Führungskommunikation – eine Frage des Stils

Das Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg in vielen Lebenslagen ist, ist den meisten bewusst. Das gilt auch für den Job, besonders wenn es um das Verhältnis zwischen Führungsebene und Mitarbeitern geht. Erfolgreiche Kommunikation fördert ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern, wodurch diese Zufriedenheit und Identifikation mit dem Unternehmen aufbauen.

Führungskräfte sind sich der Notwendigkeit einer guten kommunikativen Basis oft bewusst, doch die Umsetzung in die Praxis läuft nicht immer optimal. In Seminaren zur Führungskommunikation kann genau das geübt werden, indem Techniken der Gesprächsführung trainiert werden, die positiv ansprechen und die Teamentwicklung fördern. Zum Einsatz kommen diese Techniken beispielsweise bei Mitarbeitergesprächen, Konfliktbewältigung im Team oder Zielvereinbarungsgesprächen. Das Kommunikationstraining übt den Einsatz dieser Techniken besonders in schwierigen Situationen, in denen Kommunikation oft heikel wird. Hier ist der Einsatz einer positiven, professionellen und kooperativen Kommunikation essentiell.

Hier sind drei Tipps für gute Führungskommunikation:

  1. Worte mit Bedacht wählen: Gesagtes zurück zu nehmen ist schwer, daher vorher überlegen was wie gesagt werden soll und Gespräche, insbesondere im Team, gut vorbereiten.
  2. Motivation durch positive Worte: Motivation generiert Erfolg, regelmäßiges Lob für die erbrachte Leistung oder Fähigkeiten motiviert – ein Kreislauf.
  3. Verallgemeinerungen vermeiden: Immer, alle und dauernd schüren nur Unzufriedenheit und zeigen keine Individualität für den Gegenüber.

Ihr arCanum Team

weiterführende Links: Teambuilding als Chance – arCanum, Führungskommunikation, soft skills, Führungskommunikation, Haufe

 

Bild: Joshua Ness via Unsplash

Teambuilding als Chance

Ein Team ist immer eine Gruppe, aber nicht jede Gruppe ein Team.

Die Vorteile von Teamarbeit sind mittlerweile in allen Branchen und vielen Firmen bekannt. Doch was macht ein gutes Team eigentlich aus und wie entwickelt sich ein Team, sodass es bestmögliche Arbeit im Business leisten kann, während es die Vorteile eines Teams nutzt?

Grundsätzlich ist ein Team eine Gruppe von Mitarbeitern, die gemeinsam, zielgerichtet und zweckmäßig an einem Projekt beispielsweise arbeitet. Dafür werden positive Synergien und komplementäre Fähigkeiten der einzelnen Teammitglieder genutzt, um im Kollektiv zu guten Arbeitsergebnissen zu nutzen. Jeder bringt seine individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten ein und erweitert damit die Möglichkeiten des ganzen Teams. Dabei ist das Team sowohl auf strategischer Ebene, als auch auf operativer Ebene einsetzbar, jeder Ansatz, jede neue Sichtweise, jede Perspektive des Einzelnen kann einen Beitrag leisten das Ziel zu erreichen. Die Führungsrolle wird sich dabei geteilt, da jeder Verantwortlichkeiten für einen Teilbereich übernehmen kann, es entsteht ein Arbeiten auf Augenhöhe.

Die Entwicklung eines Teams, kann am Modell der Teamentwicklungsuhr dargestellt werden: 

 

In der ersten Phase, dem sogenannten Forming werden Rollen und Positionen in der Gruppe gefunden. Jeder versucht seinen Platz im Team zu sichern, was zu hoher Unsicherheit bei allen Beteiligten führt. Hier ist die Richtungsweisung durch einen Projektleiter wichtig, um ein Ziel vorzugeben.

In der Phase des Storming werden unterschiedliche Ansichten, Werte und Bedürfnisse sichtbar, das birgt Konfliktpotential. Doch die erfolgreiche Konfliktbewältigung ist ein Zeichen für gute Teamfähigkeit: wenn man es schafft Missverständnisse effektiv aus dem Weg zu räumen, gelingt die Arbeit in Zukunft reibungsloser.

Beim Norming stellt sich gegenseitige Anerkennung ein. Die Rollen sind gefunden, jeder weiß, was der andere leisten kann. Das lässt das Selbstwertgefühl des Teams und Motivation steigen und die beste Leistung des Teams zeigt sich.

Die finale Phase ist das Performing: die Gruppe kann sich selbstständig organisieren, Feedback kann offen ausgesprochen und damit adäquat umgegangen werden.

Natürlich ist die Teambuilding Uhr nur ein Modell, dass nicht unbedingt die Realität abbildet. Es sollte daher als flexibel verstanden werden, Phasen können sich ändern oder mehrmals durchlaufen werden und auch die Reihenfolge der Phasen ist nicht festgelegt.

Welche Faktoren machen ein erfolgreiches Team denn nun aus? Was muss ein Team können, um bestmöglichste Performance, insbesondere für Firmenkunden abliefern zu können?

Die besondere Eigenschaft eines Teams, ist die Zugehörigkeit mehrerer, die jedoch alle gleichwertige Mitglieder sind. Dadurch entsteht ein Wir-Gefühl, insbesondere, wenn interkulturelle Aspekte mit einfließen dürfen. Die erfolgreiche Konfliktbewältigung zeichnet Teams aus, in denen ein guter Umgang herrscht. Bewältigte Konflikte lassen einen enger zusammenrücken und stärken das ganze Team. Keineswegs zu unterschätzen ist der Kommunikationsstil. Die Dialogfähigkeit jedes Einzelnen und auch in der Gruppe ermöglichen erst gemeinsames Handeln. Jeder Einzelne hat dabei eine bestimmte Rolle inne, wobei relevant ist, dass es Ideengeber gibt, die dem Team Input geben, damit es sich weiter entwickeln kann. Nur so ist das gemeinsam festgelegte Ziel, auch über Stolpersteine und Umwege, zu erreichen.

Um Teamwork zu verbessern, zu etablieren oder zu entwickeln, gibt es zahlreiche Angebote. Von individuellen Firmencoachings über Workshops bis hin zu Bedarfsanalysen. Durch gemeinsame Erlebnisse und Erfolge im Team werden die wichtigen Eigenschaften Teamgeist, Kommunikation und Motivation gestärkt. Dabei können gemeinsam Ralleys bestritten werden, man kann sportlichen Aktivitäten nachgehen, die den Adrenalinspiegel in die Höhe schnellen lassen, das Team kann gemeinsam kreativ werden, etwas bauen oder kochen und alle Sinne anregen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, es sollte nur darauf geachtet werden, dass alle Teammitglieder bereit sind an der Aktion teilzunehmen und keiner übergangen oder überfordert wird. Das Verlassen der eigenen Komfortzone sollte aber möglich sein, nur so wächst man im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus.

Weiterführende Informationen: https://www.kraus-und-partner.de/teamentwicklung

Ihr arCanum Team

Interviews richtig trainieren

Interviews und Vorstellungsgespräche sind für viele Menschen leider wie der Gang zum Zahnarzt. Unangenehm und oft gefürchtet, besonders wenn das Gespräch nicht in der eigenen Muttersprache stattfindet. Man hat nur kurze Zeit zu überzeugen, muss auf den Punkt abliefern und das auch noch in einer anderen Sprache.

Business English ist für viele kein Problem mehr, doch wenn es dann dazu kommt das Gegenüber von sich selbst zu überzeugen oder gar Verhandlungen über den neuen Vertrag auf Englisch zu führen, wird das Eis oft ziemlich dünn.

Da ist es doch beruhigend zu hören, dass man Souveränität, Selbstbewusstsein und Sicherheit in solchen Situationen trainieren kann wie ein Athlet. Übung bringt Routine und damit Sicherheit – auch in fremden Sprachen. Dafür bedienen wir uns verschiedener Lerntechniken und Trainingskonzepte, genau wie ein Sportler.

Ein mittlerweile oft genutztes und effektives Mittel ist die Videoanalyse, insbesondere in Gruppentrainings. Man lässt sich in einer konkreten Ausgangssituation – in diesem Fall die Interviewsituation – filmen, analysiert diese anschließend und kann daraus konkrete Verbesserungen ableiten. Das ermöglicht ein späteres Controlling der Lernziele.

Videoaufnahme

Wählen Sie eine möglichst konkrete und realitätsnahe Situation. Beide Interviewpartner sollten vorbereitet sein, das Setting entsprechend gestaltet und die Themen individuell oder gar branchenspezifisch.

Analyse

Anschließend sehen Sie sich Ihr Video an, vergessen Sie nicht sich Notizen zu machen! Was fällt Ihnen sofort auf? Was gefällt Ihnen besonders gut? Wie gefällt Ihnen Ihr Kommunikationsstil? Was sagen Dritte zur Videosequenz, was fällt ihnen sofort auf? Holen Sie sich ehrliches Feedback ein, denn vier Augen sehen oft mehr als zwei.

Konkretisierung und Actionplan

Aus dem Feedback, dass Sie sich generiert haben, können Sie nun konkrete Punkte ableiten, die Sie verändern möchten. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, seien Sie dafür aber möglichst präzise darin, was Sie verändern möchten. Daraus entsteht ein sogenannter Actionplan, der Ihren Fokus auf Veränderungen legt und Sie in die nächste Trainingssequenz führt.

Teilschritte

Zerlegen Sie das Interview in Teilschritte und üben Sie Ihre persönlichen Punkte aus dem Actionplan. Ist Ihnen beispielsweise Ihre Körperhaltung aufgefallen, setzen Sie sich vor einen Spiegel, machen Sie Bewegungs- oder Atemübungen, probieren Sie verschiedene Haltungen aus, in denen Sie sich wohl fühlen. Ist Ihnen aufgefallen, dass Ihre Antworten nicht das ausdrücken, was Sie eigentlich sagen möchten, versuchen Sie ein Stärkenprofil zu erstellen und Ihre Rhetorik bewusst zu überarbeiten. Diese Teilschritte ermöglichen Ihnen aktives Lernen anhand der vorhergegangenen Bedarfsanalyse.

Controlling

Anschließend wird eine erneute Videoaufnahme gemacht, um Ihr Lernen zu kontrollieren. Das dient einerseits dazu Ihnen Erfolge sichtbar zu machen, andererseits um den Prozess des Trainings von vorne zu beginnen: eine erneute Analyse, andere oder weitere Ziele, Bearbeitung dieser in Ihrem Actionplan und anschließend wieder ein Controlling. Diesen prozess können Sie so oft wiederholen bis Sie sich sicher fühlen.

 

Diese Art des Trainings können Sie beispielsweise mit einem Intensiv- oder Sprachtraining kombinieren, sodass nicht nur Ihre Fähigkeiten in der Interviewsituation, sondern auch Ihre sprachlichen Fähigkeiten sich noch weiter verbessern. Sprache und Situation lassen sich wunderbar miteinander verbinden und bestenfalls gemeinsam trainieren.

Viel Erfolg beim Training!

Ihr arCanum Team

Fragetechniken – Wer fragt, der führt! Teil 1

Die Rollen in einem Interview sind meist von vornherein festgelegt. Die Inhalte dagegen nicht und diese können sehr durch die eingesetzte Fragetechnik des Interviewenden abhängig sein. Daher lohnt es sich einen Blick auf die verschiedenen Möglichkeiten zu werfen eine Frage zu stellen und darauf eine Antwort zu bekommen.

Kinder stellen intuitiv hunderte Fragen an einem Tag. Sie wollen Informationen generieren, Zusammenhänger verstehen und so ihr Wissen ausbauen. Und das ist das grundlegende Ziel von Fragen: Informationsgewinn. Doch Erwachsene verlernen das Fragen nach und nach während sich die Technik der Frage jedoch wandelt und vielfältiger wird. Je älter man wird, desto gezielter und auch manipulativer setzt man Fragen ein. Beobachten Sie sich doch mal selbst einen Tag lang, wie viele Fragen sie stellen und werden Sie sich bewusst, welche Technik sie dabei anwenden. Und dann können Sie das vergleichen mit Ihrem Kind. Wie viele Fragen und auf welche Art und Weise stellt ihr Kind Fragen? Eine spannende Möglichkeit die eigene Fragetechnik zu reflektieren.

Doch welche Arten eine Frage zu stellen gibt es überhaupt und wie werden sie im Alltag angewendet?

Offene Fragen: ein Werkzeug, um viele Informationen zu generieren, da der Befragte seine Antwort frei wählen kann. Vorsicht, es besteht die Gefahr vom Thema abzugleiten, wie gleichzeitig die Chance besteht neue Themen und Standpunkte aufzubringen. Offene Fragen werden oft mit einem Fragewort begonnen (Wie? Wo? Was? Welche? Weshalb? Wieso?) und können beispielsweise lauten “Wie stellen Sie sich Ihren Arbeitsalltag vor? Was ist Ihnen an Teamarbeit wichtig? Welche Aspekte spielen eine wichtige Rolle?”.

Geschlossene Fragen: bieten dem Befragten nur zwei Möglichkeiten der Antwort: Ja und Nein, oder ein bestimmter Fakt. Das schränkt ein Thema sehr ein und ermöglicht es so klare Aussagen als Antwort zu bekommen. Ein sehr komplexes Thema kann dadurch eine bessere Struktur bekommen. Das Maß der geschlossenen Fragen ist ausschlaggebend: Gesprächsfluss kommt dadurch ins Stocken und der Befragten kann sich leicht unter Druck gesetzt fühlen – weniger ist also mehr. Geschlossene Fragen sind zum Beispiel “Sind Sie damit einverstanden? Haben Sie dort studiert? Ist das Ihr persönliches Ziel?”

Offene und geschlossene Fragen sind die am häufigsten verwendeten Fragen und grundlegend neutral. Sie dienen dazu Informationen zu erhalten, Sachverhalte zu verstehen und können Nähe und Sympathie zwischen den Kommunikationspartnern erzeugen. In einem Bewerbungsgespräch beispielsweise sind diese beiden Techniken essentiell. Sie möchten den Bewerber kennen lernen, Informationen zu seiner Person von ihm erhalten und gleichzeitig Sympathie erzeugen – zwischen Ihnen als Personen, zwischen dem Bewerber und dem Unternehmen und zwischen den Interessen beider Seiten.

Im zweiten Teil dieses Artikels stellen wir Ihnen noch spezifischere Fragetechniken vor, die im Arbeitsalltag Anwendung finden können.

Ihr arCanum Team