Mit Musik geht alles leichter, auch das Lernen einer Fremdsprache

Musik macht Spaß, Musik ist ein wichtiger Bestandteil einer Kultur und Musik geht direkt ins Ohr! Warum also Musik nicht einfach nutzen um eine Fremdsprache zu lernen? Die Beschäftigung mit Musik und Songtexten ist eine tolle Möglichkeit um Sprachen zu lernen und Lieder und deren Texte eine ausgezeichnete Alternative zu herkömmlichen Hörverständnisübungen. Warum? Weil Musik Kreativität und Emotionen anspricht, weil durch Rhythmik, Melodie und Wiederholungen sprachliche Muster spielend leicht geübt und automatisiert werden. Hier möchten wir ein paar Tipps geben, wie auch Sie ganz leicht mit Musik lernen können und warum Musik auf jeden Fall ein Teil des Fremdsprachenunterrichts sein sollte.

1. Eingängige Texte

Meist sind Liedtexte, egal in welcher Sprache relativ einfach gehalten, gehen gut über die Lippen und sind verständlich formuliert

2. Wortschatzarbeit leicht gemacht

Häufig sind Liedtexte eher umgangssprachlich geschrieben und enthalten Ausdrücke und Floskeln, die so wahrscheinlich nicht in einem Kursbuch zu finden sind, da lernt man doch gleich so einiges neues.

3. Verbesserung der Aussprache

Zugegeben im Sprachkurs trauen sich das wohl die wenigsten, aber unter der Dusche oder im Auto kann man doch seinen Gesangskünsten mal freien Lauf lassen, wenn‘s der Aussprache dient… Beim Singen neigen wir dazu Töne und Klänge nachzuahmen und der Akzent wird dadurch weniger deutlich als beim reinen Sprechen.

4. Musik als Gedächtnisstütze

Die Melodie bleibt im Kopf und kann langfristig dabei helfen sich an Sätze und Ausdrücke zu erinnern

Um von den oben genannten Vorteile wirklich zu profitieren, sollten wir hier mit allen Sinnen lernen:

  • Aktives Zuhören: Erst bewusstes Wahrnehmen von Melodie und Text bringt den wahren Lernerfolg. Auch wenn Sie anfangs nur ein paar Worte verstehen, erschließen sich nach mehrmaligem Hören die Zusammenhänge.
  • Mitlesen als visuelle Stütze: so können Sie effektiv Songtexte lernen und selbst überprüfen, was Sie bereits verstanden haben.
  • Mitsingen: Die Strophen sind besonders einprägsam, wenn sie mitgesungen werden. Das gelingt am leichtesten, wenn Sie das geschriebene Wort vor Augen haben. Und nicht vergessen, beim Mitsingen auf die Aussprache zu achten, es lohnt sich!

Liedtexte finden:

Heutzutage ist eigentlich nichts einfacher, als den Liedtitel einzugeben und nach dem entsprechenden Song zu suchen, am besten nach genau dem Song, der Ihnen in Ihrer Wunschsprache absolut ins Ohr geht.

Für den DaF-Unterricht kann ich mir so ein paar Lieder gar nicht mehr weg denken, denn was gibt es schöneres, als den Konjunktiv II mit den Wise Guys und „Es ist nicht immer leicht“ zu lernen? Das Präteritum flutscht doch gleich viel leichter mit Udo Jürgens‘ „Ich war noch niemals in New York“ und auch Wortschatzarbeit zum Thema „Träume, Fantasien, Gefühle und Hoffnungen ausdrücken“, macht gleich doppelt so viel Spaß mit Andreas Bouranis „Nur in meinem Kopf“.

Wir sehen also, mit Musik kann man Sprachkompetenzen auf vielfältige Weise verbessern: Man kann das Hörverständnis und die Aussprache trainieren, den Wortschatz erweitern und grammatische Strukturen intuitiv erfassen. Das Allerwichtigste aber ist, es macht einfach Spaß!

Ihre

arCanum Akademie

Bild: spencer-imbrock

Active learning – wie (fast) jeder zum „Sprachgenie“ werden kann

Der Physiknobelpreisträger Carl Wieman feiert große Erfolge mit seiner Lernmethode „active learning“ und provoziert mit Aussagen wie, “niemand werde zum Genie geboren, aber mit der richtigen Lernmethode kann jeder eines werden.“ Nicht einmal Wolfgang Amadeus Mozart wäre eine Genie gewesen, genial war vor allem dessen Vater Leopold, aber nicht als Musiker, sondern als Pädagoge: Kaum war das Wolferl den Windeln entwachsen, da komponierte der Kleine schon, während der Vater ihm konsequent auf die Finger schaute und auch den kleinsten Fehler korrigierte. Genauso funktioniert die Methode des „aktiven Lernens“: Lehrer, Mentoren oder Trainer agieren dabei als Berater. Fehlern oder falschen Annahmen kommt beim aktiven Lernen eine wichtige Bedeutung als Lernfaktor zu. Die Auseinandersetzung mit ihnen fördert das Verständnis für den Lernstoff, wodurch dieser auch besser im Gedächtnis bleibt. Übertragen auf den Fremdsprachenunterricht heißt das also, einfach mal drauf lossprechen – völlig ohne Hemmungen und Angst etwas falsch zu machen. Klar, wir wissen alle, das ist manchmal gar nicht so einfach! Wenn es doch aber zu einem gesteigerten Lernerfolg führt, warum, sich nicht einfach mal einen Ruck geben?

Die Methode Wiemanns ist ein krasser Gegensatz zu noch immer weit verbreiteten Methoden, wie der des passiven Zuhörens und Auswendiglernens. Dazu meint er nur, „die Vorlesung ist eine Tradition aus dem Mittelalter – damals galten auch Zaubersprüche als Allheilmittel“. Ist „aktives Lernen“ also die Zauberformel für alle Lernwilligen? Wir von arCanum würden es nicht unbedingt als Zauberformel bezeichnen, aber auch wir sind überzeugt, dass langweilige Vorträge ihren Sinn und Zweck verfehlen und bieten in all unseren Sprachkursen interaktives Lernen an, bei dem alle Sinne genutzt werden. Es wird gespielt, diskutiert, gelacht und die Sprache gelebt. Und auch wir sind der Meinung, dass Fehler nichts Schlechtes sind, sondern vielmehr ein Chance, es beim nächsten Mal richtig zu machen! Alles eine Frage der Perspektive also… 🙂

Wenn Sie nun Lust bekommen haben zum „Sprachgenie“ zu werden, werden Sie aktiv!

Ihr

arCanum Team

weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Edwin_Wieman

https://www.arcanum.de/trainingskonzept-trainingsmaterial

https://www.pnas.org/content/pnas/111/23/8319.full.pdf

Photo by Leonardo Toshiro Okubo on Unsplash

Der Mensch soll lernen. Nur die Ochsen büffeln.

Mit diesem Zitat von Erich Kästner möchten wir Sie einladen, sich in den folgenden drei Minuten über ein paar Neuerungen in der arCanum Akademie zu informieren.
Möglicherweise kennen Sie unser ALPHA-Training bereits oder haben zumindest schon davon gehört. Dieses, sehr effiziente, intensive und etwas andere Sprachtraining ist bis heute unser Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmal. Bei Gründung der arCanum Akademie, im Jahr 1997, war genau dieses gehirngerechte ALPHA –Intensivtraining sogar unser einziges Produkt. Im Laufe der Jahre sind 90-minütige, wöchentliche Präsenztrainings, Telefontrainings und neuerdings auch Online-Präsenztrainings in virtuellen Classrooms dazugekommen. Dennoch ist das ALPHA-Training auch heute noch, eine ganz besonders effektive Art eine Fremdsprache zu lernen, darum haben wir uns gedacht, warum Altbewährtes ausmustern? Lassen wir es lieber in neuem Glanz erstrahlen!

ALPHA Lernen kurz erklärt:
Bei dem sogenannten ALPHA-Intensivtraining macht man sich die positiven Auswirkungen von Entspannung auf den Körper zunutze und fördert so ganzheitliches Lernen. Versetzt man sich in einen entspannten Zustand, verändert das die Physiologie unseres Körpers: der Blutdruck und die Herzfrequenz sinken, die Atemfrequenz wird langsamer und tiefer, die Muskelspannung wird weniger und auch die Gehirnwellen schalten auf eine Frequenz von etwa 8-13 Schwingungen. Befindet man sich in diesem wachen aber entspannten Zustand, hat das Gehirn eine Erwartungshaltung und ist daher besonders aufmerksam und aufnahmefähig. Im Unterschied zum Schlafen wartet das Gehirn auf Input und ist bereit für eine Zustandsänderung. Da die hier aktiven Gehirnwellen auch Alphawellen genannt werden, nennt man das den ALPHA-Zustand.
Doch wie kann man nun diesen Zustand des Gehirns als Trainingsmethode nutzen? Dazu muss man verstehen, wie Lernen auf neuronaler Ebene abläuft. Das Gehirn besteht aus neuronalen Netzwerken, die von den einzelnen Synapsen und Neuronen gebildet werden. Man kann sich das ähnlich eines Straßennetzes vorstellen. Je öfter eine Straße genutzt wird, desto fester und breiter wird sie und so kann aus einem Trampelpfad eine zweispurige Autobahn werden. Ähnlich verhält es sich mit den Neuronen. Je öfter Verbindungen im Hirn genutzt werden, desto stabiler werden sie. Beim Alpha-Lernen profitiert man davon, dass der ALPHA-Zustand für ein besonders synchrones und rhythmisches Arbeiten der Synapsen sorgt und unser Gehirn in diesem Zustand besonders fähig ist, Dinge zu lernen und abzuspeichern.

Ablauf des ALPHA-Intensivtrainings:
Diese Sprachtrainings sind in vier Phasen unterteilt, um alle Lernpotentiale voll auszunutzen. Der erste Schritt ist die Entspannung. Es wird ein autogenes Training durchgeführt, um die Teilnehmer in einen entspannten, emotional ruhigen und ausgeglichenen Zustand zu bringen, in dem sie volle Aufmerksamkeit erlangen. Die nächste Phase ist das Aufnehmen, hier wird nur zugehört, gelesen und erfahren, um Vokabular und Wortschatz passiv abzuspeichern. Der dritte Schritt ist das Aktivierungstraining, hier wird durch Hören und Sprechen, durch Interaktion von Mimik und Gestik, aber auch durch spontane Reaktionen das bereits passiv Gelernte ins aktive Bewusstsein geholt. Dieses intensive Nachsprechtraining hilft eine Verknüpfung von gespeichertem Wortschatz und der tatsächlichen Aussprache herzustellen. Im vierten und letzten Schritt kommt es zur Anwendung. Hier wird die Sprache lebendig, das Gelernte wird benutzt und es werden Konversationen geführt mit dem korrekten grammatikalischen Einsatz von Vokabular und Phrasen aus alltagsrelevanten Situationen. Mit Hilfe dieser einzigartigen Methode lernen Teilnehmer 600 Vokabeln in einer Trainingswoche (Montag-Freitag von 8.30-16.45 Uhr) mit passender Grammatik und Konversation zu den jeweils individuellen Themen und sind damit, bis zu dreimal schneller als in herkömmlichen Sprachtrainings. Ein effektiveres Training kennen wir nicht. Welche Fremdsprache soll‘s denn sein? Sie haben die Wahl: Englisch, Deutsch als Fremdsprache, Französisch, Italienisch, Spanisch, Chinesisch oder brasilianisches Portugiesisch.

Digitalisierung des ALPHA-Trainings – der neue Glanz und Ihre Vorteile
Wir sind längst angekommen im digitalen Zeitalter, lernende Computer, Sprachsteuerung, und E-Learning sind bereits Realität. Kein Unternehmen kann sich dem digitalen Wandel entziehen und für uns als Anbieter von Fremdsprachentrainings heißt das, die enormen Chancen, die sich aus der Digitalisierung, auch für Sprachtrainings ergeben, in das Kursangebot zu integrieren, um Flexibilität und Lerneffizienz zu steigern.
Beim ALPHA-Intensivtraining haben wir genau das gemacht. Denn, wenn wir bisher an vorgefertigtes Lehrmaterial, je nach Sprachniveau und Anforderung gebunden waren, ist durch die vollständige Digitalisierung des Trainings, eine ganz neue und wunderbare Flexibilität entstanden. Ab sofort können wir die komplette Trainingswoche auch mit Ihrem, individuell und exakt auf Ihre Bedürfnisse ausgerichteten Vokabular durchführen. Das bedeutet, die Kurse sind nicht mehr nur auf das konventionelle Lernen einer Fremdsprache ausgerichtet, sondern auch und jetzt ganz besonders für sehr spezielle Anforderungen und Herausforderungen genau die richtige Vorbereitung. Denken wir an einen Vorstand, der sich auf eine wichtige Präsentation vorbereiten muss, oder an Teilnehmer aus sehr spezifischen Fachabteilungen, die spezielles technisches oder juristisches Vokabular benötigen, all diese Anforderungen können durch die Digitalisierung nun ganz leicht in die Lernmethode integriert und umgesetzt werden.

Unser Best-practice Beispiel
Für einen im Allgäu beheimateten Baukonzern, der gezielt Bauarbeiter aus Rumänien rekrutiert, haben wir mit unserem digitalisierten ALPHA-Training eine effiziente Lösung entwickelt. Bevor die Arbeiter auf den Baustellen eingesetzt werden, absolvieren sie bei uns ein dreiwöchiges ALPHA-Intensivtraining, in dem sie von Anfang an spezielles Baustellenvokabular lernen, das uns der Kunde vorgegeben hat. Anschließend werden die Arbeiter auf den Baustellen noch 2x pro Woche vor Ort weitertrainiert. Da wir nun ganz leicht kundenspezifisches Vokabular in unsere Intensivtrainings integrieren können, ist der Nutzen für die Teilnehmer und den Kunden wesentlich größer, als bei einem konventionellen Deutschkurs. In unserem aktuellen Beispiel können die Arbeiter sehr viel schneller auf den Baustellen eingesetzt werden.

Für alle, die nun Lust bekommen haben vielleicht auch mal an einem ALPHA-Intensivkurs teilzunehmen oder dieses Angebot für Mitarbeiter aufzunehmen, wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme und sind bei Fragen gerne für Sie da.


Ihr arCanum Team

Tipp: Für Sie als Personaler, bieten wir Ihnen gerne ein halbtägiges kostenfreies Schnuppertraining mit unserem ALPHA-Training an.

Weiterführende Links:

https://www.arcanum.de/alpha-intensivtraining

https://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstseinszustand

Photo by Brian Taylor on Unsplash

Nützliche Redewendungen auf Englisch

Zuletzt haben wir uns ja deutsche Redewendungen genauer angesehen und festgestellt, dass diese unsere Sprache bildhafter und lebendiger machen. Funktioniert das nun auch in anderen Sprachen? Aber natürlich! Es gibt keine einzige Sprache auf der Erde, die ohne Idiome oder Redewendungen auskommt. Für Muttersprachler also ein natürliche Ausdrucksform, für Fremdsprachen-Lerner aber, immer wieder und in jeder Sprache eine neue Herausforderung. Denn wie Sprichwörter lassen sich auch Redewendungen in anderen Sprachen oft nicht wörtlich übersetzen. Ihre Bedeutung ist oft gleich oder ähnlich, doch die Wortwahl unterscheidet sich enorm. Eines der wohl bekanntesten Beispiele dafür ist, „die Daumen drücken“, heißt im Englischen „cross one‘s fingers“, also die „Finger kreuzen“ und sagt man, wenn man jemandem Glück wünscht und auf das Beste hofft.

Auch wenn Ihr Englisch vielleicht schon ganz gut ist, die ein oder andere Redewendung ist vielleicht doch neu und eine Hilfe bei der nächsten Konversation mit einem Geschäftspartner oder Kollegen. Werfen Sie doch mal einen Blick auf unsere kleine Sammlung, in der wir gängige deutsche und englische Redewendungen in verschiedenen Situationen gegenüberstellen.

1. Ideen

Denken wir mal scharf nach. Let‘s put our thinking caps on.
Mir ist eine Idee gekommen. I‘ve just had a brainwave.
Man sollte auf jeden Fall darüber
nachdenken
That‘s certainly food for
thought.

2. Besprechungen

Peter hat das Wort. Peter has the floor.
Reden wir nicht um den heißen Brei herum. Let‘s not beat about/around the bush.
Machen wir Schluss für heute. Let‘s call it a day.

3. Verhandlungen

Spielen wir mit offenen Karten. Let‘s put our cards on the table.
Wir müssen konsequent bleiben. We have to stick to our guns.
Jetzt sind Sie am Zug. The ball‘s in your court now.

4. Geld

Das kostet ein Vermögen. It cost an arm and a leg.
Wir haben einen Haufen Geld bezahlt. We paid through the nose.
Wir müssen den Gürtel enger schnallen. We have to tighten our belts.

5. Projekte

Es läuft alles wie geplant. Everything is on track.
Wir sind auf Schwierigkeiten gestoßen. We have hit a snag.
Wir müssen wieder bei Null anfangen. It‘s back to square one.

Wenn Sie nun Lust auf eine weitere Vertiefung Ihrer Englischkenntnisse bekommen haben, melden Sie sich gerne bei uns. Unsere muttersprachlichen Sprachtrainer können Ihnen beispielsweise in einem Business Englischkurs viele weitere dieser Ausdrücke lernen.

Ihre

arCanum Akademie

weiterführende Links:

https://www.arcanum.de/business-englisch

http://linguatools.com/deutsch-englisch/redewendungen.html

Photo by Fab Lentz on Unsplash

Hemmungen beim Sprechen einer Fremdsprache überwinden

Gehören Sie zu den Leuten, die sich sich ohne Zögern und trotz beschränktem Wortschatz, aber mit viel Selbstvertrauen und enthusiastischen Handbewegungen an einem Gespräch in einer fremden Sprache beteiligen? Dann ist dieser Artikel nicht für Sie geschrieben! Sollten Sie aber, zu der wohl weitaus größeren Gruppe zählen, bei der eine Unterhaltung in einer Fremdsprache, die man (noch) nicht sehr gut beherrscht, Unbehagen auslöst, dann haben wir heute ein paar Tipps für Sie, wie Sie der Sprechblockade an den Kragen gehen. Denn es gibt immer Dinge, die man tun kann, um die Hemmungen beim Gespräch in einer Fremdsprache in den Griff zu bekommen.

1 Ängste und Hemmungen analysieren

Fragen Sie sich doch einfach mal, was Sie eigentlich befürchten? Meist steckt bei Hemmungen in einer fremden Sprache zu sprechen, die Angst dahinter zu versagen, Fehler zu machen und sich zu blamieren. Möglicherweise waren Sie schon mal in einer Situation, in der Sie ins Stottern kamen, weil das Vokabular fehlte und Sie nicht weiter wussten. Sobald Angst im Spiel ist, z.B bei einem Bewerbungsgespräch oder einem Vortrag, setzt das Gehirn aus und nichts geht mehr und das hat sich nun verankert. Aber mal ehrlich, wenn Ausländer Ihre Sprache angestrengt zu sprechen versuchen, würden Sie sich darüber lustig machen? Nein, wahrscheinlich würden Sie sich freuen, dass sich hier jemand bemüht.

2 Hören Sie gut zu

Wenn Sie mit dem Lernen einer Fremdsprache beginnen verstehen Sie nicht jedes Wort. Das müssen Sie auch nicht. Für das bessere Verständnis hilft es immer, fremdsprachigen Medien anzuhören. Sie vergrößern Ihren Wortschatz und verbessern die Aussprache, das ist zwar keine Ersatz für Gespräche es gibt aber Sicherheit und hemmt die Angst vor der Kommunikation, weil Sie ja zumindest schon mal verstehen.

3 Beherrschen Sie die Geschwindigkeit des Gesprächs             

Versuchen Sie langsam und deutlich zu sprechen, damit ermutigen Sie Ihren Gesprächspartner ebenso langsam und deutlich zu antworten.

4 Perfektionismus ist hinderlich

Zu hohe Erwartungen an sich selbst können blockieren. Eine Sprache flüssig sprechen zu können, ohne sie zunächst brockenweise und fehlerhaft angewandt zu haben, ist wohl kaum möglich. Je früher Sie mit dem Sprechen beginnen, desto eher erreichen Sie das Niveau, das ein Gespräch einfach macht. Wäre es nicht schade aus einem falsch verstandenen Perfektionismus heraus und aus Angst vor dem Scheitern gar nicht erst anzufangen zu sprechen?

5 Vermehrt das Positive beachten

Grundsätzlich ist es ratsam vermehrt auf das Positive zu achten, um Hemmungen zu überwinden. Das heißt, wenn etwas gut geklappt hat, Sie etwas Neues gelernt haben, sind Sie stolz darauf und versuchen Sie es anzuwenden. Im umgekehrten Fall, sollten Sie doch mal wieder einen Fehler in der Fremdsprache machen, hadern Sie nicht zu sehr damit, ein Schulterzucken und beim nächsten Mal machen Sie es dann richtig!

Wir hoffen, wir konnten hiermit ein wenig motivieren, die erlernten Sprachkenntnisse auch wirklich anzuwenden. Egal, ob mit dem Kollegen, im Meeting oder sogar im Ausland, sobald eine Fremdsprache aktiv angewendet wird, werden Sie in jedem Fall einen Fortschritt erleben.

Ihr arCanum Team

weiterführende Links:
https://www.arcanum.de/praesenztraining

Photo by Helena Lopes on Unsplash

Deutsch als Fremdsprache und ihre Tücken

Deutschland ist auf der ganzen Welt als das Land der Dichter und Denker bekannt. Große Schriftsteller und Philosophen, wie Goethe, Schiller, Nietzsche und Fontane haben das Bild geschaffen und die Tatsache, dass aus der deutschen Sprache, Wörter wie „Fernweh“, „Sternstunde“ oder „Wintermärchen“ entstanden sind macht die Poesie in der Sprache ja sogar eher noch schöner.

Das heißt aber noch lange nicht, dass wir Deutschen (und das wissen wir ja insgeheim alle selbst), wie in einem Gedicht oder einer altdeutschen Novelle sprechen. Es gibt, wie natürlich in jeder anderen Sprache auch, sehr viele Wörter und Ausdrücke, die wir im Alltagsdeutsch halt einfach mal kurz benutzen, die im Deutschkurs oder im Deutschbuch aber kaum richtig erklärt und gelehrt werden können. Für Deutschlerner, ab dem Niveau B1 aufwärts, entpuppen sich diese sogenannten Modalpartikel als absolutes Schreckgespenst der deutschen Sprache. Für den „otto-normal“ Leser hier, der zwar fließend Deutsch spricht, weil Deutscher, aber möglicherweise gar nicht so genau weiß, was denn diese Modalpartikel eigentlich sind, hier eine kurze Erklärung. Es handelt sich um so kleine Wörter wie:

„Was ich eigentlich damit sagen wollte, aber dann halt doch nicht wirklich richtig gesagt habe, kannst du ruhig weitererzählen, denn du weißt ja eh schon alles. Alles klar? Naja, aber eigentlich halt ja doch nicht, oder? Eben!

“Und wozu benutzen wir diese Modalpartikel eigentlich? Diese kleinen Wörter, die man in jedem Satz einzeln übersetzen müsste und die häufig gar nicht richtig zu übersetzen sind, drücken Emotionen aus. Gelegentlich verstärken sie die Wirkung der gesprochenen Sätze oder sie schwächen sie ab. Es sind zusätzliche Wörter, die eine Absicht ausdrücken und oft ein bestimmtes Gefühl unterstreichen sollen.

Schauen wir uns hier mal ein paar Beispiele von Modalpartikeln und ihre unterschiedliche Bedeutung an:

1. Diese Hausaufgaben verstehe ich einfach nicht! Einfach scheint hier gar nichts zu sein, denn der Lerner hat die Aufgabe ja nicht verstanden, der DaF-Schüler hat möglicherweise das Wort „einfach“ bereits als Synonym von „leicht“ und „unkompliziert“ gelernt und soll nun das gleiche Wort in einem völlig anderen Zusammenhang verstehen und benutzen. (Klicken Sie spaßeshalber mal auf diesen Link: https://synonyme.woxikon.de/synonyme/einfach.php ) Hier gibt es sage und schreibe 80 unterschiedliche Bedeutungen für das Wort „einfach“… Das ist wirklich alles andere als einfach!

2. Sie hat vielleicht viel geredet! Natürlich hat der Fremdsprachen Lerner bereits das Wort vielleicht gelernt und weiß, das bedeutet soviel wie „eventuell“ oder „möglicherweise“. Aber nun weiß er gar nichts mehr, hat die Dame jetzt viel oder wenig geredet, hat sie überhaupt etwas gesagt??? Wieder so eine kleine Aussage die Fragezeichen aufwirft!

3. Dann muss du halt mehr lernen! Das Wort „halt“, hat der fleißige Deutsch Lerner natürlich bereits gelernt. Er weiß, dass das soviel wie „stopp“ heißt, oder unter Umständen eine Form von „halten“ ist. Zum Beispiel: „Halt mal meine Tasche.“ Aber was im Himmels Willen soll dabei raus kommen, wenn er nun mit dem Lernen aufhört, oder nur noch Deutschbücher hält und nicht mehr liest…

Sie merken schon die Vergleiche sind alle nicht ganz ernst gemeint und sollen neben einem Schmunzeln vielleicht auch zum Nachdenken anregen. Sprechen Sie doch beim nächsten Mal mit Ihrem ausländischen Kommunikationspartner klar und deutlich, versuchen Sie Dialekt zu vermeiden und haben Sie ein bisschen Geduld, auch wenn‘s mal ein bisschen länger dauert, denn Übung macht den Meister!

Ihre

arCanum Akademie

Weiterführende Links

https://edoc.ub.uni-muenchen.de/4877/1/Kwon_Min-Jae.pdf

https://synonyme.woxikon.de/synonyme/einfach.php

Photo by Ryan Wallace on Unsplash

Nonverbale Kommunikation

Wir tun es ständig, wir können gar nicht ohne und tun wir nichts, dann ist auch das eine Botschaft. Nonverbale Kommunikation. Sie begleitet uns tagtäglich und nach dem Kommunikationswissenschaftler Watzlawick können wir gar nicht nicht kommunizieren.

In sozialen Situationen spricht unser Körper also immer mit. Die Art und Weise, wie wir unseren Körper meist völlig unterbewusst einsetzen, sendet an unseren Gegenüber wichtige Signale. Man unterscheidet hier die sogenannte Inhalts- und Beziehungsebenen: auf der inhaltlichen Ebene tauschen wir Informationen auf verbaler Ebene aus. Dagegen tauschen wir auf der Beziehungsebene eine Fülle an sogenannten analogen Informationen aus, die die digitalen, inhaltlichen Informationen zu einem kompletten Bild abrunden und es uns so erst möglich machen den Inhalt auch zu verstehen.

Dabei nutzen wir mehrere Kanäle der nonverbalen Kommunikation: mit unserem Blickverhalten beeinflussen wir ganze Gespräche, wir wissen intuitiv wie lange wir einen Blickkontakt halten und wie intensiv dieser in der Situation sein darf. Die Mimik liefert wichtige und vorallem schnelle Reaktionen auf inhaltliche Informationen, selten können wir unsere Meinung hinter einem gut geübten Pokerface verstecken. Mit Gestik unterstreichen wir unser Gesagtes und damit die inhaltliche Ebene, hierbei ist das Timing besonders wichtig, weil Gestik sonst schnell einstudiert und damit unnatürlich wirken kann. Auch räumliche Distanz spielt eine große Rolle. Meist haben wir gelernt, wie wir Nähe und Distanz einschätzen können, Kinder tun sich damit beispielsweise oft noch schwer und sind entweder distanzlos oder fremdeln.

Nonverbale Kommunikation ist also schwer zu kontrollieren, ganz anders als unsere verbale Kommunikation. Doch gerade im professionellen und Businessumfeld ist es sinnvoll die nonverbale Kommunikation zu trainieren, um sie sicher und zielgerichtet einsetzen zu können. Hält man beispielsweise oft Vorträge macht es Sinn sich von Zeit zu Zeit filmen zu lassen und die Aufnahme auf die eigene Körpersprache hin zu betrachten. Nach Bewerbungsgesprächen, Interviews oder Meetings kann man sich Feedback von Kollegen einholen, die man beauftragt hat, die eigene Gestik und Mimik zu beobachten. Oder man nimmt sich ganz klassisch Zeit vor dem Spiegel, probiert sich aus, versucht verschiedene Positionen, Gesichtsausdrücke, Kopfhaltungen und Gestiken.

Es lässt sich also durchaus etwas an der eigenen nonverbalen Kommunikation verändern, doch unsere Intuition lässt uns selten im Stich, also können wir uns getrost erstmal darauf verlassen, dass wir alles richtig machen. Denn meistens wirken wir am natürlichsten, wenn wir am wenigsten darüber nachdenken.

Ihr arCanum Team