen zu verständigen ist zwar eine charmante Art der Kommunikation birgt aber auch das ein oder andere Fettnäpfchen. Nun aber mit Unsicherheit und Zweifel an die Kommunikation zu gehen hilft niemandem weiter, viel eher sind wohl Einfühlungsvermögen, Toleranz und eine gute Portion Neugier die besseren Berater.

In diesem Sinne – ein fester Händedruck, eine Verbeugung mit oder ohne Blickkontakt, Küsschen, Küsschen, und die Überreichung einer Visitenkarte!

Ihre

arCanum Akademie

Weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nonverbale_Kommunikation#Definitionen

https://de.wikipedia.org/wiki/Nonverbale_Kommunikation#Kulturelle_Unterschiede

Photo by Kristina Flour on Unsplash

Andere Länder andere Sitten – ein Vergleich vorweihnachtlicher Bräuche

Die Redewendung andere Länder andere Sitten macht sich nicht nur im interkulturellen Umgang mit Kollegen und Geschäftspartnern bemerkbar sonder auch und ganz besonders in der Weihnachtszeit. Während die Vorweihnachtszeit bei uns in Deutschland durch Adventskalender, Adventskränze und Christkindlmärkte geprägt ist, sehen die Traditionen in anderen Teilen der Welt ganz anders aus. Die schönsten und außergewöhnlichsten haben wir hier mal für Sie zusammengefasst:

In Norwegen und Estland werden Besen versteckt

Der Brauch des „Besenversteckens“ wurde schon vor Jahrhunderten geboren, als die Menschen noch glaubten, dass Hexen und böse Geister nach Besen suchten, um auf diesen von dannen reiten. Bis heute verstecken einige Menschen in Norwegen an Weihnachten ihre Besen, um zu verhindern, dass böse Hexen sie aufsuchen und ihr Unwesen treiben.

Auf Sizilien wird gepokert

Da im südlichsten Italien Geschenke immens wichtig sind, wird in der Adventszeit alles mögliche ausprobiert um das entsprechende Geld für deren Kauf zu verdienen. Das Mittel der Wahl heißt Glücksspiel. Die Adventszeit ist also auf Sizilien eine Zeit der Kartenspiele. Einmal in der Woche trifft sich die Familie um eine Runde „Weihnachtspoker“ zu spielen.

In Island kommen die Weihnachtskerle zu Besuch

Die Geschichte der Weihnachtskerle lässt sich auf alte nordische Mythen zurückführen. Ab dem 12. Dezember kommen die Weihnachtskerle einzeln aus den Bergen herunter und verteilen Geschenke. Brave Kinder, die ihr Schuhe am Abend vorher in die Fenster gestellt haben, bekommen Süßigkeiten und Leckeres, böse Kinder finden Kartoffeln und Möhren in den Schuhen. 13 Tage lang werden in Island also kleine Weihnachtsgeschenke verteilt, bis die Jólasveinar ab dem 26. Dezember bis zum 06. Januar wiederum einzeln zurück in ihre Höhle in den Bergen gehen.

In Polen wird gefastet

Während in Deutschland in der Adventszeit auf Weihnachtsmärkten geschlemmt wird, keine Feier ohne Plätzchen und Stollen auskommt, wird in Polen in den Wochen vor Weihnachten gefastet und dafür am Weihnachtsabend umso mehr geschlemmt und genascht.

In Mexiko wird sich als Maria und Josef verkleidet

Vom 16. Dezember bis zum Heiligabend werden in Mexiko die Posadas gefeiert. Bei einer Posada (zu deutsch Herberge) wird die Suche einer Unterkunft von Maria und Josef nachempfunden. Dabei verkleiden sich zwei Personen als Maria und Josef und klopfen an die Haustüren, um Einlass zu erbeten. Nach zweimaligem Abweisen, da die Herberge angeblich voll sei, werden sie und die anderen Gäste herein gelassen und die „fiesta mexicana“ kann beginnen. Der religiöse Aspekt wird dann schnell vergessen. Die Gastgeber der Posada tischen Speis und Trank auf, die Musik wird aufgedreht, es wird gesungen und getanzt. Am nächsten Tag wird die Posada von einer anderen Familie veranstaltet.

Egal wie wie Ihre ureigenen Weihnachtsbräuche aussehen, es ist doch immer wieder spannend, was andere Kulturen und Länder für Gewohnheiten pflegen. Vielleicht ist ja auch für Sie etwas zum Ausprobieren dabei?

Ihr arCanum Team

Weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten_weltweit

 

Photo by Yeshi Kangrang on Unsplash

 

 

 

 

 

 

Grüße zum Jahreswechsel

Es ist die Zeit zwischen den Jahren. Eine ganz besondere Zeit, denn das alte Jahr ist noch nicht vorbei, hat man doch gerade erst Weihnachten gefeiert und es sich gut gehen lassen, doch das neue Jahr klopft schon leise an.

Zwischen den Jahren ist Zeit zu reflektieren, zu danken und in Erinnerungen der letzten 12 Monate zu schwelgen. Zwischen den Jahren heißt aber auch, Pläne schmieden, sich Vorsätze nehmen, alles auf das neue Jahr auszurichten, das wie ein unbeschriebenes Blatt vor uns liegt.

In diesem Sinne, wünsche wir von der arCanum Akademie, Ihnen und Ihren Lieben eine schöne Zeit zwischen den Jahren. Wir bedanken uns für das vergangene Jahr mit unseren Kunden und freuen uns gemeinsam mit Ihnen im neuen Jahr Pläne zu realisieren, Ziele zu erreichen und Erfolge zu feiern.

Kommen Sie gut in das neue Jahr!

Ihr arCanum Team

 

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