Redewendungen machen Sprachen bunt aber auch schwierig zu lernen

Redewendungen machen unsere Sprache bildhafter, bunter und lebendiger und häufig zeichnen sie Bilder, die, wenn man sie wortwörtlich nehmen würde, doch etwas schräg daherkommen. Fast täglich nutzen wir Formulierungen, wie „Tomaten auf den Augen haben“, „jemandem auf der Nase herumtanzen“ oder „auf der Leitung stehen“. Woher kommen denn diese Phrasen? Was wollen sie uns sagen? Gibt es einen Unterschied zu Sprichwörtern und gibt es ein und dieselben Redewendungen auch in anderen Sprachen? Das alles wollen wir in unserer neuen Blog-Reihe mal genauer unter die Lupe nehmen.

Zunächst einmal ein Blick auf die Wissenschaft:

Der wissenschaftliche Begriff für Redewendungen ist Phraseologismus oder Idiom. Redewendungen stehen aufgrund ihrer Gesamtbedeutung in einer festen Wortverbindung zueinander, sind aber dennoch nicht an eine feste Satzform gebunden. Diese Wortverbindung ist ein besonderer Fall der Kollokation. Kollokation ist ein linguistisches Phänomen und ein Überbegriff dafür, wenn Worte häufig zusammen mit bestimmten anderen Worten auftreten (z.B. ein Ziel erreichen/setzen/verfolgen). Im Fall von Redewendungen sind diese Worte festgelegt (z.B. den Gürtel enger schnallen).

Der Unterschied zwischen Redewendung und Sprichwort

Die Begriffe „Sprichwort“ und „Redewendung“ werden oft gleichbedeutend verwendet. Dabei unterscheiden sie sich maßgeblich im Sprachgebrauch. Sprichwörter enthalten meist Weisheiten, sei es in Form von Lebensregeln, Erfahrungen oder Warnungen. Im täglichen Sprachgebrauch passen sie oft nur in einen ganz bestimmten Zusammenhang, manchmal reimen sie sich auch. Bei Sprichwörtern handelt es sich immer um feste Satzgefüge, die nicht in Teilen oder in einer anderen Wortreihenfolge funktionieren.

Redewendungen hingegen sind Sinnbilder, bildhafte Wendungen, die man noch heute benutzt, manchmal ohne den tieferen Sinn dahinter zu kennen oder zu hinterfragen. Die Bestandteile von Redensarten sind im Gegensatz zu Sprichwörtern viel flexibler, sie ergeben keinen vollständigen Satz und können (und müssen) dem entsprechenden Satzzusammenhang angepasst werden. Der Sinn einer Redensart ist bildhaft, daher nicht immer eindeutig, besonders Nicht-Muttersprachler haben häufig Schwierigkeiten, die Bedeutung eines solchen Sprachbildes zu verstehen.

Dass die beiden Begriffe oft synonym verwendet werden, liegt daran, dass die Grenzen manchmal verschwimmen und sich einige Redewendungen im Laufe der Zeit durch den Gebrauch in einer bestimmten Satzform zu Sprichwörtern entwickelt haben (z.B. „Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.“)

Und woher kommen sie nun diese Redewendungen?

Heute möchten wir mal 5 deutsche Redewendungen genauer betrachten.

1. „ein Brett vor dem Kopf haben“ – alle deutschsprachigen Leser wissen, das heißt soviel wie nichts verstehen, begriffsstutzig sein oder auch etwas eigentlich Offensichtliches nicht erkennen/sehen. Die Herkunft dieser Redensart ist auf die Landwirtschaft zurück zu führen. Denn im Mittelalter wurden den Ochsen ein Brett oder ein Stück Holz vor die Augen gebunden, dass sie weniger scheuten, weniger störrisch waren und man sie leichter führen konnte. So haben sie buchstäblich nichts gesehen. Weil der Ochse ohnehin das Sinnbild des Dummen ist, könnte sich die Vorstellung entwickelt haben das Brett behindert das Denken.

2. „das kommt mir spanisch vor“ – auch hier wissen Muttersprachler sofort, dass es nichts mit Paella, Flamenco oder Tapas zu tun hat, sondern etwas merkwürdig, fremd und nicht stimmig ist. Diese Redensart kommt wohl aus dem 16. Jahrhundert. Als im Jahr 1519 der spanische Kaiser Karl V. gekrönt wurde, führte dieser zu Hofe spanische Sitten ein. Ganz nach dem Motto „was der Bauer nicht kennt….“, war alles neu und fremd und kam den Deutschen spanisch vor. Den Spaniern kommt so etwas übrigens chinesisch vor: „Esto me suena a chino“.

3. „mit jemandem Pferde stehlen können“ – wenn nun der ein oder andere Deutschlerner denkt oh, oh, hier geht‘s aber kriminell zu, weit gefehlt! Diese Phrase steht für gute Freunde, auf die man sich 100% verlassen kann und mit denen man vielleicht auch mal etwas Verrücktes machen kann. Der Ausdrück rührt aus dem 17 Jahrhundert, damals wurden Pferde als kostbarer Besitz und wertvolle (Arbeits-)Tiere streng bewacht und Pferdediebe sehr hart bestraft. Wollte man also damals Pferde stehlen, brauchte man eine treuen und mutigen Freund, auf den man sich absolut verlassen konnte.

4. „kein Blatt vor den Mund nehmen“ – heißt soviel wie, man spricht unbeschönigt aus, was man denkt, ist offen und direkt. Dieser Ausdruck geht auf eine frühere Theatersitte zurück, bei der sich die Schauspieler ein Blatt wie eine Maske vor die untere Gesichtshälfte hielten und konnten somit Dinge sagen ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden.

5. „Daumen drücken“ – wir Deutschen wissen, das heißt viel Glück. In England allerdings drückt man nicht die Daumen für‘s Glück sondern kreuzt die Finger, also schon wieder eine Fehlerquelle für Nicht-Muttersprachler. Aber warum drücken wir denn nun die Daumen? Ein alter germanischer Volksglaube besagt, dass der Daumen der Glücksfinger ist. Er soll eine übernatürliche Kraft haben und damit auch vor bösen Träumen schützen können. Der Daumen ist in diesem Fall auch ein Symbol für einen Kobold: Wird er von den übrigen Fingern fest gehalten, kann er demjenigen, dem die Daumen gedrückt werden, nichts mehr anhaben.

Auch mit dem Blogartikel der nächste Woche folgen wird bleiben wir am Ball und werden dann mal genauer betrachten, ob und wie man Redewendungen in Fremdsprachen anwendet.

Ihre

arCanum Akademie

Weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Redewendung

https://www.redensarten-index.de/suche.php

https://de.wikipedia.org/wiki/Kollokation

Du bist wie du sprichst oder wie die Sprache Entscheidungen beeinflusst!

Sprache hat einen verblüffenden Einfluss auf das Denken. Andere können uns durch Worte subtil manipulieren, unsere Muttersprache soll beeinflussen wie wir die Welt sehen und in einer Fremdsprache sollen Probleme anders wahrgenommen und gelöst werden als in der eigenen Sprache.

Wissenschaftler der University of Chicago Booth School of Business haben herausgefunden, dass Menschen rationalere Entscheidungen treffen, wenn sie in einer Fremdsprache über ein Problem nachdenken. Sie sagen auch, dass Menschen, die in einer anderen als ihrer Muttersprache denken, mit einer größeren Wahrscheinlichkeit die für sie günstigeren Entscheidungen treffen, häufiger auch mal ein Risiko eingehen und sich seltener von ihrer Angst leiten lassen.

Boaz Keysar, führender Kommunikationsexperte und Psychologe, in dem Aufsatz „The Foreign Language Effect: Thinking in a Foreign Tongue Reduces Decision Biases“ (zu Deutsch: Der Fremdspracheneffekt: Denken in der Fremdsprache vermindert unausgewogene Entscheidungen) schreibt: „Eine Fremdsprache erzeugt einen Distanzierungsmechanismus, der Menschen von einer unmittelbar intuitiven hin zu einer bewussteren Denkweise führt“.

In einem der aussagekräftigsten Experimente testeten die Forscher die Risikofreudigkeit bzw. der Einfluss der Mutter- wie Fremdsprache auf riskante oder weniger  risikoreiche Entscheidungen bei Wetten. Getestet wurden englische Muttersprachler mit Spanischkenntnissen, um herauszufinden, wie die Angst vor Verlusten ihre Entscheidungsfindung beeinflusst. Untersucht wurde, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Studenten, je nach Sprache, in der sie sich ihre Chancen errechnen, attraktive Wetten annehmen oder eben nicht.

Jeder Teilnehmer erhielt 15 Dollar, der jeweilige Wetteinsatz lag bei 1 Dollar pro Wette. Sie konnten den Dollar entweder behalten oder ihn für die Möglichkeit, weitere 1,50 Dollar bei einem gewonnenen Münzwurf zu erhalten, einsetzen. In jeder Runde konnten sie folglich 2,50 Dollar verdienen, wenn sie den Münzwurf gewannen oder bei einem verlorenen Wurf gar nichts bekommen. Bei Einsatz von 15 Mal hätten die Studenten statistisch gesehen auf jeden Fall Gewinn gemacht.

Es zeigte sich aber, dass die Studenten bei der Durchführung des Experimentes auf ihrer Muttersprache Englisch zu kurzsichtig dachten. Die Studenten, die sich in englischer Sprache mit dem Problem beschäftigten, konzentrierten sich auf ihre Angst, jeden einzelnen Einsatz zu verlieren und wetteten nur in 54 Prozent der Fälle. Die Studenten, die den Versuch jedoch auf Spanisch durchführten, wetteten in 71 Prozent aller Fälle.

Die Forscher der Studie erklären diesen Unterschied dadurch, dass in der Fremdsprache weniger Emotionen hervorgerufen werden als in der Muttersprache und eine größere Distanz zur Entscheidung herrscht.

Wenn wir in einer Fremdsprache Entscheidungen treffen, lassen wir uns also weniger von unseren Gefühlen mitreißen, aber nicht nur das, wir denken auch logischer und systematischer. Denken wir in einer Fremdsprache, sind wir weniger anfällig für kognitive Verzerrungen und schätzen Gewinnchancen und Risiken besser ein, was wiederum zu besseren Entscheidungen und höheren Erträgen bzw. geringeren Verlusten führt.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass dieses Ergebnis positive Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung in der Wirtschaft oder in privaten Finanzfragen haben könnten. Personen, die regelmäßig Entscheidungen in einer Fremdsprache treffen, könnten objektiver in Bezug auf ihre Ersparnisse, Investitionen und Renten urteilen, da sie weniger empfänglich für kurzsichtige Verlustaversion sind.

Vielleicht sollten Sie also nun einen Fremdsprachenkurs belegen, um (noch) bessere finanzielle Entscheidungen treffen zu können, ist doch eine Überlegung wert! Wir unterstützen Sie sehr gerne dabei 🙂

Ihre

arCanum Akademie

Weiterführende Links:

https://en.wikipedia.org/wiki/Boaz_Keysar

https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0956797611432178

Photo by Ibrahim Rifath on Unsplash

Inspirationen zum Jahresende

Wir sind mittendrin in der Weihnachtszeit und damit naht auch das Jahresende. Für uns alle eine ganz besondere Zeit, denn das alte Jahr ist noch nicht vorbei, das neue Jahr klopft schon leise an.

Das Jahresende ist wunderbar geeignet, um die vergangenen 12 Monate Revue passieren zu lassen, zu danken und zu reflektieren, Pläne zu schmieden, Vorsätze zu fassen, alles auf das neue Jahr auszurichten, das noch wie ein unbeschriebenes Blatt vor uns liegt. Machen wir was draus!

Wir von der arCanum Akademie wünschen Ihnen und Ihren Lieben schöne Weihnachten, ruhige und erholsame Tage, um neue Kraft zu schöpfen und einen guten Start in ein erfüllendes neues Jahr 2019!

Wir bedanken uns für das vergangene Jahr mit unseren Kunden und freuen uns gemeinsam mit Ihnen im neuen Jahr Pläne zu realisieren, Ziele zu erreichen und Erfolge zu feiern.

Rutschen Sie gut rein!

Ihr arCanum Team

 

Photo by Benjamin Voros on Unsplash

Andere Länder andere Sitten – ein Vergleich vorweihnachtlicher Bräuche

Die Redewendung andere Länder andere Sitten macht sich nicht nur im interkulturellen Umgang mit Kollegen und Geschäftspartnern bemerkbar sonder auch und ganz besonders in der Weihnachtszeit. Während die Vorweihnachtszeit bei uns in Deutschland durch Adventskalender, Adventskränze und Christkindlmärkte geprägt ist, sehen die Traditionen in anderen Teilen der Welt ganz anders aus. Die schönsten und außergewöhnlichsten haben wir hier mal für Sie zusammengefasst:

In Norwegen und Estland werden Besen versteckt

Der Brauch des „Besenversteckens“ wurde schon vor Jahrhunderten geboren, als die Menschen noch glaubten, dass Hexen und böse Geister nach Besen suchten, um auf diesen von dannen reiten. Bis heute verstecken einige Menschen in Norwegen an Weihnachten ihre Besen, um zu verhindern, dass böse Hexen sie aufsuchen und ihr Unwesen treiben.

Auf Sizilien wird gepokert

Da im südlichsten Italien Geschenke immens wichtig sind, wird in der Adventszeit alles mögliche ausprobiert um das entsprechende Geld für deren Kauf zu verdienen. Das Mittel der Wahl heißt Glücksspiel. Die Adventszeit ist also auf Sizilien eine Zeit der Kartenspiele. Einmal in der Woche trifft sich die Familie um eine Runde „Weihnachtspoker“ zu spielen.

In Island kommen die Weihnachtskerle zu Besuch

Die Geschichte der Weihnachtskerle lässt sich auf alte nordische Mythen zurückführen. Ab dem 12. Dezember kommen die Weihnachtskerle einzeln aus den Bergen herunter und verteilen Geschenke. Brave Kinder, die ihr Schuhe am Abend vorher in die Fenster gestellt haben, bekommen Süßigkeiten und Leckeres, böse Kinder finden Kartoffeln und Möhren in den Schuhen. 13 Tage lang werden in Island also kleine Weihnachtsgeschenke verteilt, bis die Jólasveinar ab dem 26. Dezember bis zum 06. Januar wiederum einzeln zurück in ihre Höhle in den Bergen gehen.

In Polen wird gefastet

Während in Deutschland in der Adventszeit auf Weihnachtsmärkten geschlemmt wird, keine Feier ohne Plätzchen und Stollen auskommt, wird in Polen in den Wochen vor Weihnachten gefastet und dafür am Weihnachtsabend umso mehr geschlemmt und genascht.

In Mexiko wird sich als Maria und Josef verkleidet

Vom 16. Dezember bis zum Heiligabend werden in Mexiko die Posadas gefeiert. Bei einer Posada (zu deutsch Herberge) wird die Suche einer Unterkunft von Maria und Josef nachempfunden. Dabei verkleiden sich zwei Personen als Maria und Josef und klopfen an die Haustüren, um Einlass zu erbeten. Nach zweimaligem Abweisen, da die Herberge angeblich voll sei, werden sie und die anderen Gäste herein gelassen und die „fiesta mexicana“ kann beginnen. Der religiöse Aspekt wird dann schnell vergessen. Die Gastgeber der Posada tischen Speis und Trank auf, die Musik wird aufgedreht, es wird gesungen und getanzt. Am nächsten Tag wird die Posada von einer anderen Familie veranstaltet.

Egal wie wie Ihre ureigenen Weihnachtsbräuche aussehen, es ist doch immer wieder spannend, was andere Kulturen und Länder für Gewohnheiten pflegen. Vielleicht ist ja auch für Sie etwas zum Ausprobieren dabei?

Ihr arCanum Team

Weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten_weltweit

 

Photo by Yeshi Kangrang on Unsplash

 

 

 

 

 

 

Eindrücke zum Neuro-Learning Forum: „Mit Begeisterung zur Hochleistung“

Letzte Woche hat bei uns in der arCanum Akademie das Neuro-Learning Forum stattgefunden. Das Thema war: „Mit Begeisterung zu Hochleistung“.
In einem kurzweiligen Vortrag hat Dr. Sebastian Spörer unseren Gästen, alles Mitarbeiter aus den Personalabteilungen internationaler Firmen, aufgezeigt, wie aus neurobiologischer Sicht unsere Ernährung, unsere Leitungsfähigkeit und Motivation beeinflussen.
Wir haben Ihnen im Folgenden die wichtigsten Fakten und Tipps zusammen gefasst.

1 Fakt und Tipp
Ganz ursprünglich ist unser Körper nicht darauf eingestellt regelmäßig Nahrung aufzunehmen. Das heißt, jede Zelle hat einen Schalter zwischen Mangel und Wachstum und es ist durchaus gesund, gut und wünschenswert den Schalter in unserer Zelle auch mal auf „Mangel“ zu stellen. Nur im Mangelzustand verbrennt der Körper Fett und wird dazu angeregt zu arbeiten. Eine Möglichkeit dem Körper in einen Mangelzustand zu versetzen ist beispielsweise das Intervallfasten. So empfiehlt Dr. Sebastian Spörer einmal wöchentlich einen Fastentag mit 14-16 Stunden zwischen den Mahlzeiten einzulegen.

2 Fakt und Tipp
Im zweiten Punkt regt er an, dass jede Nahrung den Körper ein wenig entzündet. Natürlich die Schnitzelsemmel mehr, als die Mango und rät dazu, weniger entzündliche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Jeder solle für sich selbst herauszufinden, welche Lebensmittel für den einzelnen besser verträglich sind und welche nicht. Hierbei gibt es nämlich sehr individuelle Unterschiede speziell bei Gluten, Milch und Soja. Um zu testen, was einem gut und weniger gut tut, kann man einfach zwei Wochen lang diese Zutaten weglassen.
Wenn Sie sich nach dem Essen müde und schlapp fühlen und so gar keine Lust und Motivation haben weiterzuarbeiten, liegt das möglicherweise an dem, was Sie gegessen haben. Denn wie gesagt jedes Essen löst eine Entzündung im Körper aus und macht sich dann durch Trägheit und Müdigkeit bemerkbar. Vielleicht habe Sie gerade etwas zu sich genommen, das Sie nicht ganz so gut vertragen – übrigens Kurkuma und Fischöl soll entzündungshemmend wirken.

3 Fakt und Tipp
Um leistungsfähig durchs Leben zu gehen brauchen wir ein intaktes Immunsystem, denn bei einer Erkrankung zieht dieses massiv Energie. Um das Immunsystem gesund und bei Laune zu halten sollten wir „Trigger“ wie entzündliche Ernährung, Stress, Schlafmangel und Übergewicht vermeiden. Natürlich kippt das nicht sofort, wenn wir mal 3 Stunden zu wenig schlafen und einen Hamburger essen. Wenn wir aber regelmäßig zu wenig Schlaf bekommen und uns ungesund ernähren kann das früher oder später zu ernsthaften Erkrankungen führen.

4 Fakt und Tipp
Abschließend hat Dr. Spörer noch den Zusammenhang zwischen Ernährung und unserer Hirnleistung beleuchtet. Und wer hätte das gedacht, die meisten Kalorien benötigt das Gehirn. Um beim Arbeiten, Denken, Sport oder Spazierengehen keine Energiekrise im Kopf zu erleben, braucht der Mensch Zucker und Sauerstoff. Zucker, genauer Glukose, ist der wichtigste Energielieferant für die grauen Zellen im Gehirn, sozusagen das „Superbenzin“ für ihre Arbeit. Um mit der aufgenommen Glukose gut zu haushalten empfiehlt der Experte:
– Single Tasking zu trainieren denn Multi-Tasking kostet viel Energie
– Schaffen Sie Routinen, die Ihnen leicht von der Hand gehen, das spart den Glukoseverbrauch
– Verbannen Sie alle Ablenkungen aus der Sichtweite, denn jede Impulskontrolle kostet Glukose
– Legen Sie Tätigkeiten, die Sie besonders anstrengend finden in die glukosereichste Zeit
– Notieren Sie alles schriftlich, sonst brauchen Sie Glukose

Trotz der begrenzten Zeit des Vortrags von 60 Minuten sind wir sicher, dass Dr. Spörer auch diesmal wieder interessante Impulse und nützliche Ideen vermitteln konnte und bedanken uns für einen spannenden Abend. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt, das Neuro-Learning Forum ist eröffnet.

Ihr
arCanum Team

weiterführenden Links:

Training

Experten der Neurowissenschaften laden ein zum Neuro-Learning Forum 2018

Mit Begeisterung zur Hochleistung – die wichtigsten Punkte aus der Neuro-Biologie und Ernährung um Motivation und Leistungsfähigkeit zu steigern

Am 07.11.2018 findet der zweite Vortrag der erfolgreichen Veranstaltungsreihe Neuro-Learning Forum 2018 statt, die Veranstaltung richtet sich an alle Personalmanager und HR Interessierte.

Sebastian Fink, Geschäftsführer der arCanum Akademie (www.arcanum.de) und Dr. Sebastian Spörer, Geschäftsführer der Neuro Pioneers Training & Consulting GmbH (www.neuro-pioneers.com) werden ab 18:00 Uhr in den Räumlichkeiten der arCanum Akademie München in einem kurzweiligen und informativen Vortrag das Geheimnis der Leistungsfähigkeit beleuchten. Dr. Spörer zeigt auf, wie Sie aus neurobiologischer Sicht veränderungsbereiter, fitter und führungsstärker werden. Er gibt Beispiele, für die Verbindung zwischen wirtschaftlichem Erfolg und der Neuro-Wissenschaft und Impulse für eine moderne Personalentwicklung, so dass beide Seiten – Arbeitgeber wie Arbeitnehmer – profitieren.

Einladungskarte

Details zur Veranstaltung:

Datum: 07. November 2018

Ort: arCanum Akademie GmbH, Emil-Riedel-Str. 5, 80538 München

Einlass: 18:00 Uhr

Beginn: 18:30 Uhr

Ende der Vorträge und Zeit für Gespräche: 20:00 Uhr

Preis: 99,00 € zzgl. MwSt. pro Person inkl. Getränke und Catering

Um verbindliche Anmeldung unter service@arcanum.de wird gebeten.

Ihre

arCanum Akademie

Aufschieberitis adé!

Eigentlich wollen wir es nicht, aber viele tun es mal mehr und mal weniger – Dinge aufschieben! Da werden Pflichten und Aufgaben nicht erfüllt, Entscheidungen nicht getroffen und Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt. Sport wird immer wieder auf morgen verschoben, die Fremdsprache die man lernen möchte wird gar nicht erst begonnen und lästige Pflichten gar komplett in die letzte Ecke verbannt. Dabei rät schon der Volksmund „was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“.

Die Volkskrankheit Aufschieberitis kann viele auch individuelle Gründe haben. Mancher glaubt vielleicht, er ist nicht in der Lage die Aufgabe zu bewältigen, ein anderer zögert, weil er Angst hat zu Scheitern und beim Nächsten ist es gar nicht das eigene Ziel, sondern nur eine Erwartungshaltung anderer. Manchmal ist aber auch einfach das Wetter viel zu schön…

Gut, wenn man da die Cliffhanger Methode kennt und sich diese zu nutze macht. Cliffhanger ist englisch und bedeutet wörtlich übersetzt „Klippenhänger“. Cliffhanger ist ein Begriff aus dem Fernsehen. Es ist eine kurze spannende Szene aus der nächsten Fortsetzungsfolge einer Serie, um so die Zuschauer zu veranlassen, sich auch die kommende Folge anzusehen.

Der erste Schritt ist wie so oft der schwerste, denn der Beginn einer jeden Tätigkeit stellt eine gewisse Hürde dar und da bleibt nur eins: just do it – einfach anfangen!

Und genau dabei hilft Ihnen die Cliffhanger-Methode. Denn anstatt nur anzufangen, wenn Sie genug Zeit, Muse und Motivation gesammelt haben starten Sie einfach in kleinen Schritten und homöopathischen Dosen, kurze Szenen, wie dieser Ciffhanger eben.

Das hat nicht nur den Vorteil, dass Sie auch kleinere Zeitfenster nutzen, Stück für Stück voran kommen und kleine Erfolge schneller spüren, so machen Sie sich auch die Arbeitsweise unseres Gehirns zu nutze. Dieses wiederum folgt nämlich dem Zeigarnik-Effekt, der besagt, dass man sich an unterbrochene, unerledigte Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene und bereits erledigte Aufgaben.

Ist das nicht ein tolle Erkenntnis? Das heißt, um die Aufschieberitis zu kurieren ist es nur der erste Schritt der gemacht werden muss. Zwar ist der erste Schritt der Schwerste, wenn der aber getan ist, unterstützt uns unser Gehirn weiterzumachen solange die Aufgabe nicht abgeschlossen ist. Bildlich gesprochen: etwas unvollendet im Kopf zu haben ist wie in einer Felswand zu hängen, wir können einfach nicht loslassen!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen beherzten ersten Schritt bei all Ihren kleinen und großen Vorhaben.

Ihr

arCanum Team

Links:

https://de.wiktionary.org/wiki/Cliffhanger

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeigarnik-Effekt

Photo by Tommy Lisbin on Unsplash

Hitze oder auch die Langsamkeit des Denkens

Auch wenn die Temperaturen sich nun langsam wieder an die eines normalen deutschen Sommers anpassen und uns eine Verschnaufpause gönnen, waren die letzten Wochen unter dem Motto „36 Grad und es wird noch heißer“ für viele eine Herausforderung.
Die Hitze macht nicht nur Älteren und Kranken zu schaffen, einer US-Studie zufolge wird auch das Gehirn von jungen und gesunden Menschen weniger leistungsfähig – lernen, arbeiten und sich konzentrieren wird bei Hitze immer schwerer.
Joseph Allen, Co-Direktor der Gesundheitsforschung an der Harvard University, hat die Leistungsfähigkeit amerikanischer Studenten untersucht. Die eine Hälfte der Studenten wohnte in Wohnungen mit Klimaanlage, die andere Hälfte lebte ohne Kühlung und die Zimmer heizten sich auf eine Durchschnittstemperatur von über 26 Grad auf.
Während der Studie mussten die Probanden morgens direkt nach dem Aufwachen zwei kurze Tests machen, einen mit Wörtern und einen mit Zahlen. Eindeutig zu erkennen war, dass die Studenten in den aufgeheizten Wohnungen eine wesentlich längere Reaktionszeit hatten als jene, die bei kühleren Temperaturen geschlafen hatten. Die „Hitzköpfe“ brauchten ganze 13 Prozent länger für einfache Sprach- und Rechenaufgaben und machten dazu noch auffällig viele Fehler.

Warum verlangsamt sich aber das Denken und das Lernen bei großer Hitze?
Wissenschaftler denken es liegt am Salzverlust des Körpers. Wenn wir schwitzen verliert der Körper jede Menge Salze und Mineralstoffe, die für die Gehirnfunktion unentbehrlich sind. Unsere Reaktionen werden langsamer und wir sind müder und unsere Hirntätigkeit wird träger.

Und was kann man dagegen tun?
Um während Hitzewellen leistungsfähig zu bleiben, empfehlen die Experten: Ausreichend trinken, auf schwere Mahlzeiten verzichten und die Arbeits- und Lernphasen, in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen. Wenn irgendmöglich gönnen sie sich doch einfach mal eine Arbeits- und Lernpause – denn 35 Grad am Schreibtisch und 35 Grad am Strand sind zwei völlig unterschiedliche Temperaturen…

Ihr arCanum Team

 

Photo by Sharon McCutcheon on Unsplash

Erreichbarkeit im Urlaub – Sendepause oder nicht?

Endlich! Urlaubszeit! Auch in Bayern! Für viele Mitarbeiter ist der Sommerurlaub eine wichtige Pause zum Auftanken. Aber Vorsicht: was früher für die Mitarbeiter Sonne, Strand und Meer hieß, heißt heute häufig Sonne, Strand und Smartphone…
Und für viele Arbeitgeber bedeutete es: Achtung, dünne Personaldecke! Da fühlt sich der ein oder andere Chef wohler, wenn seine Mitarbeiter zumindest für Rückfragen zu Verfügung stehen, gelegentlich erreichbar sind und wenn Not am Mann ist vielleicht noch schnell eine Folie für die Präsentation fertig machen oder gar ein Angebot an einen wichtigen Kunden verschicken. Dank Smartphone und Co sind Mitarbeiter überall und rund um die Uhr erreichbar und es lässt sich ja unter Palmen auch sehr entspannt arbeiten.
Tatsächlich haben die meisten Angestellten auch im Urlaub ein Ohr für den Chef und die Kollegen. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitcom sind sieben von zehn Berufstätigen im Urlaub erreichbar. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Erreichbarkeit sogar etwas gestiegen, damals waren es nur 67 Prozent, die E-Mails, Kurznachrichten und sogar Anrufe beantwortet haben.
Interessant an der Umfrage ist, dass v.a. die jüngeren Arbeitnehmer sich das Recht herausnehmen, Laptops und Smartphones auszuschalten und auch selbst im Urlaub abzuschalten. 37% der Berufstätigen zwischen 14 und 29 Jahren wollen nicht erreichbar sein, bei den über 30-jährigen hingegen sind es nur 25% die konsequent vom Job abschalten.
In diesem Sinne, egal ob mit oder ohne Erreichbarkeit, allen eine schöne Sommerzeit!
Ihr arCanum Team

Sicher durch die E-Mail-Flut

Die elektronische Post ist aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken und so hilfreich die E-Post auch ist, so häufig ist sie auch ein Zeiträuber.
Laut dem US-Marktforschungsunternehmen „The Radicati Group“ sind im Jahr 2017 rund 269 Milliarden E-Mails verschickt worden, das sind ca. 737 Millionen Mails pro Tag. Kein Wunder, dass der ein oder andere Arbeitnehmer da täglich in hundert und mehr Mails versinkt und oft nicht mehr weiß, wie sie zu bewältigen sind. Da hilft nur eins, durchatmen, Ärmel hochkrempeln, sämtliche unnötigen Newsletter abbestellen und einen guten Spamfilter einrichten – zumindest sind das die ersten nützlichen Schritte, aber es geht noch mehr!

Gerade jetzt in der Urlaubssaison, wird die Freude über einen schönen erholsamen Urlaub häufig, beim Gedanken an das überquellende Postfach nach der Rückkehr, getrübt.
Daher hier 4 Tipps, wie Sie Herr über die E-Mail Flut werden, Ihren wohlverdienten Urlaub genießen können, um danach wieder entspannt in den Arbeitsalltag zu starten.

Abwesenheit rechtzeitig und konsequent ankündigen
Informieren Sie 4 Wochen vor Ihrem Urlaub oder Ihrer längeren Geschäftsreise über Ihre Abwesenheit in Ihrer E-Mail Signatur. Kollegen, Kunden, Lieferanten etc. haben somit die Möglichkeit Absprachen, Fragen und Bitten rechtzeitig zu kommunizieren und das Postfach bleibt während des Fortseins möglichst leer.

Cc -Mails selbst weitestgehend vermeiden
Wer selbst häufig E-Mails mit mehreren Empfängern in cc versendet, landet auch oft in größeren Verteilern. Bevor man also zu viele Leute mit einkopiert, lieber zweimal überlegen, ob das auch wirklich für alle relevant und wichtig ist. Unter Umständen tut man sich selbst etwas Gutes, um irrelevante Nachrichten zu vermeiden und sein eigenes Postfach vor unnötigen Informationen zu schützen.

Eine Vertretung benennen
Natürlich erfordert es Vertrauen zu dem Kollegen oder dem Stellvertreter, wird aber durch ein teils abgearbeitetes Postfach nach Ihrer Rückkehr sicherlich belohnt. Ein weiterer positiver Effekt könnte sein, dass durch das Wissen, andere lesen vielleicht mit, berufliches und privates strikter getrennt wird – Privates bleibt in der Freizeit und der Kopf ist frei während der Arbeitszeit.

Sprechen Sie miteinander
Heutzutage ist zu beobachten: das Telefon klingelt viel seltener als noch vor einigen Jahren, dafür gibt es viel mehr E-Mails. Verständlich und sicherlich auch teilweise entlastend, da eine schriftliche Nachricht nicht sofortige Reaktion verlangt, während das klingelnde Telefon unmittelbare Aufmerksamkeit einfordert. Hier ist ein kritisches Hinterfragen notwendig, wie oft werden mehrere E-Mails zu einem Thema hin-und hergeschickt, hätte das mit einem kurzen Gespräch schneller geklärt werden können?

Ihr arCanum Team

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